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ARCHIV



Juli 2016


Concerto Palatino in der LausitzBild Concerto Palatino

Musik aus dem Schadäus Promptuarium stand auf dem Programm eines Konzertes mit Concerto Palatino unter Leitung von Bruce Dickey im Rahmen des Lausitzer Musiksommers.

Am 24. Juli spielte das Ensemble in der ausverkauften St. Annen-Kirche in Kamenz eine Auswahl an Motetten aus dieser großen Sammlung, in der sich insgesamt mehr als 400 Werke vom Anfang des 17. Jahrhunderts finden, wie sie in den Kirchen und Kathedralen seinerzeit zum Repertoire gehörten. Werke übrigens nicht nur von den noch heute bekannten Komponisten dieser Epoche (wie Palestrina, Gabrieli oder Hassler), sondern auch von kaum gespielten Kollegen wie Simonis Gatti oder Asprilio Pacelli. All diese Stücke waren von dem in der Lausitz geborenen Rector Abraham Schadäus gesammelt und in insgesamt vier Bänden herausgegeben wurden.

Ein großartiges Programm, ein glanzvolles Konzert in einer wunderbaren Kirche!


Phantasm: Neue Lachrimae-CD Bild Phantasm Lacrimae CD

Sie haben mehr als 20 Jahre gewartet, bis sie dieses absolute Kernrepertoire für ihre Besetzung aufgenommen haben - aber das Warten hat sich gelohnt: Phantasms am 29. Juli auf dem deutschen Markt veröffentlichte Einspielung von John Dowlands Lachrimae stellt - wie man es von diesen Musikern eigentlich auch nicht anders erwartet hatte - die berühmte und vielgespielte Sammlung in ein ganz neues Licht.

So stand die Aufnahme denn auch nach ihrem Erscheinen in England wochenlang auf den ersten Plätzen der britischen Classical Charts und ist auch im iTunes-Store ganz vorne unter den Verkäufen dabei. Und die BBC jubelte in einer ersten Rezension: »If you didn’t already know the words from Dowland’s songs, you could almost recreate them from the playing. ...listening to this recording end-to-end is an absolute pleasure«.

Nähere Informationen über diese CD, und den Grund, aus dem Phantasm mit der Einspielung dieses Repertoires so lange gewartet hatte, finden Sie hier in einem Video auf Youtube, in dem Consortleiter Laurence Dreyfus über die Hintergründe erzählt.

Auch live war Phantasm kürzlich mit den Lachrimae zu hören, bei einem Konzert am 4. Juni im altehrwürdigen Holywell Music Room Oxford.
Die Einladung zu diesem Konzert im Rahmen eines Studientags zu John Dowland ging vom Magdalen College Oxford aus, das sein ehemaliges Consort in Residence anlässlich des Erwerbs eines der wenigen überlieferten Originaldrucke der Lachrimae mit diesem Programm präsentieren wollte.

Hier können Sie einen ersten Eindruck der CD bekommen:


Deutsch-Italienisches Rezital Lorenzo GhielmiBild Lorenzo Ghielmi

Italienisches Flair brachte am 16. Juli Lorenzo Ghielmi in die Lausitz: In der evangelischen Kirche Crostau spielte er ein Cembalo-Rezital mit Werken von JS Bach, Georg Boehm und Domenico Zipoli: Alla maniera Italiana.

Reichsgraf Christian Heinrich von Watzdorf, Patron von Ort und Kirche Crostau, war ein persönlicher Bekannter Tomaso Albinonis und großer Musikfreund, der seinerzeit eine Silbermann-Orgel für die Gemeinde stiftete - insofern lag der mediterran-deutsche Programmfokus nahe. Da die Orgel allerdings gerade restauriert wurde, präsentierte Lorenzo Ghielmi die musikalischen Beziehungen zwischen Italien und Mitteldeutschland auf dem Cembalo.

Hören Sie hier einen kleinen Live-Eindruck des Konzertes, einen Ausschnitt aus Bachs Concerto in stile Italiano:


Per-Sonat: Roman de Fauvel in Schloss EngersBild Per-Sonat

In sehr stilvollem Ambiente präsentierte Per-Sonat mit Sabine Lutzenberger am 8. Juli sein neues Programm rund um den Roman de Fauvel: Im Rahmen des Festivals Rheinvokal spielte das vierköpfige Ensemble Musik, die in Verbindung mit diesem satirischen Werk des Mittelalters steht, auf Schloss Engers. Zur Musik gab es außerdem noch Erläuterungen und launige Überleitungen von der Moderatorin Katharina Eickhoff.

Das Konzert wurde vom Sender SWR2 mitgeschnitten und wird am 30. Oktober ab etwa 22 Uhr auf dessen Programm zu hören sein.


Juni 2016


La Divina Armonia: Neue Bach-CD!Bild La Divina Armonia

Man denkt spontan an in Töne gegossenen Sonnenschein, bei dieser neuen CD von La Divina Armonia, die soeben beim belgischen Label Passacaille erschien: Selten hört man Bach so luzid und cantabel, gleichzeitig federnd-dynamisch und intensiv, tänzerisch und lyrisch!

Unter Leitung von Lorenzo Ghielmi, der auch das Cembalo spielt, sind darauf Bach'sche Concerti für Cembalo, für Violine, und das Tripelkonzert für Flöte, Violine und Cembalo, BWV 1044 zu hören, außerdem die Kantate Non sa che sia dolore. Als Solisten brillieren - neben Lorenzo Ghielmi - Alice Rossi, Sopran, Jan De Winne, Traversflöte, und Mayumi Hirasaki, Violine, und bescheren dem Hörer ein wahres Feuerwerk virtuoser Leichtigkeit, gepaart mit technischer Meisterschaft und Raffinesse.

Hier können Sie als erste Impression das Allegro aus Bachs Cembalokonzert BWV 1055 genießen:


Boreas Quartett Bremen auf TourBild Boreas Quartett Bremen

Es waren zwei konzertreiche Monate für die vier jungen Damen des Boreas Quartett Bremen: Zwischen Ende Mai und Ende Juni war das Blockflötenquartett wieder einmal als Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs in der Bundesauswahl junger Künstler des Deutschen Musikrats auf Tour durch Deutschland. Vom Schwarzwald bis an die Nordsee konzertierten sie unter anderem mit ihren Programmen Il Flauto Magico, Die Kunst der Fuge, aber auch mit ihrem neuen Kinderprogramm Die Bremer Stadtmusikanten.

Hören Sie hier, was die Hörer bei den Konzerten dieses charmanten Ensembles so begeistert:


Übrigens: Gerade haben die vier Musikerinnen ihr neuestes Programm vorgelegt: Luther tanzt - weltliche Musik der Luther-Zeit.
Kontaktieren Sie uns gerne für detaillierte Informationen!


Mai 2016


Hildegard-Tag in Brüssel mit Per-Sonat und Ordo VirtutumBild Ordo Virtutum

Ein ganzer Konzerttag, der Hildegard von Bingen gewidmet ist: Das renommierte Konzerthaus Bozar in Brüssel bewies am 21. Mai einmal wieder Mut auch zu ungewöhnlichen Programmen - und Geschmack in der Auswahl der Interpreten: Sowohl Ordo Virtutum unter Leitung von Stefan Morent, als auch Per-Sonat mit Sabine Lutzenberger und Baptiste Romain gehörten zu den (insgesamt drei) konzertierenden Ensembles.

In der Kapellekerk Brüssel brachte Ordo Virtutum ein weiteres Mal das Programm seiner Holland-Tournee mit Kompositionen von Hildegard und Hermann dem Lahmen zur Aufführung, während Per-Sonat - die spätestens seit Erscheinen ihrer enthusiastisch gefeierten Hildegard-CD im Jahr 2013 zu den renommiertesten Interpreten dieser Musik weltweit gehören - sich rein auf Hildegard beschränkte.

Hier können Sie ein Stückchen Hildegard mit Sabine Lutzenberger hören:


Hana Blažíková und Bruce Dickey: Breathtaking, first cut Bild Hana und Bruce

Es dauert nicht mehr lang, dann können Fans von Hana Blažíková und Bruce Dickey sich freuen und genießen: Der first cut der CD zum Programm Breathtaking ist da - und in Kürze wird dann auch die CD erscheinen.

Ein Konzert mit dem Programm am 6. August in Boppard, im Rahmen des Festivals Rheinvokal, muss übrigens leider wegen Krankheit ohne Hana stattfinden - an ihrer Stelle musiziert hier die kanadische Sopranistin Suzie LeBlanc mit Bruce Dickey. Doch ist für März 2017 bereits eine Tournee mit mehreren Breathtaking-Konzerten in den Niederlanden geplant.

Hören Sie hier schon einmal Sigismondo D'India's Langue al vostro languir als kleinen Vorgeschmack auf die CD:


April 2016


Schubert mit David Munderloh und Joshua RifkinBild David Munderloh

Franz Schuberts Liederzyklus Die schöne Müllerin stand auf dem Programm eines wunderbaren, intimen Konzertabends, den Tenor David Munderloh und Joshua Rifkin, Klavier, am 6. April im schweizerischen Basel gaben.

Um 20 Uhr brachten die beiden Musiker die 20 Lieder des Zyklus, mit denen sich beide bereits seit Jahren immer wieder befasst hatten, im Schmiedezunftsaal zum Klingen. Eine traumhafte Aufgabe für zwei außergewöhnliche Interpreten, die sich diesem Repertoire auf eine sicherlich ganz eigene, aber ohne jeden Zweifel immer sehr fundierte Weise näherten.

Hier finden Sie einen Live-Eindruck von diesem Konzert:


Ordo Virtutum auf Tournee durch die NiederlandeBild Ordo Virtutum

Musik von Hildegard von Bingen und Hermann dem Lahmen, von dem Hildegard sich immer wieder inspirieren ließ und die sie sammelte, wird Ensemble Ordo Virtutum unter Leitung von Stefan Morent vom 17. bis zum 24. April in acht Konzerten in Holland präsentieren.

Das Besondere daran ist auch, dass Stefan Morent, obwohl man diese Werke aus dem Codex Dendermonde heute meist von Frauenstimmen interpretiert hört, in diesen Konzerten ganz auf Männerstimmen setzt. Denn mehr als 40 Jahre lang hatte Hildegard in Disibodenberg die Benediktinermönche singen hören - und den Codex Dendermonde schließlich schenkte sie den Zisterziensermönchen in Villers. So hält es Morent für sehr wahrscheinlich, dass ihre Musik dort auch von den Mönchen gesungen wurde, und möchte sich klanglich an dieser These orientieren.

Die Konzerte finden unter anderem in Amsterdam, Rotterdam, Delft, Maastricht und Utrecht statt. Hier finden Sie den genauen Tourplan sowie die Möglichkeit, Karten zu bestellen.


März 2016


Laurence Dreyfus: Portrait auf BR KlassikBild Laurence Dreyfus

Über sich selbst, seine künstlerischen Aktivitäten und über die Musik, die er liebt, sprach Laurence Dreyfus am 31. März eine Stunde lang in der Sendung "Klassik Plus" auf dem deutschen ARD-Sender BR Klassik.
Hier finden Sie weitere Informationen.

Übrigens: Vom 25. bis 30. August 2016 findet einer der seltenen Meisterkurse mit Laurence Dreyfus im wunderschönen Schloss Seehaus nahe Nürnberg statt. Hier finden Sie die Details!


Ensemble Villancico auf BR KlassikBild Ensemble Villancico

Knapp ein Jahr nach ihren zwei Auftritten mit Liveübertragung bei der langen Nacht der Alten Musik, einem Alte-Musik-Event des Bayerischen Rundfunks im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, war eines der damaligen Konzerte von Ensemble Villancico unter Leitung von Peter Pontvik wieder im Bayerischen Rundfunk zu hören.

Am 25. März um 22:05 Uhr konnte man das Programm Schnee im Feuer auf BR Klassik genießen.


La Divina Armonia: Tournee in Holland und BelgienBild La Divina Armonia

Am 8. März ging es los: In sechs Konzerten präsentierte Barockorchester La Divina Armonia unter Leitung von Lorenzo Ghielmi, der auch für die Orgelsoli verantwortlich zeichnete, in sechs Konzerten ein prächtiges Programm rund um Arcangelo Corelli und Georg Friedrich Händel - zwei gleichermaßen renommierte Komponisten, die sich Anfang des 18. Jahrhunderts in Rom gar persönlich kennengelernt haben, und dabei naturgemäß auch ein Stück weit in Konkurrenz zueinander standen.

Das Programm war zwischen 8. und 13. März in Brüssel, Maastricht, Utrecht, Rotterdam, Dronten und Vlissingen zu hören; gespielt wurden neben den Concerti Grossi Corellis Händel'sche Orgelkonzerte (ausgeziert durch Lorenzo Ghielmis brillante Improvisationskunst), für deren Einspielung auf zwei CDs La Divina in den letzten Jahren zahlreiche Auszeichnungen erhielt; unter anderem einen Diapason d'or d'année.

Das Konzert am 10. März aus Tivoli Vredenburg Utrecht wurde live auf Radio MAX ausgestrahlt. Hier können Sie es nachhören!


PHANTASM in Oxford, London - und live auf BBC 3Bild PHANTASM

Am 2. März war PHANTASM mit Laurence Dreyfus einmal wieder in Oxford zu Gast: Gemeinsam mit dem Choir of Magdalen College Oxford gestalteten die Gambisten einen Evensong in der Kapelle des Colleges.
Auch Kontinentaleuropäer übrigens können diesen Gottesdienst hier bis Ende März nachhören.

Am 4. März trat PHANTASM das nächste Mal live in BBC 3 auf: In der Sendung »In Tune« wurden Gespräche mit Laurence Dreyfus, sowie Musik von William Lawes und Henry Purcell direkt aus dem Studio gesendet.
Hier kann man auch diese Sendung bis zum 1. April nachhören. PHANTASM beginnt bei 7'20.

Diese Übertragungen waren auch ein Vorgeschmack auf PHANTASMs Konzert am 7. in der Wigmore Hall in London, das zweite Konzert der Purcell-Reihe des Consorts dort, mit Werken für bis zu sieben Gamben nicht nur von Purcell selbst, sondern auch von Gibbons, Jenkins, Lawes, Ward und Parsons.


Sabine Lutzenberger: Johannespassion mit Frieder BerniusBild Sabine Lutzenberger

Zum ersten Mal trat Sabine Lutzenberger am 21. und 22. März mit dem Kammerchor Stuttgart und dem Stuttgarter Barockorchester unter Frieder Bernius auf; eine Zusammenarbeit, die sie sehr genoss.

In zwei Konzerten in Brixen und Bozen sang sie die Altarien in Bachs Johannespassion - und bewies damit einmal wieder die erstaunliche Flexibilität und Vielseitigkeit ihrer so wunderbar bruchlosen Stimme: Als Mezzosopranistin mit einer leichten Höhe und einer erstaunlich kräftigen, aber drucklosen Tiefe fühlt sie sich sowohl in den Sopranpartien Monteverdis oder Caccinis, als eben auch in den Altarien eines Bach oder Händel vollkommen zu Hause.
Und überall kommen ihre großen Stärken zum Tragen: Hervorragende Intonation, perfekte Fokussiertheit der Töne und vor allem ungeheuer expressive und bewusste musikalische Gestaltung des Textes.

Hören Sie hier ein Stück Bach aus einem Live-Mitschnitt mit ihr.


Februar 2016


Ars Antiqua Austria in Clermont-FerrandBild Ars Antiqua Austria

Zwei sehr bejubelte Konzerte mit einer Auswahl aus Heinrich Ignaz Franz von Bibers Rosenkranzsonaten spielten Ars Antiqua Austria mit Gunar Letzbor, Violine, am 2. und 3. Februar auf Einladung der Comédie im französischen Clermont-Ferrand in ihrer üblichen, packend-mitreißenden und sehr charismatischen Interpretationsweise, der man sich als Hörer kaum entziehen kann.

Für diese virtuosen und hochkomplexen Sonaten, deren jede eine andere Stimmung der Violine verlangt, reiste Letzbor mit vier Geigen - sonst wäre ein solches Programm an einem Abend kaum möglich gewesen.

Entsprechend groß war denn auch die Begeisterung des Publikums. Hören Sie hier, warum.


Lorenzo Ghielmi auf Japan-TourneeBild Lorenzo Ghielmi

Zwei Wochen lang erfreute Organist und Cembalist Lorenzo Ghielmi seine - inzwischen sehr zahlreichen - japanischen Fans mit einer Reihe von Konzerten in Hallen mit bis zu 2.000 Plätzen, die sämtlich ausverkauft waren.

Seine Tour begann mit Rezitals in Mito, Gifu und Tokio, dazu spielte er mehrere Duo-Konzerte mit Geigerin Mayumi Hirasaki.
Am 11. Februar wurde sein Orgelrezital im Metropolitan Theatre Tokio gar im japanischen Fersehen übertragen.

Hier können Sie nachvollziehen, was die japanischen Tasten-Liebhaber so begeistert.


Bruce Dickey in USA und MexikoBild Bruce Dickey

Seit dem 30. Januar ist Zinkenist Bruce Dickey auf Tournee in den USA und Mexiko. Seine Verpflichtungen dort begannen mit einem Konzert im Metropolitan Museum in New York, zusammen mit Julliard 415 und Jordi Savall, es folgten Konzerte mit dem Organisten Liuwe Tamminga beim Oaxaca International Organ and Early Music Festival in Mexiko, sowie in diversen Städten der USA, wie Arizona, Palm Springs, Eugene oder Cleveland, bevor beide Musiker Anfang März wieder nach Europa zurückkehrten.

Auf dem Programm der Konzerte standen Werke von Bruce Dickeys jüngster CD La Bella Minuta, die er mit spanischer und mexikanischer Orgelmusik kombinierte. Der Zink wird hier gewissermaßen zu einem Teil der Orgel, da er in diesen polyphonen Stücken den höchsten Part übernimmt, und - wir sprechen von Bruce Dickey! - natürlich reich diminuiert.

Gewinnen Sie hier einen Eindruck in seine traumhafte Verzierungskunst!


Januar 2016


London Fortepiano Trio in ÖsterreichBild London Fortepiano Trio

Mozart in Salzburg mit dem London Fortepiano Trio - das war ein Fest für Auge und Ohr. Denn Hiro Kurosaki, Violine, Herbert Lindsberger, Viola, und Linda Nicholson, Hammerflügel, konzertierten nicht nur im Tanzmeistersaal des Mozart-Wohnhauses, sondern auch noch auf den Originalinstrumenten aus Mozarts Besitz: Von der Violine bis zum Walter-Flügel!

Das Konzert fand am 30. Januar im Rahmen der traditionsreichen Salzburger Mozartwoche statt, und auf dem Programm standen neben dem Duo C-Dur für Violine und Viola von Mozarts Freund Johann Michael Haydn auch Mozarts Sonate in Es für Klavier und Violine, KV 481, und das Trio Es-Dur für Klavier, Klarinette (ausgeführt mit Violine) und Viola, KV 498, das sogenannte Kegelstatt-Trio.

Hören Sie hier ein Stückchen Mozart mit dem London Fortepiano Trio - in diesem Falle mit Martin Fritz, Cello.


Sabine Lutzenberger in Caccini-OperBild Sabine Lutzenberger

In einer Paraderolle für ihre so wunderbar ruhig und gerade geführte Stimme war Sopranistin Sabine Lutzenberger vom 28. Januar bis zum 1. Februar zu hören: Sie sang die Melissa in Francesca Caccinis Oper La liberazione di Ruggiero dall'isola d'Alcina.

Die konzertanten Aufführungen des Werks fanden im AMUZ Antwerpen, dem Conservatoire in Brüssel, dem Chateau de Versailles und dem Herkulessaal der Münchner Residenz statt, bestritten von den Stimmen und Instrumentalisten des Huelgas Ensemble unter Leitung von Paul Van Nevel.


PHANTASM im Wiener KonzerthausBild PHANTASM

Um Schutzengel und Sündenböcke ging es im vom Publikum enthusiastisch bejubelten Konzert von PHANTASM am 20. Januar im Wiener Konzerthaus, in dem die Gambisten unter Leitung von Laurence Dreyfus zeigten, wie Musik zu allen Zeiten auf historische Ereignisse reagierte und wie Komponisten Partei ergriffen.

In dem Programm, das im Rahmen des Festivals Resonanzen am Wiener Konzerthaus stattfand, beleuchtete das Consort also irdische Katastrophen und deren überirdische Interpretationen anhand diverser Werke von Komponisten wie Byrd, Tallis, Purcell und anderen: Große Ereignisse, reizvoll verpackt in Musik für fünf Gamben.

Das Konzert wurde vom österreichischen Rundfunk mitgeschnitten und am 2. Februar ausgesendet.


Laurence Dreyfus: Aktuelles von Bach in ParisBild Laurence Dreyfus

Actualités de Bach war eine Konferenz am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Dance in Paris überschrieben, bei der am 11. und 12. Januar Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern zusammenkamen, um die neuesten Aspekte der Bachforschung zu erklären und zu besprechen.

Unter den Vortragenden war auch Laurence Dreyfus, der eingeladen war, um die in seinem Buch Bach and the patterns of invention (erschienen bei Harvard University Press) dargelegten Forschungen und Theorien zu präsentieren und mit den Anwesenden zu diskutieren.


Dezember 2015


PHANTASM: Auszeichnungen auf drei KontinentenBild PHANTASM

Es nimmt kein Ende mit den Preisen und Auszeichnungen für PHANTASMs jüngste CD mit The Royal Consort von William Lawes, die das Gambenconsort unter Leitung von Laurence Dreyfus im vergangenen Sommer herausgebracht hat: Nachdem die Einspielung bereits in mehreren europäischen Rundfunksendern und Musikmagazinen (unter anderem BBC 3, BR, mdr, DR Dänemark, Schweiz, Irland, Italien...) zur Platte der Woche oder des Monats gewählt worden war, folgten inzwischen auch Auszeichnungen aus den USA, Neuseeland und Australien. Ein unglaubliches Echo für eine Einspielung englischer Consortmusik!

Zum Ende des Jahres 2015 wurde bekanntgegeben, dass die CD zur Platte des Jahres im australischen Musikmagazin Limelight gekürt wurde. Außerdem wissen wir seit kurzem, dass sie unter die drei Finalisten für die BBC music magazine awards 2016 zählt.
Unter diesem Link können Sie Phantasm Ihre Stimme dafür geben - die Abstimmung läuft noch bis zum 19. Februar!

Entdecken Sie hier, was die Kritiker so begeistert.


La Divina Armonia: first cut der neuen CDBild La Divina Armonia

Sie wird großartig: Soeben empfingen wir den first cut der neuen CD von La Divina Armonia unter Leitung von Lorenzo Ghielmi, auf der Bachs Cembalokonzert A-Dur, das Tripelkonzert a-Moll, ein Violinkonzert (Solistin: Mayumi Hirasaki) und die Kantate Non sa che sia dolore, gesungen von der jungen Sopranistin Alice Rossi mit Jan De Winne, Traversflöte, zu hören ist, und die im Frühsommer beim belgischen Label Passacaille erscheinen soll.
Darauf kommt hervorragend zur Geltung, was La Divina Armonia aus- und eben so besonders macht: Höchstes instrumentales und technisches Niveau bei musikalisch traumhaft intensiver Umsetzung - Dank exakt der richtigen Melange aus mediterranem Temperament und durchdachter Cantabilität.

Hier können Sie einen Vorgeschmack genießen: Ein Bach'sches Rezitativ, das aber - so kurz es ist - schon einen perfekten Eindruck dieser spannungsreichen Produktion vermittelt.


November 2015


Hana Blažíková und CordArteBild Hana Blazikova

Es war ein stilvoller Rahmen für ein glanzvolles Konzert: Am 28. November konzertierte Sopranistin Hana Blažíková gemeinsam mit dem Ensemble CordArte (Daniel Deuter - Violine, Heike Johanna Lindner - Viola da Gamba, Markus Märkl - Orgel) in der wunderschönen evangelischen Kirche im sächsischen Dippoldiswalde.
Im Rahmen des Festivals Sandstein und Musik brachten die Musiker hier ihr Programm O Jesu dulcis mit deutschen Barockkantaten und geistlichen Konzerten von Komponisten wie Schop, Buxtehude, Pachelbel, Krieger und Biber zu Gehör: Ein Fest für die Sinne!

Lauschen Sie hier einem Stück von der gleichnamigen CD von Hana Blažíková und CordArte mit diesem Programm.


Lorenzo Ghielmi: Meisterkurs in LeipzigBild Lorenzo Ghielmi

Fünf Tage lang gab Lorenzo Ghielmi vom 17. bis 21. November in Leipzig einen Meisterkurs zur Aufführungspraxis der Orgelwerke Johann Sebastian Bachs.
Der vom Bach Archiv Leipzig veranstaltete Kurs diente auch der Vorbereitung junger Organisten, die im kommenden Jahr beim Bach-Wettbewerb teilnehmen werden.

Auf dem Programm für die öffentlichen Unterrichtseinheiten, die in der Hochschule für Musik in Leipzig stattfanden, standen Präludien und Fugen, Sonaten und Orgelchoräle des Thomaskantors. Die Ergebnisse der Arbeit an diesen Werken wurden schließlich am 22. November in einem Konzert präsentiert.
Hören Sie hier einen Satz aus der letzten Einspielung des Ensembles mit Musik von Bach.


"Breathtaking": CD-Einspielung und KonzertBild Hana und Bruce

Pure Glücksgefühle für Zinkenist Bruce Dickey, Sopranistin Hana Blažíková, und ihre Kollegen Veronika Skuplik und Catherine Aglibut, Violine, Jakob Lindberg, Theorbe, Mieneke van der Velden, Gambe und Kris Verhelst, Cembalo und Orgel: Eine Woche lang arbeiteten sie in Antwerpen an der Einspielung der CD Breathtaking, die zweifelsohne zum Besten gehören wird, was im Bereich dieses Repertoires jemals erschienen ist!

Auf dem Programm standen dabei Werke von Komponisten wie Corradini, Palestrina, Sances und Scarlatti, aber auch ein speziell für dieses Projekt entstandenes und höchst publikumsfreundliches Stück der griechischen Komponistin Calliope Tsoupaki.
Pure Begeisterung erntete denn auch das die Woche abschließende Konzert im ausverkauften Antwerpener AMUZ am 27. November: Die sich so wunderbar ergänzenden Klänge von Sopran und Zink, der Farbenreichtum und die emotionale Vielfalt der dargebotenen Musik rissen das Publikum unwiderstehlich mit.

Hier können Sie auf YouTube einen ersten Eindruck dieses herrlichen Duos gewinnen.
Übrigens: Es ist noch ein Konzerttermin bei der Tournee des Programms am 5.8.2016 und mehrere bei einer Tournee 2017 (6.-13.8.) verfügbar!


Oktober 2015


La Divina Armonia: Passione NapolitanaBild La Divina Bronnbach

Welch reizvolle Schätze nach wie vor ungehoben in neapolitanischen Musikarchiven schlummern bewies Lorenzo Ghielmi einmal mehr in einem Konzert mit seinem Ensemble La Divina Armonia. Am 10. Oktober spielte die italienische Gruppe ein Konzert mit neapolitanischen Werken zum Marienmonat Oktober - Lamentationen von Feo und Gasparini, Sonaten von Avitrano und Pergolesis bekanntes Stabat Mater - im Rahmen der Konzertreihe Bronnbacher Klassik in der prachtvollen Kirche von Kloster Bronnbach.

Mehrere der hier mit den beiden jungen Sängerinnen Daniela Gerstenmeyer (Sopran) und Anja Schlicht (Alt) aufgeführten Werke entdeckte Lorenzo Ghielmi zufällig im Nachlass eines Schweizer Musikwissenschaftlers und edierte sie selbst, und so erlebte beispielsweise Feos Lamentazione a voce sola di soprano in diesem Konzert ihre Erstaufführung in moderner Zeit.


Laurence Dreyfus: Take Two releaseBild Laurence Dreyfus

Das neue Album Take Two der renommierten Geigerin Patricia Kopatchinskaja wurde am 5. Oktober in Berlin erstmals Presse und Öffentlickkeit vorgestellt. Sie erklärt darauf ihrer Tochter die Musik, insbesondere die wichtige Rolle der Kommunikation dabei. Dafür lud sie einige ihrer musikalischen Freunde ein, mit ihr Duos zu spielen - vom Mittelalter über Renaissance und Barock, bis hin zur zeitgenössischen Musik.
Zusammen mit dem Gambisten Laurence Dreyfus brachte sie dabei Werke von Machaut, Gibbons und aus dem Winchester Troparium zu Gehör, und auch beim Release-Konzert im Berliner Club A-Trane war Dreyfus natürlich zu hören.

Hier können Sie einen Eindruck von der Intensität dieser Zusammenarbeit gewinnen: Im Video eines Konzertes, bei dem die beiden Musiker im September 2014 in der Berliner Philharmonie eine Fantasie von Gibbons spielten.


Linda Nicholson: FeinarbeitBild Linda Nicholson

Das hört man nicht oft: Am 3. Oktober präsentierte Linda Nicholson in der Art Workers Guild, London, ein Recital für Feinschmecker. Abwechselnd auf einem Tangentenflügel und einem Clavichord spielte sie Werke von Mozart, Haydn und Händel, aber auch unbekanntere Stücke von Paradisi, Platti und Wagenseil. Ein wunderbares Programm, um diese beiden so sensiblen Instrumente in all ihrem Farbenreichtum vorzustellen - und eine seltene Gelegenheit, sie im direkten Vergleich zu erleben.
Linda Nicholson spielte dabei auf einem Hass-Clavichord von 1767 und einem Tangentenflügel aus der gleichen Periode aus ihrer Sammlung historischer Tasteninstrumente.

Dieses schon im Vorfeld mit großem Interesse bedachte und vom Publikum mit höchster Spannung und Konzentration verfolgte Konzert der British Clavichord Society wurde von der BBC mitgeschnitten und wird am 29. November um 14 Uhr englischer Zeit auf BBC 3 zu hören sein.

Hier finden Sie schon im Vorfeld einige Klangbeispiele der Tastenvirtuosin auf der BBC artist page von Linda Nicholson.


il Gardellino in Brüssel, Korea und SüdamerikaBild il Gardellino

Ein glanzvoller Abend: Am 1. Oktober spielte il Gardellino unter Leitung von Marcel Ponseele sein neues Bach-Programm im Bozar Brüssel: Die drei Solo-Kantaten BWV 146, 52 und 51, deren anspruchsvolle Sopranpartien von Sophie Karthäuser übernommen wurden, dazu diverse Solo-Concerti und das Brandenburgische Konzert Nr.5.

Neben Karthäuser und Ponseele brillierten auch Jan De Winne, Traverso, sowie Mayumi Hirasaki, Violine und Lorenzo Ghielmi solistisch in diesem Konzert und garantierten für einen wirklich fantastischen Abend. Der belgische Klassiksender KLARA schnitt die Aufführung mit.

Eine Woche später reiste das Ensemble mit einem kammermusikalischen Programm nach Südkorea, wo es in Daejon konzertierte, und vom 28. Oktober bis zum 4. November schließlich tourt il Gardellino durch Chile und Argentinien, wo Musik diverser Barockomponisten in unter anderem Valparaiso, Santiago de Chile und Buenos Aires erklingt.


September 2015


CD-Einspielung La Divina ArmoniaBild La Divina Armonia

Concerti von Bach, virtuos gespielt, lyrisch durchdacht: Freuen Sie sich auf die neue CD, die La Divina Armonia unter Leitung von Lorenzo Ghielmi am Cembalo soeben im italienischen Peglio eingespielt hat.

Auf dem Programm dieser Platte stehen Bachs Cembalokonzert A-Dur, das Tripelkonzert a-Moll, ein Violinkonzert (Solistin: Mayumi Hirasaki) und die Kantate Non sa che sia dolore, gesungen von der jungen Sopranistin Alice Rossi, begleitet von Jan De Winne, Traversflöte.
Die CD wird im Frühjahr 2016 beim flämischen Label Passacaille erscheinen.

Hören Sie hier einen Satz aus der letzten Einspielung des Ensembles mit Musik von Bach.


Phantasm: Schottische ErfolgeBild Phantasm und Tenebrae

Lammermuir gilt als eine der schönsten Ecken Schottlands und beheimatet außerdem ein sehr reizvolles Festival, das seine Besucher zu Konzerten in alten Kirchen und prächtigen Landhäusern einlädt. PHANTASM war im Lammermuir Festival in diesem Jahr gleich mit zwei Programmen zu Gast.

Ein Nachtkonzert mit Bachs Kunst der Fuge spielte das Consort unter Leitung von Laurence Dreyfus am 18. September in der Kirche St Mary's in Haddington, wo es am 19. September dann Instrumentalmusik und - zusammen mit dem renommierten englischen Vokalensemble Tenebrae unter Nigel Short - Verse Anthems von Orlando Gibbons zu Gehör brachte.

Beide Konzerte wurden mit geradezu hymnischen Kritiken bedacht, unter anderem im Guardian, the Scotsman oder auf Artsdesk, und die Zusammenarbeit mit Tenebrae war für für alle Beteiligten so erfreulich, dass sie nun weitere gemeinsame Projekte planen.
Wir schicken Ihnen gerne nähere Informationen dazu auf Anfrage.


"Breathtaking" sucht Unterstützer!Bild Hana und Bruce

Es ist ein tatsächlich atemberaubendes Projekt, das Hana Blažíková, Sopran, und Bruce Dickey, Zink, da gerade vorbereiten: In breathtaking - a voice and a cornetto entwined kann man sich auf einige jahrhundertelang vergessene Preziosen der italienischen Literatur für Zink und Stimme freuen - gesungen und gespielt von zwei der zweifelsohne weltweit besten Interpreten in ihrem jeweiligen Fach.

In Werken von Komponisten wie Corradini, Palestrina, Sances oder Scarlatti, aber auch in einer speziell für dieses Projekt entstandenen Komposition der griechischen Komponistin Calliope Tsoupaki zeigen die beiden Musiker, unterstützt von zwei Violinen und einer Continuogruppe, wie nahe sich Stimme und Blasinstrument im Grunde sind - und wie wunderschön die Stücke, die für diese reizvolle Besetzung entstanden.

Das Programm wird im November auf CD eingespielt und erstmals im Konzert zu hören sein. Doch Proben, Reisen und Aufnahmekosten müssen finanziert werden, und dafür hat Bruce Dickey nun eine Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo gestartet:
Hier können Sie das Projekt unterstützen, und finden weitere Informationen darüber.

Hier können Sie auf YouTube einen ersten Eindruck dieses herrlichen Duos gewinnen.


Hiro Kurosaki in UtrechtBild Hiro

Eine spannende Aufgabe, an der Hiro Kurosaki viel Freude hatte: Er war als Konzertmeister und Coach für die Streicher des Collegium Musicum Den Haag eingeladen, Musik von Händel, Pieter Hellendaal und Willem de Fesch zu proben und aufzuführen. Bei letzteren beiden handelt es sich um aus den Niederlanden stammende, aber in London tätige Komponistenkollegen Händels, die aber gleichzeitig auch eine Karriere als Konzertgeiger verfolgten. Entsprechend virtuos und anspruchsvoll sind ihre Werke für den Streicherapparat eines Orchesters.

Das Ergebnis der dreitägigen Probenarbeit konnte man schließlich am 2. September im Rahmen des Festival Oude Muziek Utrecht in der Geertekerk bei einem Konzert unter Leitung von Claudio Ribeiro genießen.
Die Aufführung wurde vom Concertzender Nederland mitgeschnitten.


Boreas: Die erste CD ist da!Bild CD Tye

Es ist die erste CD des Boreas Quartett Bremen, und die ist gleich so richtig gut geworden: In Nomine ist die Einspielung überschrieben, auf der sich die vier jungen Blockflötistinnen - gemeinsam mit Han Tol als fünfter Stimme - den In Nomine-Kompositionen Christopher Tyes (1498-1573) gewidmet haben.

Die Aufnahme kam am 15. September beim Label cpo heraus, und lässt Consort-technisch und musikalisch keinerlei Wünsche offen. Die Stücke schwingen und atmen, die Musikerinnen wirken präzise und homogen zusammen, beschwören mit ihrer luziden Spielweise und hervorragenden Intonation je nach Stück mal eine geradezu meditativ-abgehobene Atmosphäre, mal düstere Weltabgewandtheit, mal intensivste Lebensfreude herauf.
Blockflöten-Consort at its best!

Überzeugen Sie sich hier selbst von den Qualitäten dieser neuen CD.


August 2015


PHANTASM in UtrechtBild Lawes-CD

England, my England lautete das Thema des diesjährigen Festival Oude Muziek Utrecht - das dem Gambenconsort PHANTASM repertoiretechnisch naturgemäß geradezu auf den Leib geschneidert schien.

Am 30. August spielte das Gambenconsort unter Leitung von Laurence Dreyfus hier ein Konzert mit diversen Setts aus William Lawes' The Royal Consort - ein Programm, das aus der im Mai erschienenen jüngsten CD des Ensembles zitierte, die in England seit Monaten auf den Spitzenplätzen der Classical Charts steht und mit ihrer tänzerischen Energie selbst Consort-Neulinge von den ungemein belebenden Qualitäten dieser Musik überzeugt.
Zu hören war das Konzert von PHANTASM um 22:30 Uhr im Hertz-Saal des Tivoli Vredenburg. Der Concertzender Nederland nahm es zur späteren Ausstrahlung auf.

Genießen Sie hier einen Eindruck dieses wunderbaren, wenn auch vielleicht nicht gerade Nachtschlaf-förderlichen Programms!

Am Vormittag des 31. August gab Laurence Dreyfus im Rahmen des Festivals auch eine Masterclass zum englischen Repertoire für den Nachwuchs in Sachen Gambenconsort. Das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit wurde anschließend in einem Fringe-Konzert präsentiert.


Jan De Winne: Handel and friends in UtrechtBild Konzert Jan De Winne

»Aus Händels Schatten«, so war ein Konzert beim Festival Oude Muziek Utrecht überschrieben, in dem Traversflötist Jan de Winne, zusammen mit Marco Testori, Cello, und Aurélien Delage, Cembalo, Werke von Händel selbst, John Stanley, Alessandro Besozzi und Carl Friedrich Weideman zu Gehör brachte.

Dieses ungewöhnliche, aber höchst reizvolle Programm basierte auf der Montagu Music Collection aus Boughton House in England, aus der Jan De Winne einige der schönsten Kompositionen ausgesucht hatte. Insbesondere eine Sonate Carl Friedrich Weidemans muss dabei unbedingt zu den interessantesten Neuentdeckungen der letzten Jahrzehnte im Flötenrepertoire gerechnet werden, die nicht nur durch ihre enorme Virtuosität begeistert, sondern auch durch ihre durchdachte Kontrapunktik, die originelle Harmonik.

Hier können Sie auf unserem YouTube-Kanal selbst einen Eindruck davon gewinnen.


Breathtaking: Klickrekord auf FacebookBild Hana Blazikova

Atemberaubende 3.700 Klicks am ersten Tag - wer bisher der Ansicht war, Musik aus der Zeit um 1700 für Sopran und Zink sei wohl eher eine Angelegenheit für Spezialisten und Early-Music-Nerds, den belehrte die Generation Facebook nun eines Besseren: Das Preview-Video von der ersten Probenphase des Programmes breathtaking - a voice and a cornetto entwined mit Hana Blažíková, Sopran, und Bruce Dickey, Zink, erreichte die 3.700 Betrachter innerhalb von knapp 24 Stunden, nachdem es online gegangen war.

Kein Wunder: Sehen Sie hier, was die Facebook-Gemeinde so begeistert hat!

Dieses so publikumswirksame Projekt wird im November 2015 auf CD eingespielt und erstmals im Konzert zu hören sein, bevor die Musiker 2016 und 2017 damit auf Tournee gehen werden. Kontaktieren Sie uns gerne für mögliche Termine!


Joshua Rifkin: Die schöne MüllerinBild Joshua Rifkin

»Ich frage mich oft, wie Schubert das gemacht hat«, gesteht Joshua Rifkin, der sich als Dirigent, Pianist und Musikwissenschaftler seit Jahrzehnten immer wieder und mit stetig wachsender Begeisterung mit Schuberts Werk auseinandergesetzt hat.

Am 29. August führte er als Pianist im Rahmen des Festival Music and More in New Marlborough, USA, gemeinsam mit dem amerikanischen Tenor Frank Kelley Schuberts 1824 veröffentlichten Liederzyklus Die schöne Müllerin auf, der ihm seit Jahren besonders am Herzen lag.
Das Publikum reagierte begeistert, und für die Zukunft denkt Joshua Rifkin nun an mehr Schubert....


PER-SONAT in Laus Polyphoniae AntwerpenBild PerSonat

Petrus Alamire (1470-1536) war Schreiber, Herausgeber, Diplomat, Bergwerkskundiger und Spion, musizierte und komponierte – und die prachtvoll ausgezierten Stimmbücher aus seiner Werkstatt sind heute oft die einzige Quelle für Werke von Komponisten wie Josquin, de la Rue oder Isaak.
Dieser höchst schillernden und musikhistorisch so bedeutsamen Persönlichkeit widmet das Festival Laus Polyphoniae in Antwerpen seine diesjährige Edition, und da durfte PER-SONAT unter Leitung von Sabine Lutzenberger natürlich nicht fehlen - handelt es sich doch bei den in Alamires Büchern verewigten Komponisten um Kernrepertoire des Ensembles.

Ein besonderer Reiz des Konzertes am 22. August im Antwerpener AMUZ lag auch darin, dass Motetten aus einer Handschrift Alamires zur Aufführung kamen, die Kaiser Karl V. dem Augsburger Raymund Fugger schenkte, von der aber das Superius-Stimmbuch verloren ist. Darob machten sich Sabine Lutzenberger und ihre Mistreiter auf die Suche nach Konkordanzen, um die Superius-Stimme zu ergänzen - und wo sie solche nicht fanden, komponierten sie die Stimme im Stile der Zeit selbst neu.

So waren in Antwerpen also nicht nur Werke der frühen Renaissance zu hören, sondern auch diverse Uraufführungen. Ein spannender Abend!


Boreas Quartett: Lichtspiele in AntwerpenBild Boreas in concert

Sie sind jung, sie sind wirklich gut - und sie haben höchst originelle Ideen: Was die vier reizenden Blockflötistinnen des Boreas Quartett Bremen am 21. und 22. August beim Concert Walk des Festivals Laus Polyphoniae Antwerpen einmal mehr unter Beweis stellten.

In Zusammenarbeit mit der Lichtkünstlerin Katharina Berndt präsentierten sie dort ein Programm mit Musik aus Renaissance und Gegenwart, das von Berndt live mit Licht und Schatten untermalt und illustriert wurde: Eine höchst ansprechende Idee - technisch und musikalisch hervorragend umgesetzt; und bei aller Publikumswirksamkeit doch erstaunlich unaufwändig auf die Bühne zu bringen.

Sehen Sie hier einen Ausschnitt aus diesem faszinierenden Lichtspiel-Programm.


Lorenzo Ghielmi: Konzerttrilogie bei Bachwoche AnsbachBild Lorenzo Ghielmi

Gleich drei Konzerte spielte der Organist, Cembalist und Fortepianist Lorenzo Ghielmi in der diesjährigen Ansbacher Bachwoche:

Am 4. August um 19:30 Uhr widmete er sich an der Wiegleb-Orgel in St. Gumbertus der Musik von Bach und seinen Lehrern Georg Böhm und Dieterich Buxtehude.
Am 5. August brachte er um 15 Uhr gemeinsam mit seinem Bruder Vittorio Ghielmi, Viola da Gamba, im Prunksaal der Residenz Kammermusik von Bach, Abel und CPE Bach für Fortepiano und Gambe zum Klingen, und zwar auf dem Nachbau eines Silbermann-Fortepianos aus seinem Besitz, dessen Original im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg steht.
Am 6.8. stand eine Auswahl von Werken aus dem Wohltemperierten Clavier II auf dem Programm eines Konzertes in St. Gumbertus, bei dem wiederum die dortige Wiegleb-Orgel zum Einsatz kam.

Alle drei Konzerte wurden von BR Klassik mitgeschnitten; das Kammermusik-Programm wurde am 5. September ausgestrahlt, für die anderen beiden Konzerte steht noch kein Sendetermin fest.

Genießen Sie hier einen Eindruck des wunderbar lyrischen und mitreißenden Orgelspiels Lorenzo Ghielmis!


PHANTASM in Frankreich und FinnlandBild Phantasm

Zwei Mal Bach: Gambenconsort PHANTASM präsentierte - unter der kundigen Leitung von Bachforscher Laurence Dreyfus - Anfang August zwei Konzerte mit der Kunst der Fuge des Thomaskantors.

Am 5. August erklang das Werk in Gesellschaft von Mozarts Bearbeitungen Bach'scher Fugen aus dem Wohltemperierten Clavier für Streichquartett in der Kirche von Millay in der Bourgogne, im Rahmen des Festivals Le Vent sur l'Arbre.

Am 7. August spielten die vier Gambisten die Bach'sche Fugensammlung dann im BRQ Festival Vantaa in Finnland.

Hören Sie hier, wie spannend dieses oft als akademisch und trocken bezeichnete Werk bei Phantasm klingt.


Juli 2015


Südamerika-Tournee il GardellinoBild il Gardellino

Mit Georg Philip Telemann & friends war das flämische Ensemble il Gardellino rund um Marcel Ponseele, Oboe, und Jan De Winne, Traverso, und gemeinsam mit dem Blockflötisten Peter Van Heyghen eine Woche lang in Südamerika unterwegs.

Vom 12. bis zum 19. Juli tourten die Musiker durch Uruquay und Kolumbien, konzertierten unter anderem in Medellin und Montevideo, wo sie auch eine Masterclass für den südamerikanischen Barock-Nachwuchs gaben.

Hier können Sie hören, wie sich il Gardellino dem Telemann'schen Werk nähert.


PHANTASM: Dowlands LachrimaeBild Phantasm

Nach dem überwältigenden Echo, das die jüngste CD des Gambenconsorts PHANTASM unter Laurence Dreyfus (William Lawes The Royal Consort) zeitigte, spielten die Gambisten zusammen mit Elizabeth Kenny, Theorbe, Anfang Juli in der Kapelle des Magdalen College Oxford bereits die nächste Aufnahme ein: John Dowlands Lachrimae.

Drei Nächte lang arbeitete das Ensemble an seiner Interpretation dieses Kernrepertoires für ihre Besetzung, und man kann auf die im Mai 2016 bei Linn Records erscheinende Aufnahme durchaus gespannt sein - denn dank PHANTASMs einzigartig intensiver und energiegeladener Herangehensweise an die Musik dürfte die CD Dowlands Gaillards und Pavanes in einem ganz neuen und sicherlich sehr spannenden Licht erscheinen lassen!

Hören Sie hier einen Ausschnitt aus dem first edit.


Bruce Dickey in Sasha Waltz' Orfeo in BerlinBild Bruce Dickey

Nach der Premiere im Herbst 2014 in Amsterdam und Gastspielen beim Bergen-Festival und in Baden-Baden war Sasha Waltz' hochgepriesene Produktion von Monteverdis Orfeo vom 1. bis zum 6. Juli an der Staatsoper unter den Linden in Berlin zu Gast.

Als Zinkenist war hier mit dem Freiburger Barockorchester und dem Vocalconsort Berlin unter der Leitung von Pablo Heras-Casado auch Bruce Dickey im Einsatz - wie übrigens beinahe immer, wenn irgendwo auf der Welt eine hochkarätig besetzte Monteverdi-Oper gespielt wird.

Hören Sie ihn hier solistisch auf dem Zink konzertieren - und Sie wissen, warum.


Juni 2015


laReverdie in PotsdamBild laReverdie

Die Zwölf Gärten ist der Titel eines Andachtstextes, der um das Jahr 1435 von der heiligen Katharina von Bologna verfasst wurde und in dem die spirituelle Reise einer Seele durch diverse Gärten zur Einheit mit Christus beschrieben ist.
Diesem wunderbaren mystischen Text haben die Musikerinnen von laReverdie nach aufwändiger wissenschaftlicher Recherche Kompositionen unterlegt, die im Kloster der heiligen Katharina seinerzeit in Gebrauch waren, und konnten so eine Laudes zusammenstellen, wie sie dort tatsächlich erklungen sein könnte.

Zu hören war diese mystisch inspirierte Laudes zuletzt am 25. Juni in einem Konzert im Rahmen der Musikfestspiele Potsdam-Sanssouci in der Ovid-Galerie in den Neuen Kammern Sanssouci.


PHANTASM in den Charts - und der Wigmore HallBild Lawes-CD


Am 21. Mai erschien bei Linn Records die neueste CD von PHANTASM unter Laurence Dreyfus, mit William Lawes' The Royal Consort: Eine CD, die den Hörer förmlich vom Stuhl reißt und die bereits in der Woche nach ihrer Veröffentlichung in England auf Platz 2 der Specialist Classical Charts und selbst bei den Classical Artist Albums auf Platz 9 stand!
Gambenconsort schlägt André Rieu - wer hätte das jemals zu hoffen gewagt...?

Sowohl BBC 3, als auch mdr Figaro und der dänische Klassiksender kürten diese Aufnahme bislang zu ihrer jeweiligen CD der Woche, mit Aussagen wie »das beste Gambenensemble der westlichen Hemisphäre« oder »Phantasm is simply unique«. Welch ein Echo!

Genießen Sie hier einen Eindruck dieser mitreißenden Tanzmusik - mit der das Ensemble übrigens 2016 auf Tournee gehen wird.


Am 8. Juni gab PHANTASM außerdem sein Abschiedskonzert als Ensemble in Residence an der Universität und dem Magdalen College Oxford im Holywell Music Room Oxford. Auf dem Programm standen Highlights aus 200 Jahren englischer Consort-Musik

Am 9. Juni konzertierte das Gambenconsort dann wieder einmal in Englands feinster Adresse für Kammermusik: Der Wigmore Hall London, mit Musik von Henry Purcell.


PER-SONAT: Liebe und Rosen in PotsdamBild PerSonat

Der Jüngling Amant betritt einen paradiesischen Garten und verliebt sich - in eine Rose! Die ihn aber nicht ganz widerspruchslos als Liebhaber akzeptiert...
Dies ist, in Kurzfassung, die Handlung eines der berühmtesten Romane der Literaturgeschichte: Des Roman de la Rose, der im 13. Jahrhundert in Frankreich erschien, und Poeten und Musiker über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg zu wunderbaren Kompositionen inspirierte.

Eine Auswahl aus diesen Meisterwerken konnte man mit Sabine Lutzenberger und ihrem Ensemble PER-SONAT bei den diesjährigen Musikfestspielen Potsdam-Sanssouci erleben: Am 19. Juni präsentierte das Ensemble auf den Roman bezügliche französische Liebeslieder aus dem 13. und 14. Jahrhundert, unter anderem von Machaut, Solage und einigen Troubadours und Trouvères in der Ovid-Galerie Potsdam.

Hier können Sie einen Eindruck dieser herrlichen Musik gewinnen.


il Gardellino: Concerti in StockholmBild il Gardellino

Ein Traumprogramm im Rahmen des Stockholm Early Musik Festival rund um Marcel Ponseele, Oboe, und Jan De Winne, Traverso: il Gardellino konzertierte am 6. Juni im Abendkonzert in der Deutschen Kirche Stockholm mit seinem Programm Coulours of the winds!

Zu hören waren dabei Concerti von Händel, Franz Benda, Marcello, CPE Bach, Vivaldi und Fasch - zwei Stunden Holzbläsermusik in hervorragendster Interpretation, die Publikum und Kritik gleichermaßen entzückten!

Hier können Sie mit einem Satz aus Marcellos Oboenkonzert nachvollziehen, warum.


Mai 2015


PHANTASM brilliert in RegensburgBild Phantasm Reichssaal

Hochspannung in Gambe: Englische Consortmusik von Tye bis Purcell für fünf Gamben stand auf dem Programm eines Konzertes von PHANTASM unter Laurence Dreyfus bei den Tagen Alter Musik in Regensburg am 25. Mai im wunderschönen Reichssaal.

Publikum und Kritik schienen gleichermaßen enthusiastisch ob dieses ungemein intensiven und energiegeladenen Auftritts, dem es aber auch nicht an ätherisch-meditativen Momenten fehlte - und der dem Ensemble nicht nur im Bayerischen Rundfunk die Auszeichnung einbrachte, »das beste Gambenensemble unserer Zeit« zu sein, sondern der in einer Kritik auch als »Höhepunkt des Festivals« gerühmt wurde.


Joshua Rifkin und Concerto Palatino in RegensburgBild Concerto Palatino

Die Marienvesper Claudio Monteverdis ist ein Stück, das man heute gut zu kennen meint. Doch tatsächlich beruht das, was wir seit Jahrzehnten darunter verstehen, auf einem Missverständnis - das Joshua Rifkin mit dem Projekt Monteverdi 1610 ausräumen wollte.
Aus diesem Grund hatte seine Aufführung am 24. Mai bei den renommierten Tagen Alter Musik Regensburg mit dem absoluten Top-Ensemble für dieses Repertoire, Concerto Palatino, entsprechend der Anlage des Originaldrucks drei Teile: Um 14 Uhr erklang die Missa in illo tempore, um 17:30 Uhr die Concerti Sacrae Concentus und um 22:45 Uhr die Vespro della Beata Vergine - jeweils in der Dominikanerkirche Regensburg.

Neben den wunderbaren Bläsern und Streichern von Concerto Palatino durfte man sich dabei über eine höchst illustre Sängerbesetzung freuen, unter anderem Nele Gramß, Gerlinde Sämann, David Munderloh, Charles Daniels, Jan Van Elsacker, Markus Flaig, Julian Podger und Harry van der Kamp - und damit nicht nur über eine ganz neue Monteverdi-Erfahrung, sondern auch über ein wahres Klangfest. »In Regensburg ereignete sich das Wunder Monteverdi«, schrieb der Kritiker der Süddeutschen Zeitung schon in der Überschrift seiner Festivalbesprechung, die sich insgesamt fast ausschließlich den drei Rifkin'schen Konzerten widmete, über die sie das abschließende Urteil »Ein Wunder.« fällte.

Die ersten beiden Konzertteile wurden vom Deutschlandfunk und BR Klassik mitgeschnitten und werden am 9. Juli um 20 Uhr (BR) und 26. Juli um 21 Uhr (DLF) ausgestrahlt.


PER-SONATs neue CD ist da!Bild Walther-CD

Walther von der Vogelweide gilt als einer der bedeutendsten Minnesänger und Sangspruchdichter des Mittelalters, meisterhafter Lyriker und gleichzeitig gnadenloser Kritiker sozialer und gesellschaftlicher Missstände seiner Zeit. Leider sind nur wenige seiner Melodien erhalten geblieben, so dass Walthers herrliche Dichtungen in heutiger Zeit sehr selten zu hören sind.

Eine willkommene Herausforderung für Sabine Lutzenbergers Ensemble PER-SONAT: Für ihre jüngste CD haben sie Walthers Gedichten teils dessen eigene Melodien, teils solche seiner Zeitgenossen unterlegt, Fragmente ergänzt und einige Melodien gar im Stile der Zeit neu komponiert - eine gelungene Melange zwischen Historie und lebendiger Aufführungspraxis.
Heraus kam eine brillante CD, die Walthers schillernde Persönlichkeit in witzigen, anrührend-leidenschaftlichen oder auch wütenden Klängen abbildet - und damit durchgängig wunderschöne Musik bietet!

Hier können Sie in diese neue Aufnahme hineinhören.


PHANTASM in Brügge und OxfordBild Phantasm

Debut im Concertgebouw Brügge: Eine höchst kurzweilige Reise durch 150 Jahre exzentrischer britischer Kontrapunktik konnte man im flämischen Brügge am 15. Mai ab 20 Uhr erleben. PHANTASM unter Laurence Dreyfus gab hier Musik von Christopher Tye, Orlando Gibbons, Willam Byrd, William Lawes, Henry Purcell und anderen mit fünf Gamben und Theorbe zum Besten.

Am Tag darauf war das Gambenconsort dann gemeinsam mit dem Choir of Magdalen College Oxford im traditionellen Evensong in der Kapelle des Magdalen College zu hören.


April 2015


Ensemble Villancico: Geburtstag und Lange Nacht der Alten MusikBild Ensemble Villancico

»Acht Sänger, vier Instrumentalisten, zwei Tänzer und der lebhafte Dirigent Pontvik garantierten, dass das Publikum keinen müßigen Moment erlebte. Noch nie habe ich ein so mitreißend-fröhliches Ensemble gesehen - die Sänger lächeln fast die ganze Zeit, und nicht ohne Grund: Diese südamerikanische Barockmusik birst geradezu vor Freude und Expressivität«, so freute sich der Kritiker der wichtigsten schwedischen Tageszeitung, Dagens Nyheter, am 3. April über das Konzert in Stockholm, das Ensemble Villancico sich selbst zum 20. Geburtstag kredenzte.

Am 25. April waren die Musiker und Tänzer aus Stockholm dann bei der Langen Nacht der Alten Musik, einem Alte-Musik-Event des Bayerischen Rundfunks in Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, gleich in zwei Konzerten zu erleben, in denen sie mit zwei verschiedenen Programmen auftraten.

Beide Konzerte wurden live auf dem Hörfunksender BR Klassik übertragen.


PHANTASM on tourBild Phantasm

Von der grünen Insel ins grüne Thüringen: Gambenconsort PHANTASM mit Laurence Dreyfus erlebte im April intensive Tage.

Am 15. April begann eine Tournee des Ensembles mit einer konzertanten Gastvorlesung von Laurence Dreyfus an der Royal Irish Academy of Music in Dublin. Am gleichen Abend präsentierten die Musiker in der St. Ann's Church zusammen mit den Dublin Consort Singers Sacred Hymnes for voyces and vyols von John Amner.

Am 16. April stand ein weiteres Lecture-Konzert auf dem Programm und um 20 Uhr konzertierte PHANTASM dann in der City Hall The Rotunda mit Bachs Kunst der Fuge.

Dieses Werk erklang - neben den Mozart'schen Bearbeitungen von Bach'schen Fugen aus dem Wohltemperierten Klavier für Streichquartett - zwei Tage später auch im Rahmen der Thüringer Bachwochen: Am 18. April in der Bachkirche Arnstadt.


März 2015


Linda Nicholson: Loewe-CDBild Loewe-CD

Endlich ist es soweit: Die langersehnte CD von Fortepianistin Linda Nicholson mit Klavierwerken Carl Loewes ist beim englischen Label Toccata erschienen! Zu hören sind darauf die Mazeppa Op. 27, die Grande Sonate E-Dur Op. 16, die Zigeunersonate Op. 107 und die Alpenphantasie Op. 53, wobei es sich bei letzteren beiden um Weltersteinspielungen handelt, bei allen vier Werken um die erste Einspielung auf einem historischen Instrument.

Hören Sie hier in diese faszinierende Aufnahme hinein!

Währenddessen steht für Linda Nicholson auch schon das nächste Projekt an, bei dem sie unter dem Arbeitstitel Mediterrane Inspirationen für das Fortepiano Werke von Scarlatti, Paradisi, Platti, Soler, Giustini, und dem jungen Händel in Konzerten spielen und auf CD aufnehmen wird - kurz: Komponisten, deren Werk für Tasteninstrumente bislang noch weitgehend unbekannt ist.

Inspirieren ließ sich die Fortepianistin dabei auch von Instrumentenbauer Denzil Wraight, der soeben die Kopie eines Ferrini-Hammerflügels aus dem Italien des frühen 18. Jahrhunderts fertiggestellt hat - ein Instrument, das seinerzeit schon weit bekannter war, als bislang angenommen, wie Linda Nicholson herausfand.


Phantasm: Tomkins AufnahmeBild Phantasm

Und wieder ist eine neue CD des Gambenconsorts PHANTASM mit Laurence Dreyfus im Entstehen: vom 30. März bis 1. April nehmen die Musiker zusammen mit dem Choir of Magdalen College Oxford sämtliche Verse Anthems des englischen Komponisten Thomas Tomkins (1572-1656) auf - einem Komponisten übrigens, der seinerseits am Magdalen College Oxford studiert hat, wo PHANTASM als Consort in residence zu Hause ist.

Neben den Werken für Chor und Gamben wird das Ensemble auf der CD aber auch noch rein instrumental zu hören sein, nämlich mit einer Auswahl aus der Consortmusik Tomkins', für drei bis sechs Gamben.


Tini Mathot: Neue Lied-CDBild Tini Mathot, Bettina Pahn

Ungewöhnliches Repertoire, großartige Ausführung: Fortepianistin Tini Mathot brachte soeben ihre jüngste CD mit der Sopranistin Bettina Pahn heraus, auf der sich die beiden Musikerinnen den Werken der 2. Berliner Liederschule widmen. Ein Repertoire, das - gerade weil die Lieder häufig in Strophenform und vermeintlich ganz einfach geschrieben sind - besondere Ansprüche in puncto Expressivität an die Interpretinnen stellte: Die Kunst des unbeschwerten Klanges.

Unter dem Titel Es war ein König in Thule sind also auf dieser Einspielung Lieder von Komponisten, wie Zelter, Reichardt oder Rust, aber auch Solowerke für Fortepiano von C.P.E. Bach zu hören.

Genießen Sie hier eine Kostprobe.


Telemann-Preis!Bild Boreas Quartett

Soeben wurden die Preisträger des 8. Internationalen Telemann-Wettbewerbs in Magdeburg bekanntgegeben und auch wir haben Grund zur Freude: Die Blockflötistin Julia Fritz, Mitglied im Boreas Quartett Bremen, erspielte sich hier den 2. Preis - wir gratulieren!

Die erst 29-jährige Österreicherin, die bei Dorothee Oberlinger, Peter Holtslag und Han Tol studierte, spielte sich vom 7. bis 14. März souverän durch drei Wettbewerbsrunden, bevor sie am 15. März im Preisträgerkonzert mit dem Leipziger Barockorchester brillierte.

Hören Sie sie hier im Consort mit ihren drei Kolleginnen von Boreas.


Februar 2015


Neu bei Sonus: ARS ANTIQUA AUSTRIABild Ars Antiqua Austria

Ein wenig südliche Wärme im Klang, gepaart mit höchstem technischen Niveau und viel internationalem Flair: Das ist ARS ANTIQUA AUSTRIA, das Ensemble für neue Barockmusik des Barockgeigers Gunar Letzbor, das wir uns freuen künftig international (Ausnahme Deutschland und Österreich) zu vertreten!
Das Ensemble legt den Schwerpunkt seiner Arbeit auf den österreichischen Barock, wobei es Gunar Letzbors Spürsinn zu verdanken ist, dass dabei neben dem bekannteren Repertoire auch immer wieder höchst reizvolle Preziosen zur Aufführung kommen, die jahrhundertelang vergessen waren. Die Besetzung reicht von zwei oder drei Musikern bis zur Orchesterstärke mit Solisten und Chor.

Willkommen bei Sonus!

Und übrigens: Für Ende Januar/Anfang Februar 2016 sind wir bereits in der Planung für eine Tournee des Ensembles mit Bibers Rosenkranzsonaten.

Hier können Sie sich einen ersten klanglichen Eindruck von ARS ANTIQUA AUSTRIA verschaffen.

Hier geht es zu einigen Videos des Ensembles auf unserem YouTube-Kanal.


Phantasm 2017: Membra Jesu Nostri mit TopbesetzungBild Phantasm

Zu einem höchst vielversprechenden Projekt wurde PHANTASM mit Laurence Dreyfus von Concerto Melante, dem einzigen konsequent auf historischem Instrumentarium musizierenden Ensemble der Berliner Philharmoniker für die Passionszeit 2017 eingeladen: Buxtehudes Kantatenzyklus Membra Jesu Nostri - ergänzt durch Werke für Gambenconsort aus dem englischen Repertoire, als eine Art Meditationen ohne Worte zwischen den einzelnen Kantaten.
Bei der Auswahl dieser Consortstücke machte sich Laurence Dreyfus die Tatsache zu Nutze, dass es im englischen Repertoire zahlreiche Instrumentalwerke mit geistlichem Titel gibt, aber wegen der Katholikenverfolgung durch die anglikanische Kirche auch beispielsweise katholische Messen rekusanter Komponisten seinerzeit gerne rein instrumental gespielt wurden - ohne verdächtige Worte.

Zu diesem reizvollen Konzept gesellt sich eine exquisite Sängerbesetzung: Hana Blažíková und Raquel Andueza, Sopran, Alex Potter, Countertenor, Charles Daniels, Tenor und Harry van der Kamp, Bass, lassen auch von der vokalen Seite her Großartiges erwarten!

Es sind bereits Konzerte im März 2017, sowie Anfang Juni und im Sommer 2017 geplant - kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen.


Gerlinde Sämann auf TourBild Gerlinde Sämann

In vier Konzerten mit der Nederlandse Bachvereniging unter der Leitung von Jos van Veldhoven sang Gerlinde Sämann die Sopranpartien in drei Bachkantaten und Pachelbels Was Gott tut das ist wohlgetan.

Damit konzertierte die Sopranistin vom 5. bis zum 8. Februar in Eindhoven, Naarden, im Muziekgebouw Amsterdam und dem TivoliVredenburg in Utrecht.


Januar 2015


Neue CD mit David MunderlohBild CD Cover

Auf einer neuen CD, die soeben bei Alia Vox/Harmonia Mundi erschienen ist, präsentiert sich Tenor David Munderloh in zwei Glanzrollen seines Fachs: In den Magnificats von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi.

Unter Leitung von Jordi Savall musizieren mit ihm die Capella Reial de Catalunya und Le Concert des Nations.


Raquel Andueza im InterviewBild Melómano

Nach einem vielumjubelten Konzert mit ihrem Ensemble la Galanía in San Lorenzo de El Escorial in Madrid mit dem Programm Italia 1600 am 2. Januar konnte sich Ensembleleiterin und Sopranistin Raquel Andueza über eine weitere Ehre freuen.
Ein Interview mit ihr erschien im renommierten Musikmagazin Melómana, einer der wichtigsten spanischsprachigen Musikzeitschriften, die Raquel auf dem Titelblatt - sehr passend, wie wir finden - als "Die Sopranistin des Gefühls" ankündigte.

Hier können Sie sich von der Wahrheit dieser Beschreibung überzeugen.


Ars poetica und die DrehleierBild Plakat Konzert

In der Mitte des 18. Jahrhunderts kam in den Kreisen des französischen Adels die Mode auf, das bäuerliche Milieu zu idealisieren - und zu imitieren. Stilisierte, veredelte pastorale Musik und 'Volks-' Instrumente fanden Eingang in die höchste Gesellschaft. So war etwa Maria Leszczyńska, die Ehefrau des französischen Königs Ludwig XV., eine passionierte Drehleierspielerin.
Dieser Mode spürte das Ensemble ars poetica mit Tobie Miller, einer der international renommiertesten Virtuosinnen auf der Drehleier und unter der Leitung von Sopranistin Sabine Lutzenberger in einem Konzert am 18. Januar im Augsburger Maximilianmuseum nach, bei dem französische Kantaten für Sopran und Drehleier erklangen.

Genießen Sie hier eine Kostprobe dieses selten zu hörenden Klangeindrucks aus dem Konzert!


Dezember 2014


Neu bei Sonus: La GalaníaBild La Galania

Neuzugang aus dem Süden: La Galanía, das Ensemble der spanischen Sopranistin Raquel Andueza bringt mediterranes Flair in die Agentur. Einerseits durch seine Mitglieder, von denen die meisten in Spanien zu Hause sind, andererseits durch sein bevorzugtes Repertoire: Die italienische Musik des 17. Jahrhunderts, mit kleinen Ausflügen in andere mediterrane Länder oder gelegentlich auch ins frühe 18. Jahrhundert.

Dieses Repertoire geht La Galanía mit wirklich mitreißender Energie an, und dazu kommt, dass Raquel Anduezas einzigartige Stimme ganz unmittelbar und nicht nur Alte Musik-Liebhaber fasziniert.
Das macht wirklich Spaß zu hören!

Hier können Sie einen ersten akustischen Eindruck des Ensembles auf unserem YouTube-Kanal gewinnen.


Neue CD von Tini Mathot und Ton KoopmanBild CD Tini Mathot

Es ist quasi eine potenzierte Jubiläums-Einspielung, die da soeben bei Challenge Classics erschienen ist - denn sie feiert gleich drei der Wiegenfeste, die 2014 zu begehen waren: Den 300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach, den 65. von Tini Mathot und den 70. von Ton Koopman - zusammen 135.

Heraus kam ein Schuber mit zwei CDs. Auf einer davon spielt Tini Mathot brillant und mit viel Ausdruck Claviermusik des Bach-Sohns auf einem Hammerflügel von Anton Walther, auf der anderen interpretiert Ton Koopman in gewohnt tänzerisch-schwingender Weise sechs Orgelsonaten von C.P.E. Bach auf der Amalien-Orgel Berlin.
Eine sehr schöne Idee - in hervorragender Weise umgesetzt.

Hier können Sie in diese Neuerscheinung hineinhören.


David Munderloh: Solo-CD und Messiah TourBild CD Awake Sweet Love

Es war sein Debut beim Kammerchor und Barockorchester Stuttgart unter Leitung von Frieder Bernius, und das gestaltete sich für David Munderloh gleich ziemlich intensiv: Fünf Konzerte mit Händels Messiah standen vom 12. bis zum 17. Dezember auf dem Programm, unter anderem in Bozen, Verona und Stuttgart.

Nicht lange vorher konnten wir uns aber auch über Davids jüngste Solo-Veröffentlichung freuen. Auf Awake Sweet Love singt er, begleitet von Julian Behr, Laute, Lieder von Liebe und Leid aus der Feder John Dowlands. Eine der großen Stärken dieser Einspielung ist dabei sicherlich Davids wunderbar natürliche, unmanierierte und dennoch sehr expressive Herangehensweise an die Musik, doch gleichzeitig beeindruckt der Tenor auch mit einer erstaunlichen Bandbreite an Stimmfarben, die sich bruchlos durch alle Register ziehen.
Eine perfekte Mischung aus guter Technik - und ganz einfach wunderschöner Tenorstimme!

Lauschen Sie hier einem Song dieser Aufnahme.


November 2014


Erste Loewe-CD von Linda Nicholson ediertBild Linda Nicholson

Carl Loewe (1796-1869) wird im modernen Konzertleben vor allem als Komponist von Liedern und Balladen wahrgenommen, doch schrieb der studierte Theologe auch zahlreiche Klavierwerke, die seinem vokalen Oeuvre qualitativ in nichts nachstehen: Nicht nur erweist sich Loewe hier ebenfalls als ingeniöser Melodien-Erfinder, sondern er arbeitet auch in harmonischer Hinsicht so raffiniert und abwechslungsreich, dass man sich nur wundern kann, warum diese großartigen Stücke bislang so wenig aufgeführt werden.

Erstaunlicherweise ist ein nicht geringer Teil dieses fantastischen Klavierwerks auch noch nicht auf Tonträger eingespielt - und nichts davon bislang auf einem authentischen Instrument, das gerade für dieses Repertoire von besonderem Belang ist. Linda Nicholson hat sich dieser Werke nun erstmals auf einem historischen Flügel angenommen und die Aufnahme der ersten - von geplanten drei - CDs vollendet, die vorraussichtlich im Januar 2015 auf den Markt kommen wird.

Wir bekamen soeben den first edit - und waren begeistert! Genießen Sie hier einen ersten Eindruck dieser faszinierenden Musik.

Hier finden Sie ein Interview mit Linda Nicholson zu der CD-Einspielung, das im November 2014 in Toccata - Alte Musik Aktuell erschienen ist.


Frischer Wind bei Sonus: Boreas Quartett BremenBild Boreas Quartett

Boreas ist der Gott des Nordwindes - und damit ein naheliegender Namensgeber für die vier jungen Blockflötistinnen, die sich an der Akademie für Alte Musik Bremen fanden, seither als Consort diverse Preise und Stipendien gewannen, und auch bereits eine erste CD mit Musik von Christopher Tye einspielten, die im Frühjahr 2015 auf den Markt kommen wird.

Aber sie spielen nicht nur exzellent, die Musikerinnen des Boreas Quartett Bremen, sondern sie sind auch außerordentlich gut darin, fundierte und gleichzeitig spannende und ansprechende Programme zusammenzustellen - was nicht nur aus dieser CD, sondern auch aus den für die nächsten beiden Jahre geplanten Projekten des Ensembles ersichtlich ist.
Willkommen bei Sonus!

Hier können Sie sich in einem Klangbeispiel selbst von den Qualitäten von Boreas überzeugen.


Neue CD il GardellinoBild CD il Gardellino

Schlage doch, gewünschte Stunde, so heißt die neueste CD von il Gardellino, die das Ensemble unter Leitung des Barockoboisten Marcel Ponseele soeben beim belgischen Label Passacaille herausgebracht hat. Für den barocken Gläubigen war der Tod nicht einfach das Ende des Lebens, sondern vor allem Erlösung von den Qualen des irdischen Daseins. Entsprechend kennzeichnet die hier erklingenden Kantaten von Bach, Telemann und Georg Melchior Hoffmann zum Thema Tod weniger Todesfurcht, als vielmehr Zuversicht.

Diesen Spagat zwischen Angst und Hoffnung hat il Gardellino mit unglaublicher technischer Feinheit und faszinierender musikalischer Hingabe umgesetzt. Mit Gerlinde Sämann, Sopran, Damien Guillon, Altus, Jan Kobow, Tenor, und Dominik Wörner, Bass, wirkt hier außerdem eine perfekt aufeinander und das Programm abgestimmte Sängerbesetzung mit.

Hier können Sie in diese wunderbare Aufnahme hineinhören.


Concerto Palatino: Schütz in JapanBild Concerto Palatino

Eine Woche lang tourte Concerto Palatino Mitte November durch Japan - diesmal nicht mit eigenen Streichern und Sängern, sondern in reiner Bläserbesetzung. Auf Einladung des Bach Collegium Japan spielten die fünf Kern-Musiker des Ensembles in Fernost unter Leitung von Masaaki Suzuki in den Psalmen Davids von Heinrich Schütz.

Die Konzerte fanden in Tokio und Kobe statt, dazu spielten die Palatini noch ein reines Bläserprogramm für Sponsoren und Ehrengäste des Bach Collegium Japan.


Oktober 2014


PHANTASM aktiv in EnglandBild PHANTASM

Es waren intensive Tage für PHANTASM: Am 17. Oktober war das Ensemble zur Eröffnung der Ausstellung Germany: memories of a nation im British Museum in London eingeladen. Unter der Leitung von Laurence Dreyfus wurde dabei passend zum Ausstellungsthema Musik von Bach und Mozart gespielt. Der Hörfunksender BBC3 berichtete über Konzert, Ausstellung und die Eröffnungsfeier live aus dem Museum in seiner Reihe In Tune.

Am 20. Oktober gestalteten die Gambisten dann gemeinsam mit dem Choir of Magdalen College Oxford einen Evensong in der Kapelle des Colleges, und am Tag darauf spielten sie ein Konzert zu Ehren des großen englischen Poeten George Herbert mit Musik von dessen Zeitgenossen in der Kapelle des All Souls College Oxford.

Genießen Sie hier einen Eindruck dessen, was PHANTASM bei dieser Gelegenheit zu Gehör brachte!


PER-SONAT bei der Jahrestagung Zürcher MediävistikBild PER-SONAT

Mittelalter heute hieß das Thema der diesjährigen Jahrestagung Mediävistik der Universität Zürich, bei der Ensemble PER-SONAT Lieder des Mittelalters zur Verehrung der Heiligen präsentierte.
Die Sopranistin Sabine Lutzenberger sang, begleitet von Susanne Ansorg auf der Fiedel, berührend virtuose Gesänge der beiden Ordensfrauen Kassia von Byzanz und Hildegard von Bingen. Neben der Musik der beiden Äbtissinnen zum Heiligenkult ihrer Zeit, standen höfische Kanzonen und Marienlieder der französischen Trouvères auf dem Programm.

Das Konzert, das zum Gespräch über zeitgenössiche Mittelalterbilder anregen sollte, fand am 11. Oktober um 18:30 Uhr in der Kapelle des Kulturhauses Helferei in Zürich statt.

Hier finden Sie einen live-Mitschnitt von PER-SONAT mit Musik von Hildegard von Bingen.


Bruce Dickey auf Mittelton-Tour in USABild Orgel Palatino

Eine Konzertreihe an einigen der interessantesten mitteltönig gestimmten Orgeln Nordamerikas hat Bruce Dickey vom 5. bis zum 21. Oktober Zinkenfreunden in den USA präsentiert: Klangliche Brillanz und Süße, frappierende Virtuosität und faszinierendes Repertoire.

Zusammen mit Organist Liuwe Tamminga spielte er dabei unter anderem in Oberlin, Cleveland, an der Yale University und in New York City. Auf dem Programm standen Werke für Zink und Tasteninstrument aus dem Italien des 16. und 17. Jahrhunderts. Der Zuspruch des Publikums war enthusiastisch - und so ist eine Neuauflage der Meantone-Tour für 2016 bereits fest eingeplant!

Hier können Sie Bruce Dickey mit einem diminuierten Satz von Josquin Desprez auf unserem Youtube-Kanal erleben.


Ausgestrahlt und aufgenommen - laReverdieBild laReverdie

Am 2. Oktober wurde das Konzert des Ensembles laReverdie Musikalische Avantgarde um 1400, aufgenommen am 22. Juni im Münster Konstanz, in der Reihe SWR2 Alte Musik ausgestrahlt. Dabei war die Missa coram papa aus dem Codex Apt, der Ende des 14. Jahrhunderts am päpstlichen Hofe in Avignon entstand, zu hören.

In der Woche darauf spielte das Ensemble sein neustes Programm Venecie mundi splendor bei dem Label Arcana in Zusammenarbeit mit dem WDR auf CD ein. Um die Tradition, der für die venezianischen Dogen zwischen Francesco Dandolo (1329-1339) und Francesco Foscari (1423-1457) bestimmten Festmotetten erkunden zu können, hatten die Musikerinnen dafür acht Motetten ausgewählt, die als repräsentativ für den typischen italienischen Motetten-Stil des späten Mittelalters gelten dürfen.

Hier finden Sie weitere Informationen über laReverdie, sowie einige Hörbeispiele.


September 2014


PER-SONAT in Sint Truiden und Regensburg Bild PER-SONAT

Am 20. September konzertierte PER-SONAT im Rahmen von Canto Aperto, dem renommierten flämischen Festival für Gregorianische Musik im belgischen Sint Truiden. Um 17 Uhr präsentierte Sabine Lutzenberger hier mit drei Mitstreitern ihr Programm Tropen und Sequenzen zwischen 1450-1550: Werke von Guillaume Dufay, John Dunstable und Antoine Brumel.

Eine Woche später war das Ensemble zu Gast im Rahmenprogramm der Landesausstellung zu Kaiser Ludwig IV., genannt "der Bayer" in Regensburg. Am 28. September geleitete das Ensemble seine Hörer dort auf eine Zeitreise für die Ohren mit frommen Gesängen und frechen Liedern aus der Zeit Ludwigs (1281-1347).
Dabei brachten Sabine Lutzenberger, Baptiste Romain und Marc Lewon im Regensburger Runtingersaal Werke aus der Jenaer Liederhandschrift zu Gehör, unter anderem einige neuentdeckte Sprüche aus dem frühen 14. Jahrhundert, die sich direkt auf Kaiser Ludwig IV. beziehen.


Late Night mit Laurence Dreyfus und Patricia Kopatchinskaja Bild Laurence Dreyfus

Es war vermutlich das erste Mal überhaupt, dass eine Diskant-Gambe solistisch auf der Bühne der Berliner Philharmonie zu hören war: Nach einer erfolgreichen CD-Einspielung für das Album Take Two der renommierten Geigerin Patricia Kopatchinskaja zusammen mit unserem Gambisten Laurence Dreyfus, konnte man dieses Zusammenspiel nun auch live erleben: Am 13. September um 22 Uhr musizierten beide gemeinsam im Late Night Konzert im Großen Saal der Berliner Philharmonie.

Mit Barockvioline und Diskant-Gambe brachten Patricia Kopatchinskaja und Laurence Dreyfus dabei Werke von Machaut, Gibbons und aus dem Winchester Troparium zu Gehör, umrahmt von Werken der zeitgenössischen Komponistin Galina Ustwolskaja, die Kopatchinskaja gemeinsam mit dem Pianisten Markus Hinterhäuser spielte.

Übrigens: Das Konzert kann in der Digital Concert Hall der Berliner Philharmonie auch aus der Ferne nachgehört werden!


Concerto Palatino im Festival Oude Muziek UtrechtBild Concerto Palatino

Die Missa Redemptoris à 21 von Ritter Antonio Bertali wurde 1677 von Pavel Vejvanovsky für die musikalische Sammlung des Karl Liechtenstein-Castelcorno, Bischof von Olmütz, wohnhaft in Kremsier, abgeschrieben.

Der Zinkenist Bruce Dickey, entdeckte diese Messe vor einiger Zeit in der Bibliothek in Kremsier, edierte sie und führte sie in einem Konzert in der Schola Cantorum Basiliensis mit hochschuleigenen Kräften auf.

Drei Jahre später konnte Bruce Dickey nun endlich auch eine Aufführung dieser Messe und einiger anderer neu entdeckter Werke Bertalis mit seinem eigenen Ensemble Concerto Palatino realisieren: Im Rahmen des Festival Oude Muziek Utrecht präsentierten die Palatini sie am 3. September um 20 Uhr im Tivoli Vredenburg. Das Konzert wurde live in Rundfunk und Fernsehen übertragen.

Hier können Sie die Fernsehaufzeichnung des Konzerts auf unserem YouTube Kanal nachsehen und -hören!


PHANTASM als Doctors in Performance Bild PHANTASM

Doctors in Performance heißt ein Festival an der Sibelius Akademie in Helsinki, das sich ebenso auf theoretischer wie auf praktischer Basis mit Themen rund um Aufführungspraxis und Aufführung beschäftigt.

Eine Kombination, zu der Laurence Dreyfus, Gambist und Professor für Musikwissenschaft und Aufführungspraxis an der Universität Oxford eine Menge zu sagen hat, und so hielt er hier zusammen mit seinem Gambenconsort PHANTASM am 5. September eine konzertante Vorlesung über Aufführungs- und Interpretationspraxis in der Sibelius Akademie. Auf dem Programm des musikalischen Teils standen Werke von Byrd, Gibbons, Locke, Purcell und Bach.

In den Tagen vorher übrigens schloss das Gambenconsort in Oxford seine Gesamteinspielung der Royal Consorts von William Lawes ab, die im Mai nächsten Jahres beim Label Linn auf CD erscheinen wird - eine Aufnahme, die diese abwechslungsreiche und geradezu zum Tanzen nötigende Musik in genialer Weise umsetzt.

Genießen Sie hier einen live-Eindruck eines der eingespielten Stücke!


August 2014


Joshua Rifkin und Concerto Palatino: Monteverdi 1610Bild Concerto Palatino

Die Marienvesper Claudio Monteverdis ist ein Stück, das man heute gut zu kennen meint. Doch tatsächlich beruht das, was wir darunter verstehen und was wir seit Jahrzehnten bei Konzerten und auf Tonträgern hören, auf einem Missverständnis.
Dieses wollten Joshua Rifkin und Concerto Palatino mit ihrem Programm Monteverdi 1610 aufklären, das am 31. August als Abschlussveranstaltung des Festivals Laus Polyphoniae Antwerpen zum ersten Mal erklang.

Um der eigentlich dreiteiligen Anlage des Originaldrucks gerecht zu werden, brachten Rifkin und Concerto Palatino Monteverdis Werke aus dem Jahr 1610 in drei Teilen zu Gehör: Um 18 Uhr konnte man in der Antwerpener Sint Paulus Kerk die Missa in illo tempore hören, um 19 Uhr die Concerti Sacrae Concentus und um 21 Uhr die Vespro della Beata Vergine.

Mit einer - neben den wunderbaren Bläsern von Concerto Palatino - auch höchst illustren Sängerbesetzung, unter anderem Maria Cristina Kiehr, Gerlinde Sämann, David Munderloh, Charles Daniels, Jan Van Elsacker und Harry van der Kamp, vermittelte diese Auffürung nicht nur eine ganz neue Monteverdi-Erfahrung, sondern geriet auch zu einem echten Klangfest der Stimmen und Instrumente.

Der belgische Klassiksender Klara schnitt das vokale Freudenfest mit und wird es am 22. September ab 20 Uhr ausstrahlen.


Solorecital Alex Potter in UtrechtBild Alex Potter

Barockmusik vom Wiener Kaiserhof um 1700 für solistische Countertenorstimme und virtuose Posaunen - eine faszinierende Kombination, die einen fabelhaften Einblick in die sowohl technisch als auch musikalisch höchst anspruchsvolle Musik der Wiener Hofkomponisten der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts bietet.

Diesen Einblick gewährte Alex Potter zusammen mit dem Schweizer Ensemble la fontaine beim Festival Oude Muzeik in Utrecht.
Am 31. August erklangen im neu renovierten TivoliVredenburg um 15:00 Uhr Werke von Wiener Hofkomponisten wie Antonio Caldara, Johann Joseph Fux und Ignazio Maria Conti.

Genießen Sie hier einen kleinen Eindruck dessen, was in diesem Konzert zu hören war.


PER-SONAT: Das Augsburger Liederbuch in UtrechtBild Per-Sonat

Das Augsburger Liederbuch ist eine Musikhandschrift, die in den Jahren zwischen 1505 und 1518 in Kreisen Augsburger Bürger angefertigt wurde. Es bietet einen umfassenden Überblick über die süddeutsche Musikpflege des frühen 16. Jahrhunderts und spiegelt die Breite des Repertoires und die Fülle des Augsburger Musiklebens in dieser Zeit wider, wo Kaiser Maximilian I. seinerzeit so oft zu Gast war, dass er den Spitznamen "Der Bürgermeister von Augsburg" erhielt.

Einen Einblick in diese urbane Musikkultur des 16. Jahrhunderts gewährte das Ensemble PER-SONAT am 30. August beim Festival Oude Muziek in Utrecht. Das Ensemble um Sabine Lutzenberger präsentierte um 17:00 Uhr in der Peterskirche weltliche Vokal- und Tanzmusik der Renaissance rund um den österreichischen Kaiser aus dem Augsburger Liederbuch.

Hören Sie hier ein Stück aus einem Livemitschnitt eines Stückes aus dem Augsburger Liederbuch.


Solorecital mit Lorenzo Ghielmi in AntwerpenBild Lorenzo Ghielmi

Luzzasco Luzzaschi,der verehrte Lehrer Girolamo Frescobaldis schrieb mindestens drei Bände mit Ricercare - unglücklicherweise gingen jedoch bis auf ein einziges Manuskript alle diese Werke verloren.

Am 29. August präsentierte der italienische Cembalist, Organist und Fortepianist Lorenzo Ghielmi dieses eine überlebende Werk beim Festival Laus Polyphoniae Antwerpen.
Bei seinem Konzert im Augustinus Muziek Zentrum standen des weiteren Werke von Tarquinio Merula, Giovanni Paolo Cima und Girolamo Frescobaldi auf seinem Programm Affetti ed effetti, mit dem Ghielmi seinen Hörern in gewohnt mühelos virtuoser, aber gleichzeitig unglaublich cantabler Manier einen Einblick in die Anfänge des italienischen Musik für Tasteninstrumente vermittelte.


La Divina Armonia: C.P.E. Bach zum 300. GeburtstagBild La Divina Armonia

Die wahre Art, das Clavier zu spielen suchte Carl Philipp Emanuel Bach zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu ergründen. Sein Interesse galt vor allem den neuen Möglichkeiten zur Beeinflussung von Tondauer, Lautstärke und Kantabilität, die das Fortepiano bot, das der Orgelbauer Gottfried Silbermann Anfang des 18. Jahrhunderts entwickelte.

Diese Begeisterung für das Hammerklavier teilt La Divina Armonia mit dem Geburtstagskind. In kammermusikalischer Besetzung konzertierte das Ensemble am 27. August beim Rheingau Musikfestival mit Werken von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach. Um 20 Uhr führten Fortepianist Lorenzo Ghielmi, Traversflötist Jan De Winne und Violonist Stefano Barneschi im Rheingauer Dom in Geisenheim in den musikalischen Mikrokosmos des Silbermann-Klaviers ein, in dem differenzierte Klangfarben und Empfindsamkeit die Hauptrolle spielen. Bei dem Fortepiano, das dabei zum Einsatz kam, handelt es sich um einen Nachbau eines Silbermann-Fortepianos aus dem Besitz von Lorenzo Ghielmi.


Jakob Lindberg im Duo mit Paul O'Dette Bild Jakob Lindberg

Zwei Stars der Lautenszene im Duett: Bei ihrem Konzert im Antwerpener Festival Laus Polyphoniae am 27. August zeigten Jakob Lindberg und sein amerikanischer Kollege Paul O'Dette, wie spritzig und virtuos, aber auch intensiv und meditativ italienische Lautenmusik von Giovanni Antonio Terzi, Palestrina, Striggio, Ingegneri, Lasso and Willaert sein kann.

Ein Klangfest, das es in sich hatte!

Hier können Sie Jakob Lindberg mit einem Werk von Kapsberger hören.


Eröffnungskonzert von Laus Polyphoniae mit Concerto PalatinoBild Concerto Palatino

Der junge Claudio Monteverdi steht dieses Jahr im Mittelpunkt des Festivals Laus Polyphoniae in Antwerpen, und damit auch im Fokus des Eröffnungskonzertes, das - ebenso wie das Abschlusskonzert - von Concerto Palatino bestritten wurde.

Das vokal-instrumentale Programm, das sich Zinkenist und Ensembleleiter Bruce Dickey dafür ausgedacht hatte, präsentierte einige der noch stark an der frankoflämischen Vokalpholyphonie orientierten Werke des jungen Monteverdi selbst, aber auch Kompositionen seiner Lehrer, Vorbilder, Kollegen und Zeitgenossen, wie Andrea und Giovanni Gabrieli, Adrian Willaert, Marc'Antonio Ingegneri oder Ascanio Trombetti.

Es war prachtvoll! Hören Sie hier in eine live-Aufnahme aus dem Konzert hinein.


Hiro Kurosaki: Debut bei Esterházys HofkapelleBild Hiro

Debut für Hiro Kurosaki auf bewährten Spuren: Am 23. August fungierte der japanisch-österreichische Barockgeiger erstmals als Konzertmeister der vergangenes Jahr im ungarischen Fertöd gegründete Eszterházy Hofkapelle.

Dieses Barockorchester, das nach dem historischen Vorbild der Hofkapelle der Fürsten Esterházy, wie sie unter Joseph Haydns Leitung aussah, zusammengestellt wurde, um die musikalische Tradition des frisch renovierten Schlosses Esterházy wiederzubeleben, musizierte an diesem Tag unter Leitung des britischen Dirigenten Paul McCreesh Werke von Beethoven und - natürlich! - Haydn.


Laurence Dreyfus in Wagnerwahn auf 3satBild Laurence Dreyfus

WAGNERWAHN ist eine innovative Kulturdokumentation des Filmemachers Ralf Pleger, die dem Leben und Schaffen des großen deutschen Komponisten nachspürt und die Faszination, die Wagner auf seine Zeitgenossen, aber auch auf uns Heutige ausübt, anlässlich seines 200. Geburtstags 2013 für ein junges Publikum neu erklärte.

In diesem Film spielt neben Philippe Jordan, Chefdirigent der Pariser Oper, oder Katharina Wagner, Leiterin der Bayreuther Festspiele, auch Wagner-Experte und Oxford-Professor Laurence Dreyfus mit, und kommentiert Mythos und Machenschaften dieses bis heute wohl umstrittensten deutschen Komponisten.

Am Samstag, 9. August 2014 um 21 Uhr war dieser preisgekrönte Dokumentarfilm mit Laurence Dreyfus ein weiteres Mal auf 3sat zu sehen.

Hier finden Sie den offiziellen Trailer zum Film.


The Bach Ensemble: Heimspiel in ArnstadtBild The Bach Ensemble

Das Altbachische Archiv stand im Mittelpunkt des diesjährigen Bach:Sommer in Arnstadt, des Festivals, das sich seit einigen Jahren zum zentralen Heimspielort des Bach Ensemble aus New York in Deutschland etabliert hat. Unter Leitung von Joshua Rifkin durften die amerikanischen Musiker vom 7. bis 10. August wieder in Anrstadt und im benachbarten Wandersleben proben, konzertieren - und diskutieren.

Dieses Festival bietet seinen Besuchern nicht nur den Vorteil, Bach an originalen Bachstätten zu erleben, sondern ermöglicht dazu einen außergewöhnlich engen Kontakt mit den auftretenden Musikern - etwa durch öffentliche Proben und eine Hörwerkstatt für Kinder und Jugendliche, aber auch im Rahmen eines gemeinsamen Sommerfestes mit (optionalem) Vier-Gang-Menü auf dem Pfarrhof in Arnstadt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bach:Sommer.


Juli 2014


laReverdie auf mystischer Reise durch zwölf GärtenBild laReverdie

Als eine ekstatische Gotteserfahrung beschreiben „i dodici Giardini“ - zu deutsch „die zwölf Gärten“ - den Weg der Seele als Braut zur Einheit mit Christus.
Dieser Andachts-Text der Caterina de Vigri, die heute als heilige Katherina von Bologna verehrt wird, entstand in den Jahren um 1435 in Bologna, wo Caterina dem Orden der heiligen Klara angehörte.

Die fünf Musikerinnen von laReverdie rekonstruierten diese Laudes am 20. Juli 2014 beim Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbsich Gmünd im Kloster Lorch. Die geheimnisvolle Reise durch die zwölf Gärten wurde vom Hörfunksender SWR 2 mitgeschnitten und wurde am Samstag, 2. August, ab 19:05 Uhr in der Sendung "Geistliche Musik" ausgestrahlt.

Hier können Sie in diese ungeheuer lebendige und intensive Musik hineinhören.


PHANTASM in London und FinnlandBild PHANTASM

'Music we'd like to hear', so war ein Konzert des Gamben-Consorts PHANTASM unter Leitung von Laurence Dreyfus am 18. Juli in der Kirche St Mary-at-Hill im Herzen Londons überschrieben, bei dem die Musiker um 19:30 Uhr gemeinsam mit dem Organisten Daniel Hyde musizierten.
Auf dem Programm standen unter anderem die höchst gewagten harmonischen Grenzgänge von William Lawes' Consorts to the Organ.

Anschließend zog es das Ensemble in den Norden, denn in der finnischen Heimat von Jean Sibelius, am See vom Tuusula nördlich von Helsinki findet alljährlich im Juli in den ehemaligen Sommerresidenzen des Sibelius-Zirkels das Meidän Festival statt.
In diesem Jahr war in dieser geschichtsträchtigen Region auch PHANTASM in seiner kleinsten Besetzung mit nur drei Gambisten zu Gast und konzertierte am 27. Juli in dreien dieser mondänen Villen mit Musik von Bevin, Tomkins, Byrd, Gibbons, Purcell und Bach.

Genießen Sie hier einen Eindruck wunderbarster Polyphonie à 3!


Prinzliche Klänge mit La Divina ArmoniaBild La Divina Armonia

Prinzliches von Johann Sebastian Bach?
Nicht ganz: Denn blaublütig war Bach nicht, doch am Hofe zu Sachsen-Weimar musizierte er gerne zusammen mit seinem Schüler Prinz Johann Ernst von Sachsen-Weimar (1696-1715), der Bach zuerst mit dem italienischen Repertoire bekannt machte, und sich seinerseits auch als Komponist betätigte.
Insbesondere sind von diesem jung verstorbenen Fürsten diverse wunderbare Konzerte für Violine und Orchester erhalten, die Organist, Cembalist und Ensembleleiter Lorenzo Ghielmi vor einiger Zeit für sich entdeckte und einige davon erstmals edierte.

Mit einem dieser Konzerte und mehreren Werken von Bach selbst eröffnete er zusammen mit seinem Ensemble La Divina Armonia, Stefano Barneschi, Solovioline, und der bekannten Sopranistin Deborah York am 15. Juli in herrschaftlicher Manier die Ambraser Schlosskonzerte des Festivals Alte Musik Innsbruck - im adäquat höfischen Ambiente des Spanischen Saals von Schloss Ambras.


Juni 2014


Bruce Dickey: Tsoupaki-Uraufführung mit FolgenBild Bruce Dickey

Oidípous heißt die jüngste Oper von Calliope Tsoupaki, die auf Sophokles gleichnamiger Tragödie basiert. Und um einen sehr offenen, transparenten und lebendigen Klang zu erzeugen, setzte die Komponistin zur Vertonung ihres Werks dabei ausschließlich auf barocke Instrumente, die sie besonders liebt.

Gemeinsam mit der Nederlandse Bachvereniging war auch Zinkinist Bruce Dickey an der Uraufführung der Oper im Rahmen des Holland Festivals beteiligt, die am 28. Juni im großen Saal des Muziekgebouw Amsterdam stattfand - und erstaunliche Folgen zeitigte: In ihrer Begeisterung über Bruce Dickeys traumhaftes Zinkenspiel und insbesondere den Zusammenklang mit einer Sopranstimme, versprach die Komponistin, Bruce Dickey und unserer Sopranistin Hana Blažíková in nächster Zukunft ein Stück auf den Leib zu schreiben.

Freuen Sie sich jetzt schon auf dieses Programm mit Musik für Zink, Sopran und Continuo aus dem 17. und 21. Jahrhundert!


Sonnenaufgänge mit Gerlinde Sämann Bild Gerlinde Sämann

Der Aufgang der Sonne und ihr täglicher Weg inspirierte zahlreiche Komponisten zu höchst reizvollen Werken.
So auch Carl Philipp Emanuel Bach, dessen Kantate Klopstocks Morgengesang am Schöpfungsfeste bei einem Konzert mit dem Dresdner Kammerchor, der Akademie für Alte Musik Berlin und Sopranistin Gerlinde Sämann unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann beim diesjährigen Bachfest in Leipzig auf dem Programm stand.

Am 20. Juni feierten diese Musiker in der Leipziger Thomaskirche in den hymnischen Tönen Carl Philipp Emanuels den Aufgang der Sonne als Erinnerung an die Erschaffung der Welt und die Auferstehung von den Toten. Auch in Georg Philipp Telemanns Die Tageszeiten war Gerlinde Sämann in diesem Konzert für den Morgen zuständig; daneben erklang noch die Trauungskantate Dem Gerechten muss das Licht von Johann Sebastian Bach.

Das Konzert wurde von Deutschlandradio Kultur live übertragen.

Hier können Sie die Sängerin mit einer Arie aus einer ihrer letzten Bacheinspielungen erleben.


PHANTASM und die britische ExzentrikBild Phantasm

William Lawes und seine melodisch ebenso eindrucksvollen wie harmonisch gewagten Consorts to the Organ beschäftigten am 13 Juni um 19:30 Uhr einmal wieder das Gambenconsort PHANTASM unter Laurence Dreyfus: Beim walisischen Greynog Festival brachten die sechs Gambisten und Organist Daniel Hyde einige dieser höchst exzentrischen Werke im stilvollen Rahmen des Chirk Castle zu Gehör: Überraschungen für das Publikum inbegriffen!

Für Lawes-Freunde zum Vormerken: Nach der ersten diesem Repertoire gewidmeten CD des Ensembles, die 2012 beim Label Linn erschien, wird PHANTASM im August eine zweite Lawes-Aufnahme einspielen, nämlich die Fortsetzung der Organ Consorts a5 und a6, sowie den ersten Teil der Royal Consorts a4 mit Laute, die im Frühjahr 2015 auf den Markt kommen soll.

Genießen Sie hier einen Eindruck von William Lawes' originellen Ideen.


PER-SONAT: Rosen in Stockholm Bild PER-SONAT

Ist es möglich, sich in eine Rose zu verlieben?

Ja. Wie Ensemble PER-SONAT unter Leitung von Sabine Lutzenberger bei seinem Konzert am 8. Juni um 17 Uhr im Rahmen des Stockholm Early Music Festival unter Beweis stellte.
Das Ensemble vertiefte sich in dieser Aufführung in den Roman de la Rose, den einflussreichsten Roman des 13. Jahrhunderts und ersten seiner Art in französischer Sprache, der noch mehr als 200 Jahre nach seinem Erscheinen Stoff für unzählige Lieder und Gedichte bot.

So luden die vier Musiker von PER-SONAT ihr Publikum nun in den wundersamen Garten des Rosenromans ein, wo sie die geschilderten Abenteuer und die Liebe der Hauptfigur zu einer Rose mit von diesem mittelalterlichen Bestseller inspirierten Stücken musikalisch nacherzählten.

Hören Sie hier einen kleinen Ausschnitt aus dem Programm, von Guillaume de Machaut.


Concerto Palatino mit venezianischer Festmusik auf TourneeBild Concerto Palatino

O Venetia splendidior lautet der Titel des prächtigen neuen Programmes von Concerto Palatino, das die feierliche Einweihung der Chiesa del Redentore in Venedig im Jahre 1592 musikalisch illustriert, und mit dem das Ensemble unter Leitung von Bruce Dickey in einer Besetzung von sieben Sängern und zehn Instrumentalisten über die Pfingsttage auf Tournee ging.

Der Auftakt dieser Tour fand bei den Tagen Alter Musik in Regensburg statt, wo das Ensemble am Samstag, 7. Juni mit diesem Programm mit Festmusiken von Andrea und Giovanni Gabrieli sowie Giovanni Battista Grillo das Abendkonzert um 20 Uhr gestaltete.

Am 8. Juni erklangen die glanzvollen Motetten und Canzoni aus der venezianischen Hochrenaissance dann als großes Finale des Stockholm Early Music Festival um 19 Uhr in der Deutschen Kirche. Der schwedische Rundfunk überträgt dieses Konzert in seinem Klassik-Programm im Herbst 2014.
Am 9. Juni um 17 Uhr präsentierten die Musiker diese Werke im prachtvoll-barocken Rahmen von Kloster Schöntal beim Hohenloher Kultursommer. Auch dieses Konzert wurde vom Rundfunk mitgeschnitten und ist am Samstag, 5. Juli um 19:05 Uhr auf SWR2 nachzuerleben.

Sehen und hören Sie hier ein Live-Video aus dem Konzert in Kloster Schöntal auf unserem YouTube-Kanal!


The Bach Ensemble beim Stockholm Early Music Festival Bild The Bachensemble

Auch The Bachensemble unter der Leitung von Joshua Rifkin aus New York war beim Stockholm Early Music Festival zu Gast.

Die acht Instrumentalisten musizierten dort am 7. Juni um 21 Uhr im feierlichen Rahmen der deutschen Kirche zusammen mit Ulrike Hofbauer, Sopran, zwei Hochzeitskantaten von Bach aus unterschiedlichen Schaffensperioden des großen Thomaskantors: Neben der frühen Kantate Weichet nur, betrübte Schatten BWV 202, erklingt O holder Tag, erwünschte Zeit, BWV 210, komponiert für eine Hochzeit in Berlin im Jahre 1741.

Zur Eröffnung des Konzerts spielte das Bach Ensemble außerdem die bekannte Ouvertüre d-Moll, BWV 1068 - selbstverständlich in ihrer von Joshua Rifkin rekonstruierten, eher unbekannten Urfassung!

Der schwedische Rundfunk schnitt auch dieses Konzert mit, um es im Herbst 2014 zu senden.


Mai 2014


La Divina Armonia beim Bodenseefestival in Weingarten Bild La Divina Armonia

Orgel konzertant - von Händel bis Haydn: Mit diesem Pogramm zeigten Lorenzo Ghielmi, Orgel, Stefano Barneschi, Violine, und die Musiker von La Divina Armonia strukturelle Beziehungen zwischen Barock und Klassik, aber auch zwischen Italien und Deutschland in Concerti von Händel, Corelli und Haydn auf.

Am 24. Mai um 20:00 Uhr spielten sie diese glanzvollen Werke im Rahmen des Bodensee-Festivals an der prächtigen historischen Orgel der Basilika St. Martin in Weingarten, die 1737-50 von Joseph Gabler erbaut wurde und zu den berühmtesten Orgeln Deutschlands gehört - und mit ihren 63 Registern auch zu den größten historischen Instrumenten, die uns erhalten sind.

Hier können Sie in einen Livemitschnitt aus dem Konzert hineinhören.


Laurence Dreyfus und Patricia KopatchinskajaBild Laurence Dreyfus

Take Two heißt das neue Album der renommierten Geigerin Patricia Kopatchinskaja, auf dem sie mit einigen Freunden Musik verschiedener Epochen aufgenommen hat - und einer der Musiker, die sie dazu eingeladen hatte, ist Gambist Laurence Dreyfus.
Gemeinsam spielten diese beiden Streicherkollegen Ende Mai in der Schweiz mit Barockgeige und Diskant-Gambe unter anderem Werke aus dem Winchester Troparium, von Machaut und Gibbons ein, die Laurence Dreyfus - auch Professor für Musikwissenschaft an der Universität Oxford - ausgewählt hat.

Im Sommer wird man diese Zusammenarbeit übrigens auch live erleben können: Am 13. September werden die beiden Musiker zusammen im late-night-concert im Großen Saal der Berliner Philharmonie auftreten - das man bei Bedarf in der Digital Concert Hall der Philharmonie auch aus der Ferne verfolgen kann.
Der Kartenverkauf startete am 25. Mai.


Concerto Palatino bei Orgelwoche in Nürnberg Bild Concerto Palatino

Wiederuraufführung und Ersteinspielung: Am 23. Mai um 20:00 Uhr brachte der Windsbacher Knabenchor gemeinsam mit Concerto Palatino und unseren Sängern Hana Blažiková (Sopran), Alex Potter (Countertenor), Satoshi Mizukoshi (Tenor) und Dominik Wörner (Bass) unter der Überschrift "Venedig in Nürnberg" mehrchörige Kirchenmusik von Johann Staden zur Eröffnung der Internationalen Orgelwoche Nürnberg in der Kirche St. Lorenz zu Gehör - zum ersten Mal seit 1625.
Daneben wurde das Programm auch für das Label Harmonia Mundi auf CD eingespielt.

Das Konzert wurde von BR Klassik live übertragen.


PER-SONAT: Ein Vorgeschmack auf Habsburg in UtrechtBild Per-Sonat

Am 30. August werden sie im Festival Oude Muziek Utrecht mit einem Programm rund um Kaiser Maximilian I. und das Augsburger Liederbuch zu hören sein - aber das Ensemble PER-SONAT unter Leitung von Sabine Lutzenberger war auch schon zur Vorab-Präsentation des gesamten Festivalprogramms in Utrecht eingeladen.
Festivalchef Xavier Vandamme präsentierte am 13. Mai der Presse, sowie den Freunden und Förderern des Festivals einen Überblick über das Geplante , den Sabine Lutzenberger, Sopran, Baptiste Romain, Fiedel, und Michael Eberth, Clavicytherium mit einigen Kostproben aus ihrem Konzertprogramm musikalisch untermalten.

Am 30. August um 17 Uhr wird das Ensemble dann in einer Besetzung von sieben Musikern im eigentlichen Festival auftreten.


PHANTASM goes ShakespeareBild Phantasm

The Queen's command: So ist das Programm mit Musik aus Shakespeare‘s Zeit übertitelt, das PHANTASM unter Laurence Dreyfus zusammen mit der Soranistin Dame Emma Kirkby, dem Tenor Stuart Jackson und dem Cembalisten Trevor Pinnock in zwei Konzerten am 11. und 12. Mai im Sam Wanamaker's Playhouse spielte, dem erst kürzlich eingeweihten Indoor-Theater neben dem Globe, der historischen Wirkungsstätte William Shakespeares.

Dieser Theater- und Konzertsaal bot einen denkbar authentischen Rahmen für ein Shakespeare-Programm - wurde er doch nicht nur ganz aus Holz und nach historischen Plänen erbaut, sondern wird auch ausschließlich mit Kerzen erleuchtet.


Gerlinde Sämann auf Bachs Hochzeitsreise Bild Gerlinde Sämann

Hören und Wandern auf Bachs Hochzeitsspuren:
Ein Konzert am 1. Mai im Rahmen der Thüringer Bachwochen mit der Sopranistin Gerlinde Sämann und dem Barockorchester La Banda stand ganz im Zeichen Bachs und seiner Vermählung.

In der Bachkirche in Arnstadt, in der heute noch die Orgel zu besichtigen ist, auf der Bach in jungen Jahren spielte, erklang am Mittag des Tages die Hochzeitskantate Weichet nur betrübte Schatten, BWV 202.
Nach einem geführten Spaziergang auf den Spuren von Bachs Hochzeitgesellschaft nach Dornheim sang Gerlinde Sämann in der Kirche, in der Johann Sebastian Bach seine erste Frau Maria Barbara geehelicht hat, mit O holder Tag, erwünschte Zeit BWV 2012, eine weitere Hochzeitskantate Bachs.


April 2014


il Gardellino: Südamerika-TourneeBild ilGardellino

Mehr als drei Wochen führt eine Tournee die Musiker von il Gardellino seit dem 28. April durch Bolivien, Kolumbien und Ecuador.
Bis zum 21. Mai wird das flämische Ensemble in verschiedenen Besetzungen diverse Barockprogramme mit Werken von Rameau, Telemann, Bach, Vivaldi, Janitsch und anderen aufführen, worunter sich einige Erstaufführungen in einem lateinamerikanischen Land finden dürften. Begleitet werden diese Konzertaktivitäten von Workshops und Meisterkursen, welche die Musiker an einigen Orten geben.

Die Konzerte finden statt in San Juan, La Paz, Santa Cruz, Bogota, Quito und anderen Städten.


Alex Potter bei Thüringer BachwochenBild Alex Potter

Die Aufführung Bach'scher Werke an authentischen Stätten - das ist die Zielsetzung der Thüringer Bachwochen. Deshalb stellte Countertenor Alex Potter explizit für die Arnstädter Bachkirche ein Programm mit Sinfonien und Solokantaten Bachs zusammen, das die dort erhaltene historische Wender-Orgel, die von Johann Sebastian Bach persönlich eingeweiht und gespielt wurde, intensiv mit einbezog.

Am 26. April führte der englische Sänger dieses wunderbare Programm mit obligater Orgel zusammen mit dem Schweizer Barockorchester Capriccio Basel und dem Organisten Michael Fuerst in einem abendlichen Konzert in der Bachkirche auf: Ein echtes Klangfest!
Am 1. Mai wurde ein Mitschnitt des Konzertes auf Deutschlandradio Kultur gesendet.

Lauschen Sie hier einigen Live-Aufnahmen von Alex auf unserem YouTube-Kanal!


Neue CD mit PHANTASMBild Phantasm CD

Sie spielen hier zwar im Grunde nur eine Nebenrolle, doch diese füllen sie auf's prachtvollste aus: Auf der soeben erschienenen und hervorragend gelungenen CD des Choir of Magdalen College, Oxford, unter Leitung von Daniel Hyde ist Dieterich Buxtehudes Kantatenzyklus Membra Jesu Nostri zu hören, in dessen VI. Teil Ad Cor die Gambisten von Laurence Dreyfus' Consort PHANTASM nicht nur subtil und feinsinnig begleiten, sondern auch hochspannende Zwischenspiele beitragen.

Obwohl der Chor und PHANTASM regelmäßig gemeinsame Evensongs und Konzerte gestalten, ist dies ihre erste gemeinsame CD. Die London Times dazu: „With excellent boy trebles singing the soprano solos and the sinuous viols of Phantasm supplying supple sonatas, the continental-sounding choir of Magdalen College, Oxford, give a vibrant, appealing performance".
Und der Erfolg spornt zu mehr an: In 2015 wird PHANTASM mit dem Choir of Magdalen College mit einem elisabethanischen Evensong auf Tournee gehen. Kontaktieren Sie uns gerne für nähere Informationen!

Hier können Sie einen kleinen Eindruck der Buxtehude-Einspielung gewinnen.


Hana Blažíková auf Tournee mit Ton Koopman Bild Hana Blažíková:

Es war eine intensive Passionszeit für Sopranistin Hana Blažíková: Neben zahlreichen anderen Passionskonzerten mit verschiedenen Ensembles war die junge tschechische Sängerin ab dem 7. April zehn Tage lang mit dem Amsterdam Baroque Orchestra and Choir unter Ton Koopman auf Tournee mit Bachs Matthäuspassion.

Die Konzerte fanden unter anderem im Concertgebouw Amsterdam, dem Palau de la Musica in Valencia, dem Salle Pleyel in Paris, dem Auditorium Lyon und der Bartok National Concert Hall in Budapest statt.

Hier finden Sie einige Live-Eindrücke von Hana auf unserem YouTube-Kanal!


März 2014


Linda Nicholson: Preziosen ganz privatBild Linda Nicholson

Die britische Fortepianistin und Cembalistin Linda Nicholson nennt nicht nur eine der größten und interessantesten Sammlungen originaler historischer Tasteninstrumente vom 16. bis zum 19. Jahrhundert ihr Eigen, sondern sie präsentiert diese Instrumente seit einiger Zeit auch in Führungen und bei Rezitals in ihrem Haus in London.
So waren hier im März und April beispielsweise eine amerikanische Gruppe der Friends of the Victoria and Albert Museum zu Gast, aber auch eine Gruppe von Studenten des Konservatoriums Den Haag, die für die seltene Gelegenheit einer Masterclass an Originalinstrumenten zu Nicholson nach London gereist waren.

Kontaktieren Sie uns bei Interesse gerne für Informationen zu den nächsten möglichen Terminen!


Neue CD mit Margot OitzingerBild CD Cover Matthäuspassion

Frisch gepresst und nun im Fachhandel erhältlich ist die Aufnahme der Matthäuspassion mit dem Chor und dem Orchester der Bachstiftung St. Gallen unter der Leitung von Rudolf Lutz mit unserer Altistin Margot Oitzinger. Die junge österreichische Sängerin stellt hier einmal mehr unter Beweis, dass sie nicht nur eine wunderschöne Stimme besitzt und technisch wirklich makellos zu singen versteht, sondern auch über enorme Ausdrucksstärke und gestalterische Intensität verfügt.

Lassen Sie sich hier auf unserem YouTube-Kanal von ihrer ungeheuren Expressivität und emotionalen Sensibilität in der Arie "Erbarme dich" verzaubern!


B'Rock: Arthur beim KlaraFestival BrüsselBild Arthur-promo

Das ist ein typisches B'Rock-Projekt: Im Flagey Brüssel spielte das flämische Barockorchester auf Einladung des KlaraFestivals Henry Purcells King Arthur in einer szenischen Produktion - allerdings mit einem neuen Text unterlegt: Ein flämischer Schriftsteller versetzte die Handlung aus England nach Flandern in die Zeit des 1. Weltkriegs und verwandelte Purcells Oper damit zu einer flammenden und aktuellen Anklage gegen den Krieg.

In einer Inszenierung von Paul Koek spielte B'Rock dieses Stück im März drei Mal vor ausverkauftem Haus in Brüssel.
Weitere Aufführungen der Produktion wird es am 21. und 22. Mai bei den Operadagen Rotterdam geben.


Alex Potter: Neue CDBild Alex Potter CD

"Rising star of the countertenor world Alex Potter sings it sublimely and young trumpeter Sebastian Philpott does sterling work", so beschreibt die International Record Review die Leistung des jungen Sängers auf der neuesten Händel-CD des European Union Baroque Orchestra unter der Leitung von Lars Ulrik Mortensen, auf der Alex Potter die Solopartien bestreitet.

Neben so bekannten Werken Händels wie Zadok the Priest oder The king shall rejoice ist darauf auch die selten gespielte Ode for the Birthday of Queen Anne zu hören, ebenso wie das eindrucksvolle My heart is inditing und einige andere Stücke - und Alex brilliert hier nicht nur mit seiner wunderbar runden, überlegt geführten Stimme und seiner hervorragenden Technik, sondern auch mit der ungeheuren atmosphärischen Intensität seines Singens, mit der er sich auf jedes der Werke perfekt einstellt.

Hier finden Sie einen Live-Mitschnitt der Arie Eternal source of light divine aus der Ode for the Birthday of Queen Anne in der CD-Besetzung von einem Konzert im MAfestival Brügge im August 2013 auf unserem YouTube-Kanal!


Februar 2014


Ehrung für und Akademie-Projekt mit Joshua RifkinBild Joshua Rifkin

Nachdem Joshua Rifkin, der laut der großen Musik-Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart „zu den bedeutendsten Bach-Interpreten der Gegenwart“ gehört, in den letzten Jahren bereits mit der Ehrendoktorwürde der Universität Dortmund und der Lichtenberg Medaille der Akademie der Wissenschaften in Göttingen ausgezeichnet wurde, kam auch dieses Jahr wieder eine Ehrung hinzu: Am 27. Februar wurde ihm der Doktor honoris causa der Musikakademie im polnischen Krakau verliehen.
An der gleichen Institution leitete er außerdem im Februar ein sehr erfolgreiches Barock-Projekt mit polnischen Studenten.

Übrigens wird der amerikanische Dirigent und Wissenschaftler in diesem Jahr noch mehrfach in Europa zu erleben sein. Unter anderem am 7. Juni mit The Bach Ensemble beim Stockholm Early Music Festival, und am 31. August im Abschlusskonzert des Festivals Laus Polyphoniae in Antwerpen. Hier wird er zusammen mit Concerto Palatino Monteverdis Marienvesper in einer gänzlich neuen, auf seinen jüngsten Forschungen beruhenden Fassung zu Gehör bringen.


La Divina Armonia im Concertgebouw BrüggeBild La Divina Armonia

Italienisches Flair brachte La Divina Armonia am 1. Februar nach Brügge. Im Rahmen der dortigen Bach Akademie musizierte das Ensemble unter der Leitung von Lorenzo Ghielmi zusammen mit der Sopranistin Vera Milani sein Programm Italianità im großen Saal des Concertgebouw.

Neben Werken von Arcangelo Corelli, Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi und Johann Sebastian Bach präsentierte La Divina Armonia dabei das Violinkonzert in a-Moll des Bach-Freundes und -Schülers Prinz Johann Ernst van Sachsen-Weimar, das Ensembleleiter Lorenzo Ghielmi eigens für diese Gelegenheit ediert hatte.

Einen Tag später knüpfte Lorenzo Ghielmi mit einem Orgelrecital, das ebensfalls unter dem Titel Italianità stand, Beziehungen zwischen Nord und Süd in der Orgelmusik des Barock.

Auf dem Programm in der Blindekenskapel in Brügge standen dabei italienische und deutsche Werke von Girolamo Frescobaldi, Georg Böhm, Johann Sebastian Bach und Domenico Zipoli. Ein Programm, das in Flandern offenbar gut ankam - musste das Konzert doch wegen der starken Nachfrage am gleichen Tag noch einmal wiederholt werden!


Neue CD von il GardellinoBild Bach Concertos CD

Pünktlich zu Carl Philipp Emanuel Bachs 300. Geburtstag erschien beim Label Accent soeben die neueste CD von il Gardellino, die sich eben diesem Komponisten widmet. Das Ensemble wählte dafür drei Concerti C.P.E. Bachs aus, die den Musikern geradezu auf den Leib geschrieben zu sein scheinen: Das Flötenkonzert in D-Dur (ein Konzert, das erst vor einigen Jahren in den Archiven der Berliner Singakademie wiederentdeckt worden war), das Cellokonzert in a-Moll und das Oboenkonzert in B-Dur.

Solisten sind Jan De Winne, Emmanuel Balssa und Marcel Ponseele - die hier zusammen mit den Ensemblemusikern von il Gardellino eine wunderbar lebendig und intensiv, aber gleichzeitig erfrischend natürlich und unaufgesetzt wirkende Aufnahme eingespielt haben.


PHANTASM in der Wigmore HallBild Phantasm

Ist Bachs Kunst der Fuge tatsächlich Musik, die zum Zuhören bestimmt ist - war diese Sammlung von 14 Contrapuncti überhaupt zur Aufführung gedacht, oder eher als in Noten gesetzter Traktat? Solche und ähnliche Fragen diskutieren Musiker, Forscher und Kritiker bereits seit der ersten Veröffentlichung dieses Werks von Johann Sebastian Bach.

PHANTASM hat eine Antwort darauf. Mit seiner Interpretation die Kunst der Fuge war das Gamben-Consort unter Leitung von Laurence Dreyfus am 22. Februar in der Wigmore Hall in London, einer der weltweit feinsten Adressen für Kammermusik zu Gast, wo sie in der Saison 2017/18 auch Ensemble in residence sein werden.
Und hier überzeugte PHANTASM sein Publikum uneingeschränkt davon, dass diese scheinbar so intellektuell-akademische Musik eben doch höchsten Hörgenuss bereiten kann - wenn sie nur entsprechend mitreißend musiziert wird.

Hier können Sie in einen der Contrapuncti hineinlauschen.


Sabine Lutzenberger: Sehnsucht MittelalterBild Sehnsucht MA

Die Sehnsucht nach dem Mittelalter war ein Zug nicht nur der romantischen Literatur, sondern gerade auch der romantischen Komponisten. Diesem Bezug zur Musik und Lyrik des Mittelalters folgt das Programm Sehnsucht Mittelalter, in dem die Sopranistin Sabine Lutzenberger mit Christoph Hammer am Hammerflügel und dem Rezitator Helmut Balk zusammenarbeitet.

Am 16. und 17. Februar war das Trio mit diesem Programm zu Gast in Augsburg und Greifenberg. In einer Gegenüberstellung musizierten und rezitierten Lutzenberger und Balk dabei originale Lieder und Gedichte des deutschen Minnesangs und deren Vertonung in der Romantik. Daneben brachte Christoph Hammer romantische Klaviermusik zu Gehör, die sich an mittelalterliche Stimmungsbilder und Gefühlswelten anlehnt.
Eine höchst reizvolle Mischung, die die Hörer mit wunderbaren Kantilenen aus einem halben Jahrtausend verwöhnt - und so manch romantisches Kunstlied in neuem Licht erscheinen lässt!


L‘Art du Bois bei den Meisterkonzerten in HeidenheimBild L'Art du bois

Tanzen zusammen mit L'Art du Bois? - Das wäre beim Programm Il Ballerino des Ensembles L‘Art du Bois durchaus möglich.

Mal beschwingt und fröhlich, mal prächtig und ganz zeremoniell musizierte L‘Art du Bois am 8. Februar Tanzmusik aus dem Mittelalter bis zur Renaissance in der Reihe Meisterkonzerte in Heidenheim. Die vier jungen Damen spielten dabei historische Tänze von Komponisten, wie Diego Ortiz, Tromboncino, Arcadelt, Dalza, Willaert, Simpson, Dowland, Hume und Holborne.


Januar 2014


PHANTASM in Wien und PragBild Ensemble Phantasm

Mit „Querköpfen“ gab das britische Ensemble PHANTASM unter Leitung von Laurence Dreyfus am 26. Januar sein Debüt im Wiener Konzerthaus. Unter diesem Motto nämlich stand das diesjährige Alte Musik-Festival Resonanzen - und da drängten sich Komponisten, wie William Lawes mit seiner eigenwilligen Harmonik oder Orlando Gibbons mit seiner kaleidoskopartigen Wandlungsfähigkeit geradezu auf.
Im Mittelpunkt standen einige von William Lawes‘ Consorts to the organ, die das Ensemble - hier in siebenköpfiger Besetzung - neben Werken von John Jenkins, Thomas Tomkins und Orlando Gibbons und zur großen Begeisterung des Publikums musizierte.

Das Konzert wurde vom Österreichischen Rundfunk mitgeschnitten und im März auf ORF 1 zu ausgestrahlt.

Am 27. Januar konzertierte PHANTASM mit dem gleichen Programm im Kloster der Hl. Agnes von Böhmen in Prag.


Sabine Lutzenberger in Kanada und USABild Sabine Lutzenberger

Neben Kiss of peace, der neuen Hildegard-CD ihres Ensembles PER-SONAT, war Sabine Lutzenberger Ende des letzten Jahres bei einer weiteren Hildegard-Produktion beteiligt. Zusammen mit dem Ensemble Sequentia entstand die letzte CD von Sequentia‘s Hildegard von Bingen Gesamteinspielung in der St. Remigius Kirche in  Franc-Wâret, Belgium.

Vom 22. Janaur bis 1. Februar präsentierte das Ensemle dieses Hildegard-Programm mit dem Titel Celestial Hierarchy in Kanada und in der USA. Unter der Leitung von Benjamin Bagby musizierte das Ensemble um Sabine Lutzenberger zusammen mit dem Flötisten Norbert Rodenkirchen in Vancouver, Toronto, Ann Arbor, Philadelphia und Boston.


Dezember 2013


La Divina Armonia auf Japan-TourneeBild Japan-Plakat

Auch in Fernost wird es im Dezember kälter, doch das italienische Ensemble La Divina Armonia erwärmte die Herzen seiner dortigen Konzertbesucher: Zusammen mit der Sopranistin Vera Milani begaben sich die Musiker am 10. Dezember auf eine zwölftägige Tournee durch das winterliche Japan.

Das Ensemble konzertierte unter der Leitung von Lorenzo Ghielmi unter anderem in Tokio, Nagova und Fukui mit Musik von Händel, Vivaldi, Sammartini und Galuppi.

Für Lorenzo Ghielmi ging die Reise im Anschluss an diese Konzerte noch weiter nach Kofu und Gifu, wo er neben Orgelkonzerten auch Meisterkurse für japanische Studenten auf der Orgel gab.


PHANTASM: Heimspiel in OxfordBild Phantasm

Es ist Advent, die Zeit der Besinnung. Und so konzertierte PHANTASM mit Laurence Dreyfus am 2. Dezember bei romantischer Beleuchtung mit seinem neuen, höchst virtuosen Programm 'Moving Meditations' in der Kapelle des Magdalen College Oxford, wo das Ensemble Consort-in-Residence ist.

Das Gamben-Consort spielte Werke englischer, französischer und italienischer Komponisten, wie Christopher Tye, Claude Le Jeune, Tarquinio Merula und Etienne Moulinié für 5 Gamben; allesamt - schon aufgrund ihres enormen technischen Anspruchs - eher selten zu hörende Stücke.


David Munderloh in LettlandBild David Munderloh

Musiker arbeiten dann, wenn andere Feierabend oder Urlaub machen. Und gerade der Dezember ist für unsere Sänger, wie David Munderloh, eine sehr intensive Zeit.

Insbesondere Bachs Weihnachtoratorium steht auf der ganzen Welt auf den Programmen der Veranstalter und der Tenor war damit nicht nur an diversen Orten in der Schweiz und in Frankreich, sondern am 28. und 29. Dezember auch in Riga zu hören, zusammen mit dem Lettischen Radiochor und dem Kammerorchester Sinfonietta Riga.

Hier können Sie David live mit einer Arie aus dem Weihnachtsoratorium hören.


November 2013


Margot Oitzinger: Neue CD in ParaderolleBild Margot Oitzinger

Die Rolle steht ihr: Margot Oitzinger geht musikalisch einfach hervorragend in der Hauptrolle von Wolfang Amadeus Mozarts Azione sacra Betulia liberata auf.
Mit ihrer warmen, bruchlosen und perfekt fokussiert geführten Altstimme verleiht sie der Giuditta in dieser Neueinspielung des Stücks mit dem bestens disponierten L'Orfeo Barockorchester unter Leitung von Michi Gaigg höchste Würde, aber gleichzeitig auch große emotionale Intensität.

Auch sonst bietet diese CD reinstes Hörvergnügen: Michi Gaigg, die mit der gesamten Sängerbesetzung eine sehr glückliche Hand bewies, versteht dieses Stück des 15-jährigen Mozart mit der richtigen Mischung aus mitreißender Dramatik und unaufgesetzter Schlichtheit zu behandeln, um es zum echten Genuss werden zu lassen.

Hier können Sie auf unserem YouTube-Kanal in eine live-Aufführung hineinhören, die der Einspielung vorausging.


CD-Release Konzert Hildegard von BingenBild Hildegardnoten

Kiss of Peace, die im Oktober erschienene, neue CD von Per-Sonat mit Sabine Lutzenberger, Sopran und Glocken, und Baptiste Romain, mittelalterliche Fiedeln und Streichleier, wurde in der Benediktinerabtei St. Stephan in Augsburg aufgenommen.
Hier stellten sie die beiden Musiker nun auch in einem Releasekonzert am 3. November der Öffentlichkeit vor.

Lauschen Sie hier in diese wunderbare Aufnahme hinein!


Lorenzo Ghielmi: Auszeichnung in ParisBild Händel-CD

Der Diapason d‘Or de l‘année ist eine der renommiertesten Auszeichnungen in der Welt der klassischen Musik, mit der die besten CDs eines ganzen Jahres von einer Jury von Musikkritikern der Zeitschrift Diapason und des Radiosenders France Musique geehrt werden. Lorenzo Ghielmi durfte diesen am 28. November in Paris für die CD Händel Orgelconcerti Volume II entgegennehmen.

Die Überreichung wurde live in Radio France übertragen; hören Sie hier eine Aufzeichnung der Sendung.

Einen Eindruck von der Einspielung finden Sie unter diesem Link.


Oktober 2013


Per-Sonat: Neue Hildegard-CDBild Hildegard-CD

Kiss of Peace ist die neue CD von Per-Sonat betitelt, auf der Sabine Lutzenberger, Sopran und Glocken, und Baptiste Romain, mittelalterliche Fiedeln und Streichleier, Lieder der großen mittelalterlichen Heiligen aus dem Dendermonde Manuskript eingespielt haben.
Sie musizierten dabei aus Reproduktionen der originalen Neumennotation, aus denen viele Details zur Interpretation ersichtlich wurden, die in modernen Übertragungen nicht abbildbar gewesen wären.

Und die CD ist wunderschön geworden: Zugleich meditativ und lebendig, andächtig und berauschend gibt sie die Musik Hildegards in großer Intensität wieder, und bietet nicht nur dem Fachmann ein akustisches Mittelalterfest, sondern auch dem Laien ein genussvolles Klangbad.

Hier können Sie einen Eindruck von den Qualitäten der Aufnahme gewinnen.


Neu bei Sonus: Laurence Dreyfus und PHANTASMBild Phantasm

PHANTASM - das ist ein Traum hinsichtlich Klang, musikalischer Spannung, Reinheit der Intonation und frappierender Lebendigkeit, ein wahrer Hörgenuss im Konzert und auf CD. Dieses Gamben-Consort und seinen Leiter, den renommierten Gambisten, Musikwissenschaftler und Oxford-Professor Laurence Dreyfus freuen wir uns, künftig international vertreten zu dürfen!

Das Ensemble, das in den knapp 20 Jahren seines Bestehens bereits auf fast allen bekannten Festivals und Bühnen in Europa, den USA und Asien gespielt hat und dessen CDs mit unzähligen Auszeichnungen bedacht wurden, beschäftigt sich nicht nur mit der klassischen Consort-Musik der Renaissance und des Frühbarock - mit einem Schwerpunkt auf dem englischen Repertoire - sondern brilliert auch mit Werken von Bach und selbst Mozart.

Willkommen bei Sonus!

Kontaktieren Sie uns gerne für Anfragen zu Programmen und Terminen, und erfahren Sie hier, wie ungemein mitreißend und lebendig ein Gamben-Consort klingen kann!


David Munderloh ist Schweizer!Bild David Munderloh

Nach 13 Jahren, die er schon in der Schweiz lebt, gehört er nun auch hochoffiziell dazu: David Munderloh und seine Familie erhielten im Oktober ihre eidgenössisch-roten Pässe und sind jetzt echte Schweizer Staatsbürger.

Wir gratulieren!

Und wir möchten gleichzeitig auf einige neue Videos des Tenors auf Youtube hinweisen, wie dieses, das einen Ausschnitt aus einem Solo-Rezital mit Liedern von Dowland bietet, das David Munderloh im August dieses Jahres bei den Tagen Alter Musik in Basel gab - und dafür mit hymnischen Kritiken belohnt wurde.
Zum Beispiel: „Die Songs sind von starker, nach innen, gerichteter Intensität. Munderloh zeigt die hohe Kunst einer geschmeidigen Stimmführung und eines nie forcierten und doch emotionalen Ausdrucks.“


Ensemble Villancico in SüdamerikaBild Ensemble Villancico

Es wird Winter in Schweden - und das Stockholmer Ensemble Villancico machte sich auf in den Süden.

Die Stockholmer Musiker unter Leitung von Peter Pontvik haben sich der lateinamerikanischen Musik aus Renaissance und Barock verschrieben und führten solche vom 22. Oktober bis 1. November quasi an Originalschauptlätzen auf: Ensemble Villancico tourte im Rahmen des Festival International Cervantino zehn Tage lang durch Mexiko.
Hier spielten sie unter anderem in Mérida, Yucatán, Guanajuato und einigen anderen Städten. Jedenfalls unter sehr südlicher Sonne!


Hana Blažíková: Neue Solo-CDBild CD Hana-CordArte

Von vielen ihrer Fans lange erwartet ist sie nun endlich erschienen: Hana Blažíková's neue Solo-CD.
Zusammen mit dem wunderbar differenziert spielenden dreiköpfigen Ensemble CordArte hat die junge Sopranistin auf ihrer jüngsten Veröffentlichung deutsche Barockkantaten von Komponisten wie Johann Schop, Johann Philipp Fortsch, Samuel Ebart, Dieterich Buxtehude und anderen aufgenommen.
Zwei Instrumentalwerke ergänzen das Programm zu einer rundum gelungenen Einspielung.

Abgesehen davon, dass den Hörern der CD unter diesen unbekannten Werken echte Preziosen offenbart werden, präsentiert sich Hana Blazikova hier in Bestform. Fasziniert schon ihre so herrlich klare und helle Stimme an sich ungemein, so gelingt es ihr auch noch, den Text und die Gedanken in dieser Musik technisch und musikalisch perfekt in Klang umzusetzen.

Die bei PanClassics erschienene CD ist seit Anfang Oktober im Handel erhältlich.

Hier können Sie einen ersten Eindruck gewinnen.


September 2013


Fede e Amor: Die neue CD von Alex PotterBild Fede e Amor CD

Es ist ein ungewöhnliches und faszinierendes Repertoire, das man auf dieser neuesten Solo-CD von Alex Potter hören kann, und es wurde hier in hervorragender Weise umgesetzt: Auf Fede e Amor hat der Countertenor zusammen mit dem Ensemble La Fontaine barocke Musik vom Wiener Kaiserhof aufgenommen, darunter diverse Weltersteinspielungen. Und auch auf dieser CD stellt der junge Brite mit der herrlich runden und schwebenden Stimme unter Beweis, wie genau er über jeden Ton nachdenkt, wie bewusst er phrasiert, wie sauber er intoniert, wie mitreißend er gestaltet - kurz: Wie schön er singen kann.

Eingespielt wurden hier Werke von Fux, Caldara, Conti und anderen, die zum größten Teil die Besonderheit gemein haben, dass in ihnen zwei - höchst virtuose - Posaunenpartien zu besetzen sind, die bei Simen Van Mechelen und Catherine Motuz in den besten Händen liegen.

Lassen Sie sich hier von dieser herrlichen Klangkombination aus Countertenor und Posaunen bezaubern!


Diapason d'Or de l'année für Lorenzo GhielmiBild Händel-CD

Dass die CDs von Lorenzo Ghielmi und seinem Ensemble La Divina Armonia mit Schallplattenpreisen ausgezeichnet werden, ist ja schon fast Normalität geworden.
Doch im Falle der neuesten Veröffentlichung des Ensembles, Händel Orgelconcerti Volume II, ist es eine besonders ehrenvolle Anerkennung: Nicht allein der Diapason d‘Or, der monatlich von der französischen Zeitschrift Diapason vergeben wird, und den das Ensemble bereits für seine erste Händel-CD zugesprochen bekommen hatte, ist es diesmal, sondern dazu auch noch der Diapason d‘Or de l‘année - die Auszeichnung, mit der die besten CDs eines ganzen Jahres von einer Jury von Musikkritikern des Diapason und von France Musique geehrt werden.
Wir gratulieren!!

Am 28. November wird Lorenzo Ghielmi diesen Preis persönlich in Paris entgegennehmen dürfen, und wartet zu diesem Anlass, der live in Radio France übertragen wird, gleich mit einer weiteren Attraktion auf: Er wird einen Satz aus einer Suite von Georg Friedrich Händel spielen, die seit dem Barock in einem italienischen Archiv schlummerte und erst kürzlich wieder ausgegraben wurde.

Hier können Sie die Entscheidung der Jury nachvollziehen.


Neue Bach-CD: Dominik Wörner und il GardellinoBild CD il Gardellino

Alle vier Solo-Kantaten für Bass in historischer Aufführungspraxis auf einer CD: Das ist selbst auf dem weithin abgegrasten Feld der Bach-Einspielungen ein Novum. Il Gardellino nahm mit dem Bassisten Dominik Wörner nun nicht nur die drei geistlichen Kantaten BWV 82, BWV 158 und BWV 56 auf, sondern auch noch die weltliche Kantate Amore traditore, BWV 203.

Heraus kam eine Bacheinspielung, die mit ihrer technischen Souveränität, den herrlich poetisch gespielten Soli, aber vor allem auch mit ihrer erfrischenden Natürlichkeit begeistert: Keine aufgesetzten, leeren Effekte, keine Geschwindigkeitsrekorde, keine Übertreibungen. Hier klingt Bach wirklich nach Bach - nicht nach Barock-Pop oder Hochleistungssport.
Und Dominik Wörner gelang es mit seiner so vielfarbigen, aber immer warmen und perfekt geführten Stimme, die Texte der Kantaten musikalisch so detailliert nachzuempfinden, dass auch ein nicht-deutscher Muttersprachler wenig Schwierigkeiten haben dürfte, den Inhalt zu verstehen.

Eine großartige Aufnahme - in die Sie hier hineinhören können.


Per-Sonat und La Reverdie romanischBild B'Rock

Gleich zwei bei Sonus beheimatete Mittelalterensembles waren bei der diesjährigen Edition des renommierten Mittelalterfestivals Voix et Route Romane im Elsass zu hören, die unter dem Thema D‘un jardin l‘autre stand.

Am 7. September gastierte Per-Sonat unter Leitung von Sabine Lutzenberger in der Eglise Saint-Arbogast in Surbourg mit seinem spannenden Programm um den Roman de la Rose.

Am 14. September brachte dann laReverdie mit Die zwölf Gärten der heiligen Katharina von Bologna die Eglise Saint-Léger in Guebwiller wunderschön zum Klingen.


Ensemble Villancico zu Gast in VilniusBild Ensemble Villancico

Lateinamerikanisches Flair im kühlen Litauen: Am 28. September machte unser prachtvolles schwedisches Ensemble Villancico mit seinem Leiter Peter Pontvik das möglich.


Beim Festival Banchetto Musicale in Vilnius brachten die Stockholmer in Zusammenarbeit mit dem litauischen Brevis Choir & Consort Musik aus dem Süden des amerikanischen Kontinents nach Nordeuropa - und das entsprechende südliche Feeling gleich dazu...


August 2013


Concerto Palatino bei Tagen Alter Musik BaselBild Concerto Palatino

Mehrchörigkeit alla Milanese und alla Veneziana konnten die Besucher eines Konzertes von Concerto Palatino unter Leitung von Bruce Dickey am 23. August beim Eröffnungskonzert der Tage Alter Musik Basel genießen.

Mit prachtvollen Werken der venezianischen Mehrchörigkeit und nicht minder klangschönen Kompositionen der mailändischen Canzon-Motettentradition faszinierte Concerto Palatino das Publikum in der Martinskirche nach „interpretatorisch opulenten Maßstäben“, wie eine Kritik des Konzertes übertitelt war.


Joshua Rifkin und The Bach Ensemble in ArnstadtBild Bach Ensemble

Es ist bereits so etwas wie ein Heimspiel, wenn sich Joshua Rifkin und die Musiker des Bach Ensemble Anfang August im thüringischen Arnstadt einfinden, um beim Bach:Sommer zu proben, zu kommunizieren - und natürlich zu konzertieren.

Vom 8. bis 11. August konnte man die amerikanischen Musiker dieses Jahr zum vierten Mal in Arnstadt und dem benachbarten Wandersleben in diversen Konzerten hören, aber auch in einer Hörwerkstatt für Kinder und nicht zuletzt in den öffentlichen Proben, die stets gut besucht waren. Auch eine Diskussionsveranstaltung mit Joshua Rifkin als renommiertem Bachforscher stand auf dem Programm und natürlich das große Sommerfest, bei dem Musiker und Besucher die Gelegenheit zum zwanglosen Austausch genossen.
Musiziert wurden vor allem Werke von Johann Sebastian Bach, aber auch einige Motetten aus der Sammlung Florilegium Portense.

Auch im kommenden Jahr werden Joshua Rifkin und sein Bach Ensemble übrigens wieder in Arnstadt zu Gast sein: Dann findet der Bach:Sommer vom 7.-10. August statt.


Ordo Virtutum in UtrechtBild Ordo Virtutum

In seinem Debut-Konzert bei den Tagen Alter Musik Utrecht präsentierte Ensemble Ordo Virtutum unter Leitung von Stefan Johannes Morent am 25. August Musik von Hermann dem Lahmen, der im 11. Jahrhundert im Kloster Reichenau lebte.
Hermanus Contractus, ein körperlich schwerstbehindertes Universalgenie, wurde von seinen Zeitgenossen als „Das Wunder des Jahrhunderts“ bezeichnet, und seine Kompositionen sowohl ob ihrer Meisterschaftm als auch ob ihrer außergewöhnlichen Süße gepriesen.

Sehen Sie hier einen Trailer zur Hermann-CD von Ordo Virtutum, die im Juni beim Label Raumklang erschienen ist.




Lorenzo Ghielmi auf TourneeBild Lorenzo Ghielmi

Es war ein bewegter August für Lorenzo Ghielmi: Nach einem Orgel-Rezital in Mailand am 3. August konzertierte der Organist zusammen mit Jan De Winne (Traverso) im Festival de Valloire (Frankreich) und anschließend auf der historischen Orgel in Corsanico/Lucca. Am 17. August stand ein Konzert im Mainzer Orgelsommer an, bevor Lorenzo Ghielmi nach Litauen reiste, wo er einen einwöchigen Meisterkurs für Organisten leitete.

Und auch im September wurde es erst einmal nicht ruhiger: Zusammen mit unserem flämischen Ensemble il Gardellino nahm Ghielmi diverse Bach-Kantaten mit obligatem Orgelpart auf, die kommendes Jahr beim Label Passacaille erscheinen werden.


B'Rock und René Jacobs in Beaune und BrüggeBild B'Rock

Händels Orlando, mit dem unser flämisches Barockorchester B'Rock unter der Leitung von René Jacobs bereits im vergangengen Jahr am Brüsseler Theater La Monnaie/De Munt Publikum und Kritiker zu Begeisterungsstürmen veranlasst hatte, erlebte am 29. Juli beim Festival de Beaune in Frankreich eine Neuauflage: Mit den Solisten Bejun Mehta, Sophie Karthäuser, Sunhae Im, Konstantin Wolff und anderen war die Oper im Cour des Hospices in konzertanter Fassung zu erleben.

Am 2. August eröffnete die gleiche Produktion glanzvoll die 50. Edition des MAfestival in Brügge. Hören Sie hier einen kleinen Live-Eindruck der Aufführung!

Auch in 2014 übrigens wird die erfolgreiche Zusammenarbeit von B'Rock und René Jacobs mit diversen Projekten fortgesetzt werden - kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen!


Juli 2013


Alte Musik-Akademie Kloster MichaelsteinBild Margot Oitzinger

Bereits zum wiederholten Male haben Sänger und Instrumentalisten, die sich auf Alte Musik spezialisieren oder auch nur ein wenig in das Genre hineinschnuppern möchten, vom 22. bis 27. Juli in der Musikakademie Kloster Michaelstein in Sachsen-Anhalt eine hervorragende Gelegenheit dazu: In der Sommerakademie Alte Musik arbeiten Margot Oitzinger und Peter Kooij, Xenia Löffler vom Amphion Bläseroktett und diverse andere Dozenten aus dem Bereich der historischen Aufführungspraxis fünf Tage lang mit den Kursteilnehmern an vor allem barockem Repertoire.

Eingeladen sind sowohl professionelle Musiker, die sich fortbilden möchten, als auch Studenten und ambitionierte Amateurmusiker.

Nähere Informationen finden Sie hier.


Alte Musik-Kurse in UrbinoBild Charles Toet

Die Alte Musik-Kurse in Urbino zählen seit mehr als vier Jahrzehnten zu den besten Adressen für historische Aufführungspraxis in Italien. Und es ist auch bereits Tradition, dass diverse Sonus-Musiker hier beteiligt sind.

In diesem Jahr finden die Kurse vom 19. bis 28. Juli statt. Unter den Lehrenden sind sowohl Claudia und Livia Caffagni vom Ensemble laReverdie, die sich mit mittelalterlichem Repertoire beschäftigen werden, als auch Bruce Dickey, Zink, und Charles Toet, Barockposaune, von Concerto Palatino.


Lorenzo Ghielmi in Granada und LondonBild Lorenzo Ghielmi

Werke italienischer Komponisten standen auf dem Programm eines Orgelkonzertes von Lorenzo Ghielmi am 4. Juli im Rahmen des Festival Internacional de Música y Danza im spanischen Granada.
In der Kirche Santos Justo y Pastor begeisterte er seine Hörer mit Werken beinahe vergessener Meister des italienischen Barock, wie Bernardo Storace, Domenico Zippoli, oder Giovanni Andrea Fioroni; aber auch Girolamo Frescobaldi kam zu Ehren.

Das Konzert wurde live im Rundfunkprogramm RNE-Radio Clásica übertragen.

Vom 11. bis 20. Juli ist Lorenzo Ghielmi als Jurymitglied bei den Wettbewerben des renommierten St. Albans International Organ Festival tätig, das dieses Jahr sein 50. Jubiläum feiert.
Hier war er am 16. Juli auch der Solist eines Konzertes unter Leitung von Rachel Podger.


il Gardellino in Santiago de CompostelaBild il Gardellino

In kammermusikalischer Besetzung konzertierte unser flämisches Ensemble il Gardellino am 6. Juli im Festival Via Stellae im spanischen Wallfahrtsort Santiago de Compostela.

In der Igrexa da Compañía spielten Jan De Winne (Traverso), François Fernandez (Violine), Vittorio (Viola da Gamba) und Lorenzo Ghielmi (Pianoforte) Bachs Musikalisches Opfer.

Übrigens: Dieses Werk wird das Ensemble in Kürze beim Alte Musik-Label Passacaille auch auf CD herausbringen. Hören Sie hier schon einen Ausschnitt.


Juni 2013


Per-Sonat in GranadaBild Per-Sonat Granada

Ein prachtvoller Rahmen für ein Konzert von Per-Sonat, hier in Duo-Besetzung mit Sabine Lutzenberger, Gesang und Glocken, und Baptiste Romain, mittelalterliche Fiedeln war die im frühen 16. Jahrhundert erbaute, großartig ausgezierte Kirche des Monasterio de San Jerónimo im spanischen Granada.
Auf Einladung des Goethe-Instituts Madrid präsentierte Per-Sonat dem Publikum des Festival Internacional de Música y Danza de Granada am 22. Juni hier in der ausverkauften Kirche Musik der Hildegard von Bingen.

Übrigens: Im September wird auch die langersehnte und hervorragend gelungene Hildegard-CD des Ensembles Kiss of Peace - Lieder aus dem Dendermonde-Manuskript erscheinen - wir bieten Ihnen hier einen Vorgeschmack.


Liveübertragung: David Munderloh in VersaillesBild David Munderloh

Am 29. Juni wurde auf dem französischen Fernsehkanal Arte ein Konzert aus der Chapelle Royale des Schlosses von Versailles live übertragen, bei dem Les Concert des Nations unter Leitung von Jordi Savall Werke von Lully, Händel, Vivaldi und Bach präsentierte.

Als Tenor-Solist war dabei David Munderloh zu hören und zu sehen, der sich Dank der Beweglichkeit und des Farbenreichtums seiner wunderbar fokussierten Stimme auf die ganz unterschiedlichen Anforderungen der diversen Werke bestens einzustellen wusste.

Einige Teile des Konzertes können Sie auf Youtube nachhören.


Neue CD mit Linda NicholsonBild Kuhlau-CD

Seltenes Repertoire, meisterhafte Interpretation: Drei der großen Sonaten für Pianoforte und Flöte von Friedrich Daniel Rudolph Kuhlau (1786-1832) sind auf einer neuen CD zu hören, die Linda Nicholson zusammen mit dem Flötisten Charles Zebley eingespielt hat, und die beim Label fra bernardo herauskam.

Die aus den späten 20er Jahren des 19. Jahrhunderts datierenden, für beide Musiker hochvirtuosen Werke Kuhlaus erklingen hier selbstverständlich auf authentischen Instrumenten der Zeit: Einem originalen Hammerflügel von Conrad Graf von 1828 und dem Nachbau einer neunklappigen Traversflöte von Wilhelm Liebel. Bei zwei der Sonaten handelt es sich um Ersteinspielungen auf historischem Instrumentarium.

Hier können Sie einen Eindruck der Musik genießen.


L'Art du Bois mit dem Artikulator beim Bachfest LeipzigBild L'Art du Bois

Er ist schon beinahe ein Klassiker unter den Kinderkonzerten aus dem Bereich der Alten Musik: Der Artikulator, ein Stück Musiktheater, das Jung und Alt zu Lachstürmen hinreißt, aber gleichzeitig auch einen wesentlichen Inhalt vermittelt - dass Musik nämlich ganz ohne Sprache ausdrücken kann, was in Worten nicht einmal gedacht werden könnte.
Das von Agnes Dorwarth speziell für L'Art du Bois geschriebene Stück kam am 15. Juni unter Mitwirkung der Autorin und Komponistin selbst im Rahmen des Leipziger Bachfestes auf die Bühne.

Auffallend war dabei, dass neben den Familien im Publikum auch zahlreiche ältere Konzertbesucher ohne Kinder saßen - die, wie sich herausstellte, zur Fangemeinde gehören, die sich das junge Ensemble mit seinem Auftritt beim letztjährigen Bachfest erspielt hatte.
Und auch sie hatten viel Spaß...


CD Aufnahme Alex Potter mit Concerto CopenhagenBild Alex Potter

Diese Interpretation von Bachs Messe h-Moll dürfte künftig von sich reden machen - denn es gibt wenige Ensembles, die eine so eigene und charakteristische Spielweise vertreten, wie Concerto Copenhagen unter seinem Leiter Lars Ulrik Mortensen.

Nach einer vielbejubelten Tournee mit dem Werk hat das Ensemble dieses Opus summum nun auch auf CD eingespielt - mit nur zehn Sängern, je fünf Soli und Ripieni.
Die Alt-Soli oblagen Countertenor Alex Potter, der hier bei aller Lebendigkeit und Vitalität der Aufnahme immer wieder zu höchster ätherischer Feinheit auflief. Ein Agnus Dei zum Niederknien!

Freuen Sie sich auf das Erscheinen dieser CD im Frühjahr 2014!


Ensemble Villancico beim Stockholm Early Music FestivalBild Ensemble Villancico

Südamerikanische Musik im kühlen Norden als Heimspiel - diese Quadratur des Kreises gelang Ensemble Villancico beim Abschlusskonzert des Stockholm Early Music Festival, des größten Alte Musik-Events der nordischen Länder, am 9. Juni in der Deutschen Kirche Stockholm.

Auf dem Programm stand Musik aus Ecuador, und die wohl in den 1680er Jahren entstandenen Werke dieses Programms stammen sämtlich aus einem Manuskript, das Ensembleleiter Peter Pontvik vor einiger Zeit in einem Konvent in Ibarra entdeckt und für sein Ensemble ediert hatte.
Eröffnet wurde der Abend von ecuadorianischen Musikern mit einem Inka-Ritual auf traditionellen Instrumenten der Anden.

Im November wird dieses Programm von Villancico auch auf CD erscheinen.

Hören Sie hier schon einmal in das ungemein farbenprächtige und mitreißende Repertoire hinein!


Mai 2013



Per-Sonat und il Gardellino in RegensburgBild il Gardellino Regensburg

Die Tage Alter Musik in Regensburg gehören zu den wichtigsten Alte-Musik-Ereignissen in Europa, und so freut es uns besonders, dass hier dieses Jahr gleich mehrere unserer Ensembles vertreten waren:

Am Pfingstsamstag, 18. Mai, wartete il Gardellino im Neuhaussaal in großer Besetzung mit einem Programm um Johann Friedrich Fasch unter der Leitung von Ryo Terakado an der Violine auf - barocke Pracht mit Pauken und Trompeten!
Der Bayerische Rundfunk schnitt das Konzert mit und wird es in Kürze auf BR Klassik aussenden.

Hier geht es zu einem Klangeindruck aus dem Konzert.


Am Pfingsmontag, 20. Mai, widmete sich Per-SonatBild PerSonat unter Leitung von Sabine Lutzenberger im Reichssaal dem Augsburger Liederbuch. Dabei standen Vokal- und Instrumentalmusik des 16. Jahrhunderts aus der wertvollsten Musiksammlung der Fuggerstadt von unter anderem Heinrich Isaac, Josquin Desprez, Jacob Obrecht und Paul Hofhaimer auf dem Programm.
Lauschen Sie hier in das Konzert hinein!

Daneben war Per-Sonat auch in der Eröffnungsveranstaltung, die am 18. Mai im Historischen Salzstadel stattfand, zu hören; hier mit einigen Werken des französischen Mittelalterrepertoires.


Im Eröffnungskonzert des Festivals, am 17. Mai, sang außerdem Bassist Joel Frederiksen mit den Regensburger Domspatzen und Concerto Köln in Mozarts Requiem.


Am 21. Mai schließlich gingen die Tage Alter Musik mit Ryo Terakado von il Gardellino in die Verlängerung: Bei einem Meisterkurs mit dem Barockgeiger an der Regensburger Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik hatten die Studenten Gelegenheit, die bei den Konzerten empfangenen Eindrücke selbst und unter kompetenter Anleitung in die Praxis umzusetzen.


Joshua Rifkin erhält Lichtenberg-MedailleBild Joshua Rifkin

Die Lichtenberg-Medaille, die höchste Auszeichnung der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, ging in diesem Jahr an Professor Joshua Rifkin, Dirigent, Musikwissenschaftler, Cembalist und Pianist und Leiter des berühmten Bach Ensemble.
Der Preis wird alljährlich an besonders hervorragende und in der Öffentlichkeit angesehene Wissenschaftler verliehen. Joshua Rifkin ist in der Reihe der bisherigen Preisträger der erste Musiker, was noch einmal eine besondere Ehre bedeutet.

Am 24. Mai wurde die Medaille in einer öffentlichen Sitzung der Akademie in der Aula der Universität Göttingen von Akademiepräsident Professor Stefan Tangermann überreicht.
Die Laudatio hielt Martin Staehelin, Professor für Musikwissenschaften; aber auch Joshua Rifkin selbst meldete sich mit einer Rede zum Thema „Bachs Chor. Zwischen persönlicher und paradigmatischer Geschichte“ zu Wort . „Der Vortrag bot einerseits einen Rückblick auf die wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungen, die zu neuen Einsichten über die Aufführung von Bachs Chormusik führten, andererseits eine Betrachtung über die zum Teil stark ablehnende – aber auch zum Teil durchaus positive – Rezeption dieser Forschungserträge und deren Umsetzung in der Praxis", erklärt Rifkin. "Wie der Titel andeutet, ging es aber nicht allein um eine persönliche Geschichte, sondern letztendlich vielmehr darum, wie diese Geschichte Fragen von Forschungsmethode und -ideologie erhellt“.

Wenden Sie sich für Interviewwünsche oder weitere Informationen gerne an uns!


L'Art du Bois und König Salomon in GöttingenBild L'Art du Bois

Nach dem großen Erfolg seines Kinderkonzertes Der Artikulator in den letzten Jahren, hat unser junges Ensemble L'Art du Bois auf Einladung der Händel-Festspiele Göttingen dieses Jahr ein neues szenisches Kinderprogramm entwickelt: In Herr Block und Fräulein Flöte im Garten König Salomons geht es für die Musikerinnen und die kleinen Zuschauer um eine abenteuerliche Orientreise in einer geheimnisvollen Trommel - mit vielen Überraschungen und viel Musik, an der sich auch das Publikum beteiligen darf (nein: muss! Denn ohne Unterstützung der Kinder bewegt sich das Gefährt gar nicht...).
Das Konzept dabei: Musik entdecken mit allen Sinnen - und durch Mitmachen!

Am 18. Mai erlebte dieses Programm seine Premiere im Rahmen der Händel-Festspiele Göttingen.


Gold für La Divina ArmoniaBild CD Händel

Und wieder ein Diapason d'or für La Divina Armonia unter Lorenzo Ghielmi: Auch die zweite CD des Ensembles mit Orgelkonzerten von Georg Friedrich Händel wurde mit der begehrten Auszeichnung der französischen Musikzeitschrift Diapason geehrt.
Und wirklich hört man diese reizvollen Werke selten so frisch und leicht, dabei aber gleichzeitig auch intensiv und energiegeladen, wie auf dieser jüngsten Einspielung der Italiener. Dazu kommt, dass der Orgelpart von Lorenzo Ghielmi musikalisch und technisch absolut makellos und auch noch unglaublich cantabel gespielt wurde, die improvisatorischen Passagen wunderbar gelungen sind.

Wir gratulieren!

Übrigens: Im Mai 2014 wird das Ensemble mit diesen und anderen Orgelconcerti auf Tournee gehen - kontaktieren Sie uns gerne für Informationen zu Anschlusskonzerten!

Hier können Sie einen kleinen Eindruck der CD gewinnen. Der Jahreszeit entsprechend mit Kuckuck und Nachtigall...

April 2013


Frischer Mittelalterwind: laReverdieBild laReverdie

Neu bei Sonus: Das italienische Ensemble laReverdie.

Bereits seit mehr als 25 Jahren ist die Gruppe mit ihren wissenschaftlich bestens fundierten, dabei aber immer höchst lebendigen Interpretationen von mittelalterlicher Musik auf den Bühnen in Europa und darüber hinaus zu hören, und wir freuen uns sehr, laReverdie künftig für Auftritte in Deutschland vertreten zu dürfen.

Ursprünglich gegründet von zwei Schwesternpaaren in Norditalien, arbeitet das Ensemble inzwischen je nach Repertoire auch mit vielen anderen Musikern zusammen, unter anderem gehört der Zinkenist Doron David Sherwin von Concerto Palatino häufig zur Besetzung. Dabei beschäftigt sich laReverdie mit Musik vom Mittelalter bis in die frühe Renaissance, von anonymen Meistern aus Handschriften des 10. Jahrhunderts, über Hildegard von Bingen oder Walther von der Vogelweide bis hin zu Jacob Obrecht, Johannes Ciconia, Guillaume Dufay oder Heinrich Isaac.

Willkommen!

Hier können Sie einen musikalischen Eindruck gewinnen!


il Gardellino lässt Fasch hochlebenBild il Gardellino

Mitreißende Interpretationen und viel Beifall gab es für einen Abend mit Musik von Johann Friedrich Fasch aus der Zerbster Conzert-Stube: il Gardellino spielte dieses Programm im Abschlusskonzert der 12. Internationalen Fasch-Festtage in Zerbst am 21. April.

Neben diversen bereits bekannten Concerti für verschiedenste Besetzungen erklang hier auch die moderne Uraufführung eines erst kürzlich wiederaufgefundenen und Fasch zugeschriebenen Oboenkonzertes, mit Marcel Ponseele als Solist.


Neue CD mit Sabine Lutzenberger und Joel FrederiksenBild CD Oswald

Oswald von Wolkenstein - Reflektionen: So heißt eine neue CD, die Sabine Lutzenberger und Joel Frederiksen zusammen mit dem Tenor und Saxophonisten Bernd Oliver Fröhlich aufgenommen haben, und die soeben beim Label harmonia mundi erschienen ist.

Es handelt sich dabei um eine Auseinandersetzung der besonderen Art mit dem Werk des mittelalterlichen Dichtersängers, bei der die Lust am Verändern, Arrangieren, am Spiel und an der Variation im Vordergrund steht - nicht die rein historisch orientierte Aufführung seiner Lieder. So wollten die drei Musiker die besondere Kreativität, die Oswalds Werk auszeichnet, in ihrem Musizieren aufscheinen lassen.
Herausgekommen ist ein faszinierendes Porträt, das durch das Ein- und Ausblenden der Elemente der historischen Aufführungspraxis, durch intuitive und oft auch spontane Einfälle der mit dem Repertoire bestens vertrauten Musiker ganz neue Lieder auf Grundlage von Oswalds Vorlagen schuf.

Eine faszinierende Hörerfahrung - probieren Sie es hier aus!


März 2013


21. März: Europäischer Tag der Alten MusikLogo EM-day

Am 21. März beginnt nicht nur der Frühling und feiern wir den 328. Geburtstag von Johann Sebastian Bach, sondern in diesem Jahr auch erstmals einen neuen Festtag: Den Europäischen Tag der Alten Musik.
Dieser geht auf eine Initiative der internationalen Alte-Musik-Organisation REMA (Reseau Européen de Musique Ancienne) unter Federführung ihres Vorsitzenden, des Dirigenten und Leiters des Ensemble Villancico, Peter Pontvik zurück, und soll das Bewusstsein der Europäer für die Alte Musik und für das enorme kulturelle Erbe unseres Kontinents befördern.

So gab es an diesem Tag unter der Schirmherrschaft von Androulla Vassiliou, der Kulturbeauftragten der Europäischen Kommission, in ganz Europa Veranstaltungen, Rundfunksendungen und Konzerte, in denen einerseits die gemeinsame Basis der europäischen Kultur, andererseits aber auch spezielle Aspekte lokaler Musiktraditionen präsentiert werden sollen. Die REMA bietet von ihrer Website aus die Möglichkeit, viele dieser Veranstaltungen über Live-Stream zu verfolgen.

In mehreren Konzerten und Ausstrahlungen zu diesem Anlass waren auch Sonus-Musiker zu erleben. So beispielsweise Hana Blažíkova, Sopran, und Peter Kooij, Bass in Bachs Matthäuspassion mit dem Collegium Vocale Gent unter Leitung von Philippe Herreweghe, in einer Übertragung aus dem Concertgebouw Brügge.

Europaweit war ab 18:05 Uhr ein Konzertmitschnitt von Concerto Palatino zu hören, der als Beitrag des Bayerischen Rundfunks - Studio Franken zum Alte-Musik-Programm über alle Stationen der European Broadcast Union übertragen wurde.

Im rheinischen Bingen, an der authentischen Wirkungsstätte der Hildegard von Bingen, präsentierte Ensemble Ordo Virtutum unter Leitung von Stefan Morent zusammen mit Ars Choralis Köln unter Maria Jonas um 20 Uhr Musik der großen Mystikerin und von Hermann dem Lahmen in der Kirche St. Hildegard und St. Rupertus. Dieses Konzert wurde vom Hörfunksender SWR 2 mitgeschnitten.

Hier können Sie diverse Videobotschaften zum Europäischen Tag der Alten Musik ansehen.

Hier geht es zu einer Festtagsrede von Peter Pontvik in deutscher Sprache.


B‘Rock startet Mozart-ProjektBild B´Rock

Alle Sinfonien und einen großen Teil des sonstigen sinfonischen Werks von Wolfgang Amadeus Mozart aufzuführen - das ist das erklärte Ziel unseres Barockorchesters B‘Rock für die nächsten Jahre. Natürlich so authentisch wie möglich, und zweifelsohne auch in der intensiven und mitreißenden Musizierweise, die man von B‘Rock gewohnt ist.

Unter dem Titel The Mozart Project 1 startete dieses Vorhaben am 14., 15. und 16. März mit drei Konzerten in Hasselt, Antwerpen und Brügge. Auf dem Programm standen Mozarts 1. und 16. Sinfonie, sowie das Jeunehomme-Klavierkonzert und eine Sinfonie Joseph Haydns.
Die Leitung hatte Konzertmeister Rodolfo Richter, am Hammerflügel ist Alexander Melnikov zu hören.

Nicht nur Mozart ist übrigens geplant für die nächsten Jahre: Im Kalender des Barockorchesters für 2013 und 2014 stehen außerdem die Wiederaufnahme der erfolgreichen Orlando-Produktion unter René Jacobs, sowie ein Weihnachtsoratorium unter dem gleichen Dirigenten. Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen!


Gerlinde Sämann bei RIAS-Kammerchor und Dresdner KreuzchorBild Gerlinde

Heinrich Ignaz Franz von Bibers Requiem, sowie Kantaten von Dieterich Buxtehude standen auf einem Programm des RIAS Kammerchors und der Akademie für Alte Musik Berlin unter Leitung von Hans-Christoph Rademann am 1. März um 20 Uhr, in dem Gerlinde Sämann den Sopransolopart übernahm.

Das Konzert im Großen Saal des Berliner Konzerthauses wurde von Deutschlandradio Kultur live übertragen.

Am 9. März konzertierte die Sopranistin dann in der Dresdner Kreuzkirche: Mit dem Dresdner Kreuzchor unter Leitung von Kreuzkantor Roderich Kreile sang sie Bachs Johannespassion.


La Divina Armonia in Mailand, Salzburg und Hall in TirolBild La Divina

In der Basilica San Simpliciano in Mailand spielte das Ensemble La Divina Armonia unter Lorenzo Ghielmi am 16. März um 21 Uhr ein Passionskonzert mit Musik von Bach, Biber, Merula und Sancez.

Dieterich Buxtehudes eindrücklicher Zyklus Membra Jesu Nostri, sowie einige kleinere Kantaten des gleichen Komponisten erklangen bei zwei Konzerten von La Divina Armonia unter Lorenzo Ghielmi in Österreich - mit dabei auch Tenor David Munderloh:
Am Samstag, 23. März konzertierte das Ensemble um 19:30 Uhr mit diesen Werken zusammen mit dem Collegium Vocale Salzburg auf Einladung der Salzburger Bachgesellschaft in der Großen Universitätsaula.
Am Palmsonntag, 24. März, um 20:15 Uhr konnte man das gleiche Programm beim Osterfestival Hall in Tirol im Salzlager erleben.


Karfreitag in JapanBild Dominik Wörner

Erneut wurde Bassbariton Dominik Wörner eingeladen, mit dem Bach Collegium Japan unter Leitung von Masaaki Suzuki bei den traditionellen Karfreitagskonzerten am 29. und 30. März in Tokyo und Saitama mitzuwirken - Konzerten, die zu den wichtigsten musikalischen Ereignissen des Jahres in der japanischen Hauptstadt zählen.

Auf dem Programm steht diesmal Bachs Johannespassion in der Spätfassung von 1749.


Hiro Kurosaki: Johannespassion in MadridBild Hiro Kurosaki

Bachs Johannespassion erklingt auch in Madrid: Die Capilla Real de Madrid beginnt einen noch bis Dezember laufenden Bach-Zyklus mit zwei Aufführungen der Passion am Palmsonntagswochenende, 23. und 24. März.

Als Konzertmeister fungiert bei diesem im kulturellen Leben Madrids fest verankterten Ereignis Hiro Kurosaki.

Februar 2013


Neue Amphion-CD!Bild Pleyel-CD

Ignaz Joseph Pleyel (1757-1831) gehörte Ende des 18. Jahrhunderts zu den bekanntesten und beliebtesten Komponisten seiner Zeit, doch im Laufe des 19. Jahrhundert geriet das große und vielfältige Oeuvre des Österreichers mehr und mehr in Vergessenheit - und heute kennt man ihn in erster Linie noch als Klavierbauer.

Das Amphion Bläseroktett hat sich auf seiner jüngsten CD, die Anfang Februar beim Label Accent herauskam, einiger Werke Pleyels für Bläser angenommen - und präsentiert mit den eingespielten drei Partiten sowie dem Sextett c-Moll höchst mitreißende, virtuose, aber auch tief bewegende Musik, die die neun Amphionisten in bewährt perfekter Weise interpretieren.

Erste Kritiken sind denn auch hymnisch: "Wie immer musiziert das Ensemble auf historischen Instrumenten, enorm präzise, intonations- und stilsicher. Dazu ein brillanter und trotzdem warmer Klang, mit einer Farbskala und dynamischen Bandbreite, die man auf modernen Blasinstrumenten oft vergeblich sucht", hieß es etwa in einer Rezension in SWR 2.

Hier können Sie in eine ungemein feinfühlig gespielte Eccosoise von der CD hineinhören.


Neue CD mit David MunderlohBild Hayes-CD

Auch William Hayes (1708-1777) gehört zu den vielen zu Lebzeiten wohlbekannten und hochberühmten Komponisten, die heute weitgehend vergessen sind - obwohl der seinerzeit in Oxford lebende und lehrende Komponist ein beachtliches Oeuvre, insbesondere an Vokalmusik hinterlassen hat.
Darunter befinden sich auch die Ode Orpheus & Euridice von 1735, sowie die Six Cantatas set to Musick, die 1748 in London im Druck erschienen, und die der britische Lautenist und Ensembleleiter Anthony Rooley nun wieder ausgegraben hat und auf dieser CD der Öffentlichkeit vorstellt.
Auf der beim Label Glossa erschienenen Einspielung hört man zusammen mit The SCB Hayes Players, Evelyn Tubb, Ulrike Hofbauer und Daniel Cabena auch Tenor David Munderloh, der sich in diesem Repertoire hörbar zu Hause fühlt.

Lauschen Sie hier einer seiner Solo-Arien von der CD.


Dowland und Schubert mit Emma Kirkby und Joel FrederiksenBild Joel Emma

Masters of Song - so war ein Konzert am 21. Januar um 20:00 Uhr überschrieben, in dem Dame Emma Kirkby und Joel Frederiksen Lieder von John Dowland und Franz Schubert zusammengestellt hatten, und somit einen roten Faden des Liedgesangs von der Renaissance bis in die Romantik spannten. Und dieser Bogen über 300 Jahre funktionierte ebenso gut, wie die Kombination von Emma Kirkbys hohem Sopran und Joel Frederiksens profundem Bass, wie eine Kritik in der Süddeutschen Zeitung bestätigte: "Wenn da der helle, immer noch fein gesponnene, alterslose Sopran der Grande Dame der Alten Musik auf den tiefen Bass des um einen Kopf größeren Frederiksen trifft, dann hat das eine ganz besondere Wirkung".

Die beiden Sänger wurden in diesem Konzert, das im Rahmen der Konzertreihe Joel Frederiksens im Bayerischen National Museum in München stattfand, von Michal Gondko auf Laute und romantischer Gitarre und von Domen Marincic auf Viola da Gamba und Cello begleitet.


B‘Rock-Debut in EstlandBild B´Rock

Mit zwei Konzerten in Tartu und Tallinn erspielte sich das flämische Barockorchester B‘Rock eine begeisterte Fangemeinde in Estland.

Mit dem auch bereits auf CD erschienenen Programm 8 Seasons mit den Vier Jahreszeiten von Vivaldi und dem String Quartet in four Parts (arrangiert für Barockorchester von Frank Agsteribbe) von John Cage führte sich das Orchester hier mit technisch und musikalisch höchst anspruchsvollem Repertoire ein

Außerdem erklang das gleiche Programm noch in Konzerten in Brüssel, Lille, Potsdam und Rotterdam.

Hier können Sie einen kleinen Eindruck aus dem Programm genießen.


Barockakademie mit Peter KooijBild Peter Kooij

Werke von Campra, Boismoitier, Bach, Telemann und anderen Komponisten des Barock erarbeiteten die Teilnehmer eines Interpretationskurses mit Bassist Peter Kooij, Anne-Catherine Bucher und Stephan Schultz von Le Concert Lorraine vom 27. Februar bis zum 3. März.

Im lothringischen Metz beschäftigten sich die Studenten und jungen Berufsmusiker, die sich für den Kurs eingeschrieben hatten, fünf Tage lang mit deutschen und französischen Barock-Kantaten, wobei der Schwerpunkt auf Aspekten wie stilgerechter Verzierung, Aussprache und Rhetorik lag.
In einem Abschlusskonzert im Arsenal in Metz stellten sie ihre Arbeit am letzten Abend der Öffentlichkeit vor.

Januar 2013


Echos aus San Marco in NürnbergBild Concerto Palatino

Einen Widerhall der Musik, wie sie in der Zeit um 1600 im venezianischen Markusdom erklang, konnten die Besucher eines Konzertes von Concerto Palatino am 23. Januar im Aufseß-Saal des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg genießen.

Auf Einladung des Museums und des Bayerischen Rundfunks - Studio Franken, spielte das Ensemble ein rein instrumentales Programm mit prachtvoller, strahlender und virtuoser Musik von Komponisten, wie Gabrieli, Trombetti, Grillo oder Palestrina.

Im Anschluss an das Konzert fand ein dreitägiger Workshop mit Musikern von Concerto Palatino für Zinkenisten und Posaunisten an der Musikhochschule Nürnberg statt.

Das Konzert wurde vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten und ist am 21. März im Programm BR-Klassik ab 18:05 Uhr als Beitrag des Senders zum Europäischen Tag der Alten Musik europaweit zu hören - auch im Internet als Live-Stream.


il Gardellino und Dominik Wörner mit neuen Bach-CDsBild Il Gardellino

Nach einer ersten erfolgreichen Zusammenarbeit von Bassbariton Dominik Wörner mit dem belgischen Ensemble il Gardellino im Oktober 2012 und anschließender CD-Produktion mit Kantaten von Bach und Telemann gab es gleich im Januar 2013 erneut ein Projekt in gleicher Besetzung - diesmal mit sämtlichen Solo-Kantaten von Johann Sebastian Bach für eine Bass-Stimme.

Die Kantaten BWV 56, 82, 158 und 203 wurden sowohl in zwei Konzerten am 19. und 20. Januar in Kirchheim und Ditzingen präsentiert, als auch auf CD aufgenommen.

Beide Produktionen werden noch in diesem Jahr beim belgischen Alte-Musik-Elite-Label Passacaille erscheinen.


Lorenzo Ghielmi im DeutschlandfunkBild Lorenzo Ghielmi

Am 27. Januar ab 21:05 Uhr ist im Deutschlandfunk ein Programm mit Lorenzo Ghielmi zu hören.
Es handelt sich um den Mitschnitt eines Konzertes im Rahmen des Bremer Musikfestes 2012, das am 6. September letzten Jahres in Cappel stattfand. Dabei erklangen Werke von Georg Böhm, Nicolaus Bruhns und Johann Sebastian Bach an der Arp-Schnitger-Orgel der Kirche St. Peter und Paul, die 1679/80 gebaut wurde, und als das am besten erhaltene Instrument des norddeutschen Orgelbaumeisters gilt.

Und dass Lorenzo Ghielmi großes Vergnügen daran fand, diese Preziose zu spielen, hörte man auch in seinem Konzert...


Dezember 2012


Die Anmeldung läuft: Polyphonie-Kurse mit dem MeisterBild Paul

Polyphonie von 1200-1600 - ihre Quellen, ihre Notation und ihre Interpretation: Wer sich für diese Musik interessiert, horche auf! Denn Paul Van Nevel lädt vom 12./13. Januar bis zum 9./10. Februar jedes Wochenende zu einem Kurs in die Bibliothek seines Hauses in Brüssel ein. Angesprochen sind Musiker, Melomanen und Musikliebhaber mit gesunder Neugierde - Amateure ebenso wie Profis.

Themen sind dabei je nach Kurs die Notationskunde der Polyphonie zwischen 1200 und 1600, Musikformen der mittelalterlichen Polyphonie und der vokalen Renaissance-Polyphonie, die Traditionen und Regeln der Textunterlegung, und schließlich geht Paul Van Nevel auf eine bedeutende Handschrift der Zeit ein, die hinsichtlich Geschichte, Inhalt, Konkordanzen, Notation und diverser weiterer Aspekte untersucht werden soll.

Und daneben können die Teilnehmer der Kurse zweifelsohne damit rechnen, im Anschluss an die harte Arbeit vom Kursleiter gründlichst in diverse kulinarische Geheimtipps der belgischen Hauptstadt eingeweiht zu werden...

Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen und Anmeldungen.

Neue CD für ZinkenfreundeBild Paul

Eigentlich ist es ja eine Orgel-CD, die Liuwe Tamminga, Organist von Concerto Palatino, da beim belgischen Alte-Musik-Elitelabel Passacaille herausgebracht hat. Doch bei einigen der Stücke sind auch zwei andere Musiker beteiligt: Bruce Dickey und Doron David Sherwin, die beiden Zinkenisten von Concerto Palatino - und zwei der besten Virtuosen auf ihrem Instrument weltweit, was sie auch hier wieder in beispielhafter Weise unter Beweis stellen. So besitzt die Einspielung durchaus auch großen Reiz für Zinkenfreunde.

Zu hören sind darauf Canzoni, Ricercari, Motetten und Toccatten von Giovanni Gabrieli, die an den fantastischen historischen Orgeln der Kirche San Petronio in Bologna aufgenommen wurden, der Heimatstadt des historischen Concerto Palatino.

Hier können Sie einen kleinen Eindruck der Zinkenlust auf der CD genießen.

Peter Pontvik auf BR KlassikBild Peter

Am 15. Dezember ab 11:05 Uhr stellt die Sendung Meine Musik auf BR Klassik den Forscher, Musiker und Alte-Musiklobbyisten Peter Pontvik vor, Leiter des Ensemble Villancico.
Dr. Ursula Adamski-Störmer, Klassik-Chefin beim BR-Studio Nürnberg, spricht in der Sendung mit dem energiegeladenen Schweden über seinen Werdegang, seine musikalischen Vorlieben und Überzeugungen - exotische Eindrücke und Überraschungen garantiert!

Übrigens: Auch wenn Sie nicht im Sendegebiet von BR Klassik leben, können Sie die Sendung auf der Website des Bayerischen Rundfunks nachhören und herunterladen.

Hier geht es zum Podcast.

Joshua Rifkin zu Gast bei der PolyphonieBild Joshua

Im Huis van de Polyfonie im belgischen Leuven ist der amerikanische Musiker und Wissenschaftler Joshua Rifkin momentan zu Gast.

Bei diesem Haus handelt es sich um eine von der belgischen Alamire-Foundation in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität Leuven und diversen anderen Forschungseinrichtungen 2011 ins Leben gerufene und finanzierte Mischung zwischen Forschungslabor, Proben- und Konzertraum, in der sich Musikwissenschaftler, Musiker und Künstler anderer Genres begegnen und in die sie sich zurückziehen können, um an neuen Programmen oder Projekten zu arbeiten.
Immer wieder werden auch herausragende Persönlichkeiten der Alten Musik zu Residenzen in dieses wunderbare Gebäude in der Abdij van het Park eingeladen, um der flämischen Polyphoniewelt neue Impulse zu geben.
In diesem Rahmen logiert nun auch Joshua Rifkin für drei Monate in Leuven, wo er forscht, probt und sich an polyphoner Atmosphäre erfreut.

Weihnachtskonzert in Kloster MichaelsteinBild Hana

Unbekanntes und höchst weihnachtliches Repertoire erklang bei einem Konzert am 8. Dezember in der Musikakademie Kloster Michaelstein, in dem unsere Sänger Hana Blažíkova, Sopran, Margot Oitzinger, Alt, und Peter Kooij, Bass, als Solisten beteiligt waren.

Unter Leitung von Ludger Rémy sangen sie das in Michaelstein frisch edierte Weihnachtsoratorium 1748 von Georg Gebel, sowie eine Kantate von Johann Philipp Käfer.

November 2012


il Gardellino und die LiebeBild Gardellino

Um das "9. Gebot" ging es in einem Konzert unseres flämischen Ensembles il Gardellino am 11. November bei den Tagen Alter Musik des WDR in Herne. Kein leichtes Thema - denn wie verbindet man Ehebruch und Musik, ohne gleich eine der zahlreichen Opern aufzuführen, in denen der Ehebruch omnipräsent ist?
Concerti d'Amore hieß die Lösung der Flamen, und zwar solche von Lotti, Vivaldi, Graupner und Telemann, für Flauto d'amore, Oboe d'amore und Viola d'amore!

Das Konzert wurde vom Westdeutschen Rundfunk aufgezeichnet und wird in der Sendung WDR 3 Konzert am 22. Dezember ab 20:05 Uhr termingerecht gesendet: Concerti d'amore zum Fest der Liebe...

Hier können Sie einen kurzen Ausschnitt des Konzertes hören.

Händel mit La Divina Armonia und dem Tölzer KnabenchorBild La Divina

Der Tölzer Knabenchor dürfte der erste der großen deutschen Knabenchöre gewesen sein, der sich - nicht nur im Rahmen der Gesamteinspielung der Bachkantaten mit Gustav Leonhardt und Nikolaus Harnoncourt - mit Alter Musik und authentischer Aufführungspraxis auseinandergesetzt hat, und Chorgründer Gerhard Schmidt-Gaden und sein Team leisten Einzigartiges, wenn es darum geht, junge Sänger zu technisch und musikalisch hochprofessionellen und klanglich absolut faszinierenden Solisten auszubilden.

Nun kann man sich - nach einem wunderbaren Haydn-Programm vor einigen Jahren - wiederum auf eine Zusammenarbeit dieses Klangkörpers und seiner Solisten mit dem Ensemble La Divina Armonia unter Lorenzo Ghielmi freuen: Zwei Concerti von Arcangelo Corelli und drei großbesetzte Psalmen Georg Friedrich Händels aus seiner Zeit in Italien stehen auf dem Programm des gemeinschaftlichen Projektes, das 2013 und 2014 mehrfach aufgeführt werden soll.

Wenden Sie sich gerne an uns für weitere Informationen.

CD-Aufnahmen il GardellinoBild il Gardellino

Gleich zwei CDs hat das Ensemble il Gardellino nach Konzerten in de Singel Antwerpen und dem Concertgebouw Brügge in den ersten Novembertagen eingespielt: Unter dem Titel "Der Tod" entstand die (vorerst) letzte Aufnahme der Reihe von Bachkantatenaufnahmen des Ensembles, wobei il Gardellino einmal wieder mit wunderbar sängerisch-poetischen Interpretationen und feinsten Instrumentalsoli glänzte. Nicht minder hervorragend aber auch die vokalsolistische Besetzung mit Gerlinde Sämann, Sopran, Damien Guillon, Countertenor, Jan Kobow, Tenor und Dominik Wörner, Bass.

In der Woche darauf ging es dann ins klassische Repertoire, als nämlich eine CD mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart eingespielt wurde, auf der unter anderem seine Kompositionen für Glasharmonika zu hören sind.

Beide Platten erscheinen im Sommer 2013 - man darf gespannt sein!

Hier können Sie einen Ausschnitt aus dem Konzert in Brügge hören.

Oktober 2012


Neu bei Sonus: Ensemble VillancicoBild Villancico

Lateinamerikanisches Temperament und schwedische Perfektion - auf's Glücklichste vermengt in einem Ensemble: Das ist Villancico!

Denn die großenteils in Stockholm lebenden Musiker und Instrumentalisten dieses Ensembles widmen sich zwar durchaus auch der Musik ihres hyperboräischen Heimatlandes oder anderer nördlicher Gefilde, vor allem aus der Renaissance, doch in erster Linie zieht es sie musikalisch in den warmen Süden: Ihre besondere Hingabe gilt der faszinierenden Musik (gerne auch in der Kombination mit Tanz) der Kolonialzeit aus Ecuador, Mexiko, Uruquay und anderen mittel- und südamerikanischen Ländern, auf die sie sich in den nunmehr 17 Jahren ihres Bestehens als einziges Ensemble in Schweden spezialisiert haben.
So vereint Villancico in sich den hohen technischen Anspruch nordeuropäischer Ensembles mit dem Feuer und der Vitalität, wie sie für das lateinamerikanische Repertoire vom 16. bis zum 19. Jahrhundert von Nöten ist - und das ist eine sehr glückliche Kombination.

Willkommen bei Sonus!

Überzeugen Sie sich hier bei einem Livemitschnitt von den Qualitäten des Ensembles.

Alex Potter: Neue Solo-CD mit ZelenkaBild Zelenka-CD

Sie ist neu und sie ist ein exzellentes Hörvergnügen: Auf der zweiten Solo-CD von Countertenor Alex Potter, auf der er vom Capriccio Barockorchester Basel begleitet wird, sind eine Reihe von wunderschönen und teils hier ersteingespielten Solomotetten für Altstimme von Jan Dismas Zelenka zu hören.

Schon an sich ein sehr hörenswertes Repertoire - und Alex Potter begeistert hier mit geradezu traumwandlerisch textnaher Stimmführung, wunderbar geraden, schwebenden Tönen, die sich aber doch auch stets auf das harmonische und melodische Ziel einer Phrase hinentwickeln, dazu mit perfekter Intonation und insgesamt höchster Musikalität.
Seine strahlende, durch alle Lagen bruchlose Stimme eignet sich dabei hervorragend für die prachtvolle, aber oft auch ergreifend ruhige Musik Zelenkas, und das Capriccio Barockorchester unterstützt den Sänger klanglich und musikalisch aufs Trefflichste!

Hier können Sie sich in einem kurzen Ausschnitt von den Qualitäten der CD überzeugen.

Per-Sonat auf Erfolgstour im Netwerk Oude MuziekBild PerSonat

"Hildegard von Bingen - Musik einer Heiligen und Heilerin" hatten Sabine Lutzenberger (Gesang, Glocken) und Baptiste Romain (mittelalterliche Fiedeln) als Kleinstbesetzung des Ensembles Per-Sonat das Programm mit Antiphonen, Responsorien und Hymnen der Kirchenlehrerin überschrieben, für das sie im Oktober bei sechs Konzerten im Rahmen des Netwerk Oude Muziek Utrecht enthusiastischen Applaus erhielten. Von den Aufführungen in Utrecht, Muiden, Zwolle, Maastricht, Haarlem und Antwerpen wurden zwei vom niederländischen, eine vom flämischen Rundfunk mitgeschnitten.
Sämtliche Konzerte waren ausverkauft und bei jedem einzelnen war die Begeisterung des Publikums für diese so ungemein intensive, zwischendurch einmal meditativ-ruhige, dann aber auch wieder in ihrer Intensität und Dichte aufrüttelnde Interpretation der beiden Musiker sehr groß.

Hören Sie Per-Sonat hier mit einem kleinen Livemitschnitt eines Hildegard-Konzertes!

Hier gelangen Sie zu einem Ausschnitt aus dem Einführungsgespräch der beiden Musiker für eines der Konzerte mit der niederländischen Publizistin Thea Derks.

Und übrigens: Im November nahmen die beiden Musiker auch ein Hildegard-Programm auf CD auf. Diese wird im kommenden Jahr erscheinen.

Neue CD von La Divina ArmoniaBild Haendel-CD

Händel'sche Orgelkonzerte, die Zweite: Beim belgischen Label Passacaille erschien soeben die zweite CD mit Orgelkonzerten von Georg Friedrich Händel, eingespielt vom Ensemble La Divina Armonia unter Leitung von Lorenzo Ghielmi, der auch die Orgel schlägt. Zu hören sind auf dieser Platte unter anderem das berühmte Concerto "Der Kuckuck und die Nachtigall", HWV 295, aber auch Orgelkonzert g-Moll, HWV 310, das Oboenkonzert g-Moll, HWV 287, und diverse andere Werke, in denen Händel nicht zuletzt zeigt, wie genial er eigene und fremde Werke und Melodien in immer wieder neue Besetzungen und Gestalten zu verwandeln verstand, ohne doch an Originalität einzubüßen.

La Divina Armonia zeigt sich dabei von seiner besten Seite: Brillant und hochvirtuos, aber doch kompakt im Klang, dazu voller Esprit, aber ohne jede Effekthascherei. Die ad libitum-Passagen der Werke, die Händel ganz dem Können und Geschmack des Organisten anvertraute, wurden dabei von Lorenzo Ghielmi im Stile der Zeit souverän improvisiert und komponiert

Genießen Sie hier eine kleine Hörprobe aus dem Konzert KWV 295 "Der Kuckuck und die Nachtigall".

September 2012


Hana Blažíkova: Von Liebe und LebenBild Hana

Werke von Antonin Dvorak und dem Ehepaar Clara und Robert Schumann hat Hana Blažíkova für ein Liedprogramm ausgewählt, das sie im kommenden Sommer bei mehreren Konzerten zusammen mit dem (Forte-) Pianisten Daniel Heide aufführen wird. Unter dem Titel "Von Liebe und Leben" werden in diesem Programm unter anderem Dvoraks Liebeslieder op. 83 und der Zyklus Im Volkston op. 73 - natürlich in der tchechischen Originalfassung - erklingen, dazu einige Lieder von Clara und Robert Schumann aus deren op. 37, sowie Frauenliebe und -leben von Robert Schumann.

Diese Werke eignen sich einerseits hinsichtlich ihrer kompositorischen Anforderungen hervorragend für die schlanke, bewegliche und so unglaublich intensive Stimme der Sopranistin, andererseits verlangen sie auch textlich genau nach dem Typus des "weißen" oder "unschuldigen" Klangs, über den Hana verfügt. Gleichzeitig bieten sie der jungen Sängerin auch noch reiche Gelegenheit, ihre enorme Expressivität unter Beweis zu stellen.

Kontaktieren Sie uns bei Interesse gerne für weitere Informationen.

Linda Nicholson auf Schloss EsterházyBild Linda

Am 22. September hatte Fortepianistin Linda Nicholson die Ehre, den Müller-Hammerflügel auf Schloss Esterházy im österreichischen Eisenstadt, einer ehemaligen Wirkungsstätte Joseph Haydns, nach seiner Restaurierung wieder einzuweihen. In diesem Konzert erklangen Werke von Johann Nepumuk Hummel, dem Nachfolger Haydns als esterházyscher Kapellmeister, und seinen Zeitgenossen.

Am 19. September konzertierte Linda Nicholson außerdem gemeinsam mit Hiro Kurosaki im Kunsthistorischen Museum in Wien. Hier standen einige der Violinsonaten von Beethoven auf dem Programm, von denen von den beiden Musikern eine Gesamteinspielung auf historischem Instrumentarium beim Label Accent vorliegt.

Verschaffen Sie sich hier einen Eindruck der Sonaten.

Lorenzo Ghielmi beim Musikfest BremenBild Lorenzo

An einer Arp-Schnitger-Orgel aus dem Jahr 1680 konzertierte Lorenzo Ghielmi am 6. September im Rahmen des Musikfest Bremen in der Kirche von Cappel.
Der Entstehungszeit des Instrumentes entsprechend erfreute der Organist hier am Nordseestrand mit in gewohnt sanglich-brillanter Weise interpretierten Werken von Georg Böhm, Nicolaus Bruhns und Johann Sebastian Bach.

Das Konzert wurde vom Deutschlandfunk mitgeschnitten und wird am 27. Januar 2013 ab 21:05 Uhr auf diesem Sender zu hören sein.

August 2012


Solo-Rezital Alex Potter in UtrechtBild Alex

"Giovanni Rosenmüller: ein Deutscher in Venedig" war das Solo-Rezital von Countertenor Alex Potter überschrieben, das er zusammen mit Ensemble Chelycus am 31. August beim Festival Oude Muziek Utrecht sang.
Johann Rosenmüller bildete dabei das programmatische Bindeglied zu Giovanni Rovetta, Barbara Strozzi und Giovanni Legrenzi. So konnte man hier venezianische Sololiteratur für Alt-Stimme vom feinsten hören, die Alex Potter mit seinem traumhaft gerade geführten, wunderbar ausgeglichenen Countertenor stilsicher interpretierte, unterstützt von den ebenso brillant agierenden acht Musikern von Chelycus.

Hören Sie hier einen Ausschnitt aus Rosenmüllers O salvator dilectissime in einem Livemitschnitt aus dem Konzert in Utrecht.


Bach-Böhm-Telemann: Margot Oitzinger und Peter Kooij in UtrechtBild Margot

Mit einem Konzert mit geistlichen Liedern und Arien von Georg Böhm, Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach begeisterten Margot Oitzinger und Peter Kooij am 28. August mit dem Ensemble de profundis beim renommierten Festival Oude Muziek Utrecht ihr Publikum.
Im Mittelpunkt stand Georg Böhm, als unbekannter Meister seiner Zeit und - möglicherweise - auch Lehrer von Bach, den er in jedem Falle in dessen Jugend stark beeinflusst hat. Erst in den letzten Jahren erlebt dieser zu Unrecht vergessene Meister der Kirchenmusik nun eine gewisse Renaissance in den Konzertprogrammen, an der Peter Kooij und Margot Oitzinger nicht unwesentlich beteiligt waren.

Beide Sänger waren auch noch in mehreren anderen Konzerten in Utrecht beteiligt, Margot Oitzinger beispielsweise bei La Divina Armonia und Bach Collegium Japan, Peter Kooij bei Les Muffatti und Collegium Vocale Gent.

Vor-Bach'sche SchatzgräbertätigkeitBild La Divina

Ebenfalls auf den Spuren der vor-bachischen Komponisten, Bach'scher Lehrer und Vorbilder bewegte sich Lorenzo Ghielmi mit seinem Ensemble La Divina Armonia beim Festival Oude Muziek Utrecht. In einem Konzert am 25. August mit dem Collegium Vocale Salzburg führten die italienischen Musiker Kantaten von Buxtehude, Böhm Bach und Bruhns auf.

In einem zweiten Konzert, am 26. August, das mehr der häuslichen als der kirchlichen geistlichen Musik gewidmet war, präsentierte Lorenzo Ghielmi Orgelwerke von Georg Böhm und Bach sowie - gemeinsam mit Vera Milani (Sopran) - Lieder aus Bachs Schemelli Gesangbuch.

Concerto Palatino: Gabrieli-GeburtstagskonzerteBild Probe Gabrieli

Gleich drei Mal feierte Concerto Palatino in diesem Monat den Großmeister der venezianischen Mehrchörigkeit, dessen Todestag sich am 12. August zum 400. Mal jährte:
Zusammen mit dem englischen Ensemble His Majestys Sagbutts & Cornetts um Jeremy West konzertierte Concerto Palatino aus diesem Anlass am 13. August beim Edinburgh-Festival mit einem Programm, in dem die Musiker die großartige Instrumentalmusik Gabrielis für Zinken und Posaunen zelebrierten.

Am 4. August (im Rahmen des Fränkischen Sommers) und am 27. August (im renommierten Festival Laus Polyphoniae Antwerpen) gesellte sich auch noch das Vokalensemble Ex Cathedra hinzu - und die Hörer genossen hier unter Leitung von Jeffrey Skidmore mehrchörige Klangpracht ohne gleichen.

Sowohl das Konzert im Fränkischen Sommer, als auch das in Antwerpen wurden vom Rundfunk mitgeschnitten. Der Bayerische Rundfunk (BR Klassik) sendet den Mitschnitt des Konzertes am 21. März 2013, dem Europäischen Tag der Alten Musik, ab 19:05 Uhr; im flämischen Klassiksender Radio Klara konnte man ihn am 30. August hören.

Lauschen Sie hier in das Konzert in der Antwerpener Sint Pauluskerk hinein!

Per-Sonat beeindruckt in AntwerpenBild PerSonat

Ein ungewöhnliches Programm in einem großartigen Festival: Das "Mare Adriatico" stand dieses Jahr als Thema über dem Festival Laus Polyphoniae Antwerpen - und selten hörte man so viel vergessene Musik aus Italien, insbesondere aber auch den ehemals jugoslawischen Ländern in so wenigen Tagen, wie bei diesem programmatisch so stringenten und interessanten Festival!

Auch unser Ensemble PerSonat unter Leitung von Sabine Lutzenberger hatte dafür mit ungewöhnlichem Repertoire beschäftigt: Am 25. August konnte man die Musiker mit spätmittelalterlicher Musik für die Karwoche und Ostern aus Handschriften aus Cividale im Friaul erleben. Besonders beeindruckend war dabei die halbszenische Aufführung eines Planctus Mariae aus der Cividale-Handschrift, für das nicht nur Musik und Text, sondern auch genaue Angaben zu Gestik und Bewegung der handelnden Sänger-Schauspieler überliefert sind.


Joel Frederiksen bei Laus PolyphoniaeBild Phoenix

Auch Bassist Joel Frederiksen war in Antwerpen zu hören: Mit seinem Ensemble Phoenix Munich präsentierte er am 28. August Musik aus dem Kroatien des 15. und 16. Jahrhunderts, von Komponisten, wie Franciscus Bossinensis, Andrija Motovunjanin, Gabriello Puliti und Julije Skjavetic.

Gänzlich unbekannte Musik also, die jedoch erstaunlich bekannt anmutet - waren die kulturellen Beziehungen zwischen Kroatien und dem nördlichen Italien und Venezien in dieser Zeit doch offensichtlich sehr eng.


Juli 2012


Amphion in der LausitzBild Amphion

Auf östlichen Wegen erspielte sich das Amphion Bläseroktett die Gunst seines Publikums bei einem Konzert im Rahmen des Lausitzer Musiksommers im schönen Reichenbach am 14. Juli.

Unter der Überschrift "Polen! Dies der größte Deiner Tage..." nahm sich die neunköpfige Bläserformation der Musik an, die in Polen in den Jahren um 1800 gespielt wurde, wobei sowohl Werke von in Polen beheimateten Komponisten (Cartellieri, Lessel), als auch solche von Komponisten aus den Besatzernationen (Beethoven, Triebensee) zu Gehör gebracht wurden. Politisch schwere Kost, aber musikalisch ein reines Vergnügen!


Juni 2012


Gesang auf dem CembaloCD Lorenzo Ghielmi

Soeben erschienen: Die neueste CD von Lorenzo Ghielmi - auf der er Bachs Französische Suiten BWV 812-814, das Concerto nach Italienischem Gusto und die Aria variata alla maniera italiana eingespielt hat. Ein wunderbares Programm also, das der Cembalist, Organist und Fortepianist mit seinem so außerordentlich cantablen Spiel und mit - selbst in dieser rein instrumentalen Musik - geradezu sprechender Artikulation und Phrasierung in unvergleichlicher Art und Weise interpretiert hat.

Die CD ist beim belgischen Label Passacaille erschienen und in Deutschland bei allen bekannten Anbietern erhältlich.

Hier geht es zu einer kleinen Intro auf Youtube.

Concerto Palatino und la dolcezza beim Bachfest LeipzigBild Concerto Palatino

Zinken und Posaunen, Streicher und Basso Continuo: In dieser frühbarocken Besetzung spielt Concerto Palatino zusammen mit la dolcezza, dem Ensemble der Barockgeigerin Veronika Skuplik beim Bachfest in Leipzig, am Samstag, dem 9. Juni 2012, um 22:30 Uhr in der Evangelisch- Reformierten Kirche.
Auf dem Programm stehen dabei "Leipziger Ratsmusiken": Neben Werken von Samuel Scheidt und Johann Hermann Schein unter anderem auch Kompositionen von Bachs legendärem Trompeter Gottfried Reiche.

Eine neue Erfahrung für Musiker und Publikum ergibt sich außerdem am Eröffnungswochenende des Bachfestes, vom 7. bis zum 9. Juni, wenn Concerto Palatino nämlich jeweils um 21:00 Uhr das große Konzertevent "Bach on Air" auf dem Leipziger Marktplatz zu eröffnen die Ehre hat. Zu diesen Anlässen erschallen Leipziger Turmmusiken vom Balkon des Alten Rathauses.

L'Art du Bois beim Bachfest LeipzigBild L'Art du Bois

Ebenfalls im Rahmen des Bachfestes Leipzig präsentiert unser junges Ensemble L'Art du Bois ein Programm rund um "Musikalische Vorbilder" des größten aller Thomaskantoren.
Zu hören sind Werke von Sweelinck, Schein, Scheidt, Kapsberger und Telemann, mit denen die Musiker den Weg von Sweelinck über die Norddeutsche Schule zu Bach nachzeichnen.

Auch für das Jahr 2013 besteht übrigens bereits eine Einladung für das Ensemble zum Bachfest: Dann wird dort das Kinderprogramm "Der Articulator" aufgeführt werden, in dem L'Art du Bois ganz ohne Worte zeigt, welch universale Sprache die Musik ist.

Linda Nicholson in der Würzburger ResidenzBild Linda Nicholson

In der Würzburger Residenz wird Linda Nicholson sich am 15. Juni sportlich betätigen: Um 19:30 Uhr beginnt dort der "Klaviermarathon", eine Veranstaltung des Würzburger Mozartfestes, bei der sich die crème de la crème der auf historischen, beziehungsweise konventionellen Clavieren Spielenden den Stab reicht, um Mozart auf verschiedenen Instrumenten in Beziehung zu anderen Komponisten von Bach bis Chopin zu setzen.

Laufen müssen dabei zum Glück nur die Konzertbesucher - die Pianisten verbleiben an ihren jeweiligen Instrumenten. So wird Linda Nicholson um 19:30 Uhr und um 21:45 Uhr im Fürstensaal mit Musik aus Mozarts Lebenszeit, nämlich Sonaten von Haydn und Mozart zu erleben sein.

Lauschen Sie hier zur Einstimmung einem Satz von ihrer CD mit Mozartsonaten, gespielt auf einem Instrument ihrer Sammlung: Einem originalen Hammerflügel von Anton Walter, Wien, um 1797.

Mai 2012


Jubel für B'Rock und René JacobsPlakat Orlando

Jubel im Publikum, Hochstimmung bei den Kritikern: Unser flämisches Barockorchester B'Rock begeisterte unter der Leitung von René Jacobs am Brüssler Theater La Monnaie/De Munt bei einer Neuinszenierung von Händels "Orlando". In den Hauptrollen waren Sänger, wie Bejun Mehta, Sophie Karthäuser oder Sunhae Im zu hören, und die szenische Realisierung lag in den Händen des renommierten Regisseurs Pierre Audi, der die Geschichte in einen zeitgenössischen Kontext setzte, ohne sie aber aufdringlich modernistisch zu gestalten.
Premiere war am Samstag, dem 19. April 2012, im Théâtre La Monnaie in Brüssel, wo es dann bis zum 11. Mai noch neun weitere Aufführungen gab.

Und zum Freuen im Voraus: Zwischen 27. Juli und 3. August 2013 wird diese Produktion in konzertanter Fassung auf Europa-Tournee gehen - weitere Termine auf Anfrage möglich! Wenden Sie sich für Informationen gerne an uns.

Mehrere zusätzliche Gelegenheiten, das Barockorchester live zu erleben, bieten sich übrigens im Juni in Deutschland: Bei den Händel-Festspielen in Halle spielen die jungen Musiker am 9.6. um 19:30 Uhr in der Marktkirche Händel und Lully unter Leitung von Howard Arman, und am 18., 19., 21., 22. und 23.6. sind sie bei den Festspielen Potsdam Sanssouci mit einer szenischen Aufführung der Oper "Piramo e Tisbe" von Hasse unter Andrea Marchiol zu Gast.

Hier können Sie außerdem in einigen Kritiken zur Brüsseler Orlando-Produktion stöbern.

Frischer Vokal-Wind aus PortugalBild Officium

Neu bei Sonus: Das Vokalensemble Officium aus Portugal unter Leitung von Pedro Teixeira, spezialisiert auf Renaissancepolyphonie, das wir uns freuen, in Zukunft vertreten zu dürfen!
Denn nicht nur begeistern die jungen Sänger aus Lissabon mit höchster Stimmkultur, bestens fokussiertem, aber wunderbar warmem Klang und hervorragender Technik, sondern auch noch mit einer unglaublich energiegeladenen Musizierweise und fundiertem Wissen um die stilistischen und musikalischen Erfordernisse ihres Repertoires.

Im Mittelpunkt der Arbeit von Officium steht die portugiesische und spanische Literatur der Renaissance, aber ebenso versiert widmet sich das Ensemble auch der frankoflämischen, italienischen oder englischen Vokalpolyphonie. Viele außergewöhnliche neue Programme sind bereits in Arbeit!
Dabei garantiert Officium in jedem Falle für kultivierteste Interpretationen mit genau dem richtigen Quentchen südländischer Intensität, um das Publikum ununterbrochen in Spannung zu halten.

Willkommen bei SONUS!

Lassen Sie sich hier von einem ersten klanglichen Eindruck des Ensembles bezaubern.

Amphion brilliert in RegensburgBild Amphion

Harmoniemusik at its best: Das Amphion Bläseroktett ließ in seinem Konzert beim renommierten Festival Tage Alter Musik Regensburg am 28. Mai im Reichssaal hören, was für acht Bläser und einen Kontrabassisten möglich ist: Neben einer Parthia von Josef Triebensee und einer solchen von Beethoven erklangen unter anderem ein Satz aus dessen 7. Sinfonie, diverse Lieder von Mozart, und zahlreiche Nummern aus seiner Oper "Die Zauberflöte" in zeitgenössischen Bearbeitungen für Harmoniemusik.
Und so bescheiden das Veilchen dabei auch auf der Wiese stand, verlangte dieses höchst ambitionierte Programm dem Oktett enorme musikalische, technische und auch konditionelle Leistungen ab, die sie jedoch souverän meisterten - und die vom Publikum mit tobendem Applaus belohnt wurden.

Das Konzert wurde von Deutschlandradio Kultur aufgezeichnet, und ist am 5. Juni ab 20:03 Uhr auf diesem Sender nachzuhören.
Ein Videomitschnitt wird demnächst bei Youtube zu sehen sein.

Alt und Neu im KosovoBild ars poetica

Nicht nur Alte, sondern auch ganz Neue Musik brachten unsere sowohl in der mittelalterlichen, als auch in der zeitgenössischen Musik heimische Sängerin Sabine Lutzenberger und der ebenso vielseitige Pianist und Cembalist Wolfram Oettl beim Remusica-Festival im kosovarischen Prishtina zu Gehör, wo sie auf Einladung des Goehteinstituts Belgrad und des Festivalleiters Rafet Rudi gastierten.

Auf dem Programm standen Kompositionen von Monteverdi, Hildegard von Bingen und Brunel de Tours ebenso, wie zeitgenössische Werke von David Lang, Wolfram Oettl und Artur Avanesov, aber auch Improvisationen über Texte von Michel Houellebeq oder Ingeborg Bachmann: Ein sehr anspruchsvolles Programm, das aber vom Publikum in Prishtina mit großer Begeisterung begrüßt wurde.

April 2012


La Divina Armonia mit neuen HändelnBild La Divina

Erschöpft, aber glücklich beendete das Ensemble La Divina Armonia die Aufnahmesitzungen für seine zweite CD mit Orgelkonzerten von Georg Friedrich Händel. Geleitet wurde diese Aufnahme von Lorenzo Ghielmi, der auch die Solopartien spielte.
Nachdem die erste CD des Ensembles mit den Händel'schen Orgelkonzerten Op. IV Nr. 1-6, die 2008 erschienen war, von Publikum und Kritik einhellig enthusiastisch begrüßt, und unter anderem mit der begehrten französischen Auszeichnung Diapason d'Or prämiert wurde, kann man sich nun also auf die nächste Edition freuen

Erscheinen wird die neue CD Ende diesen Jahres beim belgischen Label Passacaille.

Hören Sie hier als kleinen Vorgeschmack in die erste CD hinein!

Leibliches und SeelischesBild L'Art du Bois

Am 15. April 2012 war L'Art du Bois in Donaueschingen mit einem Programm zu erleben, das Leib und Seele gleichermaßen ansprach: "À la Carte: Tafelfreuden & Ohrenschmaus - ein europäisches Menu" bot dem Publikum des ausverkauften Konzertes die Gelegenheit, zu den von den jungen Musikern gewohnt mitreißend dargebotenen akustischen Genüssen aus dem barocken England, Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien passende kulinarische Köstlichkeiten aus den enstprechenden Ländern, präsentiert vom ortsansässigen Caterer, zu genießen.

Alle Beteiligten waren höchst beglückt von diesem Abend - eine Empfehlung also auch für Veranstalter, die ein der Alten Musik gegenüber noch etwas misstrauisch gestimmtes Publikum überzeugen möchten!

Johannes neuCD Johannespassion

Lang erwartet und nun hochgelobt: Soeben ist Bachs Johannespassion BWV 245 in der Interpretation von La Petite Bande unter Sigiswal Kuijken in solistischer Besetzung (mit Ripieni) auf CD herausgekommen. Als Sopranistin singt auf dieser Einspielung - wie auch auf den meisten CDs aus der Reihe der Bachwerke - Gerlinde Sämann, und überzeugt dabei nicht nur in technischer Hinsicht uneingeschränkt, sondern setzt auch musikalisch Maßstäbe.

Genießen Sie hier einen kleinen Eindruck.

Joshua Rifkin als Hausherr der PolyphonieCD Johannespassion

Im November 2011 wurde von der belgischen Königin Fabiola ein ungewöhnliches Gebäude seiner Bestimmung übergeben: Das Haus der Polyphonie im flämischen Leuven.
Dieses weltweit einmalige Projekt wurde in der Alamire-Foundation erdacht, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die frankoflämische Vokalpolyphonie möglichst umfassend zu erforschen - und dieser Forschung mit dem Huis van de Polyfonie auch ein ganz konkretes Zuhause zu geben, in dem Wissenschaftler, Musiker und Künstler anderer Genres sich in einer Art Laborsituation ganz dem Gegenstand ihres Forschens hingeben können.

Erster Hausherr dieses Gebäudes in der berühmten Abtei van het Park ist der amerikanische Dirigent, Cembalist und Wissenschaftler Joshua Rifkin, der hier nun für drei Monate forschen, proben und leben darf - und die belgische Küche genießen...

März 2012


Telemann wird 50 - mit B'RockBild B'Rock

Nein, natürlich nicht er persönlich wurde 50 - nur seine aktivste Repräsentanz in heutiger Zeit: Die Magdeburger Telemann Festtage feierten vom 10.-18. März ihr 50. Jubiläum, und unserem Barockorchester B'Rock wurde die Ehre zuteil, am 18. März um 16 Uhr das Abschlusskonzert dieses denkwürdigen Jubiläumsjahrgangs spielen zu dürfen.

Eine besondere Freude, da B'Rock sich dem Magdeburger Komponisten ohnehin verbunden fühlt (man erinnere sich an die erste CD des Ensembles, mit Telemann'schen Orchestersuiten!). Nun erklangen im Magdeburger Gesellschaftshaus in gewohnt lebendiger und mitreißender Interpretation eine Ouverture und drei Concerti des Komponisten - mit Pauken und Trompeten!

Hören Sie hier einen kleinen Ausschnitt aus diesem mit frenetischem Beifall honorierten Konzert.

Johannespassion und Tartini mit Hiro KurosakiBild Hiro

Besucher der Philharmonie Essen können sich am 25. März 2012 auf ein besonderes Konzertereignis zur Passionszeit freuen: Um 17 Uhr bringen die Cappella Coloniensis und die Himlische Cantorey unter der Leitung von Barockgeiger Hiro Kurosaki, Konzertmeister des legendären Ensembles Les Arts Florissants, Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion BWV 245 zur Aufführung.
Zu hören sein wird die zweite Fassung von 1725.

Seltene Preziosen kann man mit Hiro Kurosaki außerdem am 10 März 2012 um 19:30 Uhr im Brahmssaal des Wiener Musikvereins hören, wenn er nämlich zusammen mit dem Clemencic-Consort unter René Clemencic Musik von Giuseppe Tartini zu Gehör bringen wird - ein Komponist, dessen großenteils unglaublich schwere Violinpartien bis heute nicht von allzuvielen Geigern gespielt werden können.
Genießen Sie das Konzert mit einem Musiker, der es sich leisten kann, dieses Repertoire zu interpretieren!

Unesco-Musiktag mit B'RockBild B'Rock

Ehre widerfuhr unserem Barockorchester B'Rock: Nachdem die drei Städte Gent, Bologna und Sevilla jeweils zur Creative City of Music ausgerufen worden sind, lud das Musikzentrum de Bijloke in Gent nun zu einem Unesco Musiktag ein: Am 11. März spielten zu diesem Anlass jeweils ein Barockorchester aus Sevilla und Bologna, und - für die Genter Musikgemeinde - B'Rock im großen Unesco-Festkonzert Barockmusik aus ihren Heimatstädten.
Bei B'Rock standen dafür Werke von Jacques Loeillet, Pieter van Maldere, Henri-Jacques de Croes, Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann auf dem Programm.

Zwei Tage früher, am 9. März, war B'Rock dafür zu Gast auf dem Barockfestival im spanischen Sevilla - ebenfalls mit dem Programm With love from Gent.

Hier können Sie einen kleinen Videoausschnitt aus dem Konzert betrachten.

Februar 2012


RaritätenCD dominik

Lieder skandinavischer Komponisten trifft man hierzulande im Konzert, aber auch auf Tonträger nur äußerst selten an. Der Bassbariton Dominik Wörner und sein Begleiter Simon Bucher haben die Bibliotheken durchforstet und hier mit einer Reise durch alle skandinavischen Länder ein ausgesprochen hörenswertes Programm mit Liedern von bekannten (Edvard Grieg, Jean Sibelius) und weniger bekannten skandinavischen Komponisten (Niels Gade, Ture Rangström, Yrjö Kilpinen) unter dem Titel „Nordische Lieder“ zusammengestellt.
Darunter findet sich auch eine Weltersteinspielung des Liederzyklus op.24 von Gade, der sich bereits bei mehreren Konzertaufführungen als veritabler Überraschungserfolg erwiesen hat.

Genießen Sie hier einen kleinen Eindruck aus einem der Konzerte.

Joshua Rifkin: Zur PersonBild Joshua Rifkin

Zur Sache geht es am 12. Februar, wenn auf dem Radiosender SWR 2 die Sendung "Zur Person" dem amerikanischen Dirigenten, Cembalisten, Pianisten und Musikwissenschaftler Joshua Rifkin gewidmet ist.
Die Journalistin und Redakteurin Dagmar Munck geht hier im Gespräch von 15:05 Uhr bis 17:00 Uhr nicht nur auf seine Thesen zur Bach-Interpretation ein, sondern auch auf älteres und neueres Repertoire, auf seine neueren und neuesten Forschungsergebnisse und seine Musikauffassung insgesamt.

Anschließend kann das Gespräch noch für eine Woche im Online-Archiv nachgehört werden.

Januar 2012


Lorenzo Ghielmi on TourLorenzo Ghielmi

Mit den Französischen Suiten und dem „Concerto nach italiänischer Manier“ von Johann Sebastian Bach gestaltete Organist und Cembalist Lorenzo Ghielmi im Januar eine sehr erfolgreiche Tournee mit Solo-Rezitals durch Brasilien.
Ende Februar, Anfang März ist er dann in der Gegenrichtung unterwegs, da ihn eine Tournee mit dem gleichen Programm durch die Konzertsäle Japans führt. Dieses Repertoire hat Lorenzo Ghielmi im Winter auch eingespielt. Die Veröffentlichung der CD beim belgischen Label Passacaille steht bevor.

Daneben widerfuhr dem Musiker soeben eine besondere Ehre: Er ist er als Artist in Residence für Juni 2012 an die Universität Utrecht berufen worden.

Dezember 2011

Eve Koplis erste Solo-CDBild CD Eve

Weihnachtsmusik von Johann Sebastian Bach und Zeitgenossen ist auf der ersten Solo-CD der estnischen Sopranistin Eve Kopli zu hören, unter anderem die Bach'sche Sopran-Arie "Öffne dich, mein ganzes Herze", oder Giacomo Carissimis Kantate "Salve, salve, puelulle".

Eve Kopli wird begleitet von der Organistin Babette Mondry auf der Orgel der Peterskirche in Basel.

Genießen Sie hier einen kleinen Eindruck.

Flämische WeihnachtsfreudeBild Gardellino

Es ist vollbracht: il Gardellino hat - nach mehreren sehr erfolgreichen Konzerten mit diesem Werk - Bachs Musikalisches Opfer Anfang Dezember auch auf CD aufgenommen. Sophie Gent, Violine, Jan De Winne, Traverso, Vittorio Ghielmi, Viola da Gamba und sein Bruder Lorenzo Ghielmi, Silbermann-Hammerklavier, verbrachten einige höchst ertragreiche Tage mit der Einspielung, die im kommenden Jahr beim Label Passacaille erscheinen wird.

Hier finden Sie einen Vorab-Eindruck von Klang und Interpretation der Musiker aus einem Konzertmitschnitt.

Dominik Wörner philharmonischBild dominik

Am 18. Dezember 2011 wirkte Bassbariton Dominik Wörner bei einem umjubelten Konzert in der Berliner Philharmonie mit: Unter der Leitung von Masaaki Suzuki musizierten ein handverlesenes Solisten-Quintett, der RIAS-Kammerchor sowie das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin.
Zu hören waren die erste Ouverturesuite C-Dur und die Kantate „Christen ätzet diesen Tag“ von Johann Sebastian Bach, sowie die c-Moll-Messe von Wolfgang Amadé Mozart.
Das Konzert wurde von Deutschlandradio Kultur live übertragen.

November 2011


Gerlinde Sämann in HochformBild Gerlinde

Soeben erschien die aktuellste CD der Gesamteinspielung aller Bachkantaten mit Sigiswald Kuijken und La petite Bande im Handel: Volume 14 enthält die Kantaten BWV 91, 57, 151 und 122. Als Sopranistin ist auch in diesem Volume Gerlinde Sämann zu hören, die sich hier gegenüber den früheren CDs sogar noch einmal gesteigert hat: So leicht und mühelos, dabei immer substanzvoll hört man Bach selten. Dazu begeistert sie mit glasklarer Artikulation und vor allem mit beeindruckender Hingabe an den Text, den sie atmosphärisch unglaublich dicht und trotzdem natürlich interpretiert.

Genießen Sie hier einen kleinen Eindruck.

Oktober 2011

Neu: B'Rocks 8 JahreszeitenBild Vivaldi-CD

Nicht nur vier, sondern acht Jahreszeiten finden sich auf dieser neuesten CD des belgischen Barockorchesters B'Rock mit seinem Konzertmeister und Violin-Solisten Rodolfo Richter: Vier von Antonio Vivaldi, und vier von John Cage! Nach seinen drei ersten CDs, auf denen ausschließlich Barockmusik zu hören war, unterstreicht das junge Ausnahmeorchester mit dieser Veröffentlichung nun auch auf CD seinen bereits in vielen Konzerten verwirklichten Anspruch, Alte Musik nicht als Museumsartikel zu verstehen, sondern in einem zeitgenössischen Kontext - sie nicht nur lebendig zu spielen, sondern auch als Teil des heutigen, des eigenen Lebens mit Neuer Musik zu konfrontieren.
Tatsächlich hat das Orchester hier nicht nur Neue Musik, sondern auch die Alte Musik in neuer Weise aufgenommen - das ist Vivaldi at its best: vital, sprechend, aufrüttelnd, mitreißend auf der einen Seite, aber auch drogierend gelassen, sensibel und entspannt auf der anderen. Und alles natürlich in gewohnter technischer Topqualität!

Überzeugen Sie sich bei einem Klangbeispiel.

Hier geht es zu einem Interview mit Frank Agsteribbe, dem Cembalisten dieser Aufnahme, in dem er erläutert, wie Vivaldi und Cage zusammenpassen - und für diese CD zusammenkamen.

il Gardellino auf Asien TourneeBild Gardellino Probe

Bangkok, Singapur, Hongkong, Seoul, Yonsei, Ulsan und Daejeon waren die Stationen einer zweiwöchigen Asientournee unseres Ensembles il Gardellino mit Jan De Winne und Marcel Ponseele.
Auf dem Programm standen Werke von Vivaldi, das Oboenkonzert d-Moll von Marcello, das 5. Brandenburgische Konzert von Bach, aber auch ein Quartett von Janitsch, das für das asiatische Publikum eine echte Neuentdeckung bot. Neben den Konzerten waren die Musiker des Ensembles außerdem für Kurse und Meisterklassen in Singapur und Hongkong eingeladen.

Alle Auftritte wurden begeistert gefeiert, und auch diverse Radiomitschnitte zeigten, welche Wertschätzung man der historischen Aufführungspraxis in den asiatischen Ländern bereits erweist - und die nächste Asientour für 2013 ist bereits in Planung!

Lorenzo Ghielmi weiht Orgel in Brüssel einBild Notre Dame Sablon

Am 22. Oktober wurde Lorenzo Ghielmi die ehrenvolle Aufgabe zuteil, die neue Orgel von Rudi Jacques in der Kirche Notre-Dame au Sablon in Brüssel einzuweihen; eine Orgel, die - wie man es in Belgien erwartet - ganz auf die Erfordernisse des Repertoires aus Renaissance und Barock zugeschnitten ist.
So konnte sich der Mailänder Organist auf diesem Instrument sehr zu Hause fühlen, und spielte Werke von Frescobaldi, de Arauxo, Georg Böhm, Scarlatti, Händel und Bach.

September 2011


Tenoraler Zuwachs!Bild David Munderloh

Gute Tenöre sind rar - insbesondere im Bereich der Alten Musik, wo sie nicht nur hoch und laut, sondern gerade auch hoch und leise singen können müssen. Und gleichzeitig sollten alle Töne - ob hoch oder tief - auch noch in einem sinnvollen, textentsprechenden Zusammenhang stehen und rhethorisch überlegt interpretiert werden, sollte sich die Schlankheit, Beweglichkeit und Koloraturensicherheit einer solchen Tenorstimme doch auch mit Glanz und Präsenz paaren.
Der in der Schweiz lebende amerikanische Tenor David Munderloh gehört zu den wenigen, die diese Ansprüche erfüllen - und dazu erfreut er als versierter Ensemblesänger auch noch über ein ausgezeichnetes Gehör und eine ebensolche Intonation.

Herzlich willkommen bei Sonus!

Hier können Sie sich einen ersten klanglichen Eindruck seiner Stimme und seines Könnens verschaffen.

Hommage an FaschBild Fasch-CD

Concerti für verschiedene Instrumente von Johann Friedrich Fasch sind auf der neuen CD il Gardellino zu hören. Zu einem Teil handelt es sich dabei um Werke mit der vollen und festlichen Prachtentfaltung von Trompeten und Pauken, zu einem anderen Teil präsentiert diese Einspielung aber auch um etwas kleiner dimensionierte, wunderbar innige Concerti für ganz ungewöhnliche Besetzungen, zum Beispiel für zwei Oboen da Caccia und zwei Violen.
il Gardellino wird den einen ebenso mühelos und angemessen gerecht, wie den anderen - und hat damit hier schon zum zweiten mal eine uneingeschränkt empfehlenswerte CD mit Werken (darunter diversen Ersteinspielungen) des Zerbster Hofkapellmeisters vorgelegt, die entschieden zu Unrecht in Vergessenheit geraten waren!

Hören Sie hier ein Stück aus einer Liveaufnahme des Programms, das dann auch auf der CD eingespielt wurde.

August 2011

Joshua Rifkin und The Bach Ensemble auf DeutschlandtourneeBild Bach Ensemble

Gleich drei Mal war dasBach Ensemble aus New York/Boston im August live in Deutschland zu hören: Am 4. August, 20 Uhr im Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd erklangen die Kantaten BWV 12, BWV 106 und BWV 161 von J.S. Bach, dazu die Kantate O Gottes Stadt, o güldnes Licht von Dieterich Buxtehude - mit exquisit-solistischer Sängerbesetzung: Gerlinde Sämann, Sopran, Margot Oitzinger, Alt, Gerd Türk, Tenor, und Christian Hilz, Bass.

Das Konzert wurde vom SWR aufgezeichnet und am 1. Oktober um 19:05 Uhr auf SWR 2 gesendet.


Im thüringischen Arnstadt gastierten die amerikanischen Musiker in kleinerer Besetzung bei einem speziell auf sie zugeschnittenen Festival: Dem Bach:Sommer, der unter anderem mit öffentlichen Proben, Diskussionsveranstaltungen und einem großen Sommerfest auch den persönlichen Kontakt des Publikums mit den Musikern ermöglichte.
Zum Vormerken: Auch nächsten Sommer wird das Bach Ensemble wieder in Arnstadt zu Gast sein - und in der letzten Maiwoche 2013 wird man die Amerikaner mit Bach'schen Pfingstkantaten auf mehreren Festivals in Europa erleben können!

Per-Sonat: Rom, 2.-12. JahrhundertBild Sabine Lutzenberger

Mit spätantiken und frühchristlichen Hymnen aus der Zeit zwischen dem 2. und dem 12. Jahrhundert war Per-Sonat am 28. August beim renommierten Festival Oude Muziek Utrecht, dem größten Alte Musik-Festival der Welt zu Gast: Ein trotz - oder gerade wegen? - des ungewöhnlichen Repertoires restlos ausverkauftes und enthusiastisch bejubeltes Konzert, das Per-Sonat auch gleich noch eine Einladung zu den Konzerten des Netwerk Oude Muziek im Oktober 2012 einbrachte.
Hören Sie hier einen Hymnos aus dem 2. Jahrhundert!

Klangpracht rund um FrescobaldiBild Concerto Palatino

Die Girolamo Frescobaldi zugeschriebene Missa sopra l'aria della Monica stand im Mittelpunkt des Konzertes von Concerto Palatino beim Festival Oude Muziek Utrecht am 31. August um 20 Uhr: Ein Fest mehrchöriger Klangpracht!
Umrahmt wurde diese Komposition von Motetten, Canzonen und Partiten von Palestrina und Ottavio Bargnani, die auch kleiner besetzten Hörgenuss boten; unter anderem mit Bruce Dickeys eigenen Diminutionen auf Palestrinas Nigra sum, in denen er zeigte, was auf dem Zinken musikalisch und technisch möglich ist...

Das Konzert wurde sowohl vom niederländischen Fernsehsender AVRO, als auch von Radio4 live ausgestrahlt. Hier können Sie den Livemitschnitt auf Youtube ansehen!

Juli 2011


Uraufführung mit Per-Sonat in FrankreichBild Per-Sonat

Zwar spielte das Ensemble Per-Sonat in Frankreich eigentlich auf einem Mittelalter-Festival - genauer: dem renommierten Festival Musique Médiéval Abbaye du Thoronet - doch erklang hier am 19. Juli neben französischer Musik aus dem 13. und 14. Jahrhundert zum Roman de la Rose auch eine Uraufführung. Der Komponist Christoph Herndler hat sein Werk "Blütenblatt abgeblättert" speziell für Per-Sonat und die Kombination mit dem Rosenroman geschrieben.
Und so konnten sich Sabine Lutzenberger und ihr Ensemble in diesem Festival auf beiden Feldern profilieren, denen sie so zugetan sind: Der ganz Alten, und der ganz Neuen Musik.



Juni 2011


Orphée d'or für Joel FrederiksenBild Joel Frederiksen

Der Orphée d'Or ist eine sehr begehrte Auszeichnung, die einmal jährlich von der aus Musikjournalisten, Rezensenten und Wissenschaftlern zusammengesetzten Académie du Disque Lyrique vergeben wird. In diesem Jahr ging der Preis im Mai an Emma Kirkby und Joel Frederiksen für die CD Opera Onmia Vol. 4 von Mikolaj Zielenski (um 1560 - um 1620), auf der sie mit dem polnischen Collegium Zielenski unter Stanislaw Galonski zu hören sind: Ein Fest der Stimmen, und gleichzeitig eine interessanter Einblick in das Schaffen des wohl wichtigsten polnischen Komponisten vor Chopin!



Hören Sie hier einmal in die Aufnahme hinein.

Per-Sonat in MontalbâneBild Per-Sonat

Die intellektuelle Welt Mitteleuropas um 1200: Der Welt den Rücken zu kehren und zu Askese und Armut zurückzukehren, ist eine Strömung - die sich vorbereitende Aufklärung, das »sich nach außen wenden« die andere. Die kompositorischen Vermischungen von religiöser und profaner Dichtung und Musik spiegeln Umbrüche in Theologie, Philosophie und Politik.
Um diese Aspekte drehte sich das Programm, das Per-Sonat am 18. Juni im renommierten Mittelalter-Festival montalbâne in Freyburg an der Unstrut zu Gehör brachte.

Sabine Lutzenberger, Sopran, Miriam Andersen, Sopran und Harfe, und Felix Stricker, Zugtrompete stellten der kunstvollen mehrstimmigen Musik der Kathedrale Notre Dame in Paris die französische höfische Musik der Zeit, sowie die traditionelle einstimmige Choralpraxis der Zisterzienser gegenüber.

Mai 2011


Neu entdeckt: Amerikanische Alte MusikBild Rose of Sharon

"The Rose of Sharon" ist der Titel der neusten CD-Veröffentlichung des Ensemble Phoenix Munich unter Joel Frederiksen, die sich mit der amerikanischen Musik des 18. und 19. Jahrhunderts befasst. Zu hören sind darauf die Lieder und Choräle der jungen amerikanischen Gemeinden in dieser Zeit, die oft auf bekannten Melodien etwa des lutherischen Gesangbuches fußen, aber in oft ganz eigener Weise modifiziert und an die Bedürfnisse der Neuen Welt angepasst wurden

Hier können Sie eine Hörprobe nehmen!

April 2011


Magelone im OriginalklangBild Schöne Magelone

Die 15 Romanzen aus Ludwig Tieck´s Magelone (1861-1869) sind der größte und gleichzeitig anspruchsvollste Lied-Zyklus von Johannes Brahms. Die quasi sinfonischen Lieder weisen einen - entsprechend der romantischen Märchenvorlage - bei Brahms einmaligen jugendlich-schwärmerischen Gestus auf und fordern von Sänger und Pianist gleichermaßen Höchstleistungen.

Bassbariton Dominik Wörner hat diesen Zyklus nun mit Masato Suzuki am Hammerflügel bei ARS auf CD herausgebracht - und das Duo wird den hohen Anforderungen in einer vorbildlichen Originalklang-Produktion mit Referenzcharakter an einem historischen Streicher-Flügel (Wien 1870), dessen baugleiches Schwesterinstrument der Komponist in seiner Wiener Wohnung stehen hatte, mühelos und souverän gerecht: Da bleiben klanglich und interpretatorisch keine Wünsche offen - und im aufwändig gestalteten Booklet finden sich auch noch eigens für das Projekt gemalte Illustrationen des Märchens von dem japanischen Maler Kensaku Fukazawa.

Hören Sie hier hinein!

Feo on tourBild Konzert La Divina

Begeisterte Konzertbesucher, enthusiastische Kritiken: Darüber konnte sich das Ensemble La Divina Armonia mit und unter Lorenzo Ghielmi freuen, das vor Ostern mit der Passio secundum Joannem des Neapolitanischen Bach-Zeitgenossen Francesco Feo auf Tournee war, und unter anderem in Brüssel, Oslo, Basel, Salzburg sowie beim Osterfestival Tirol (Bild) gastierte. Als Solisten waren Doron Schleifer (Evangelist), Mirko Guadagnini (Pilatus) und Krystian Adam (Jesus), und Marta Fumagalli (Alt-Arien) mit von der Partie.

Das solistische besetzte Instrumentalensemble faszinierte nicht nur durch seine große klangliche und farbliche Flexibilität - vom zupackenden Turbachor bis zum wunderbar sanglichen, geradezu ätherischen Lamento - sondern auch durch seine hervorragenden Solistenleistungen(etwa die traumhaft gespielte Solovioline von Stefano Barneschi!), durch optimales Zusammenspiel und perfekte Intonation. Unter den Vokalsolisten begeisterte mit seiner klaren, virtuos-beweglichen Stimme und ungemein einfühlsamen Interpretation vor allem der junge israelische Countertenor Doron Schleifer als Evangelist.

Hören Sie hier einen Ausschnitt vom Konzert in Hall in Tirol!

März 2011


Concerto Palatino: Jubiläumsgroßprojekt besiegeltBild Concerto Palatino

2012 ist Gabrieli-Jahr: Vor 400 Jahren starb dieser Großmeister der venezianischen Mehrchörigkeit, dessen Werke zum Kernrepertoire unseres Ensembles Concerto Palatino gehören. Entsprechend möchten die Zinkenisten und Posaunisten um Bruce Dickey und Charles Toet dieses Jubiläum natürlich würdig begehen - ebenso, wie auch andere Ensembles, die dem gleichen Repertoire verpflichtet sind; beispielsweise die englische Gruppe His Majesty's Sagbutts and Cornetts um Jeremy West und das Vokalensemble Ex Cathedra unter Jeffrey Skidmore.

Was läge da näher, als - auch im Sinne der mehrchörigen Besetzungen von Gabrielis Werken -zusammenzuarbeiten? Und noch dazu gleich auch den 25. Geburtstag von Concerto Palatino und den 30. von His Majesty's zu feiern?
Gedacht - getan! Nach kurzen Beratungen kamen die drei Ensembles in Konzeption und Programmierung eines veritablen Jubiläumskonzertes überein, und so kann man sich nun 2012 auf prächtige, ja geradezu monumentale Klänge mit Zinken, Posaunen und Stimmen freuen - unter anderem in im Festival Laus Polyphoniae Antwerpen, im Fränkischen Sommer, im Edinburgh Festival und in Birmingham.

Kontaktieren Sie uns gerne für nähere Informationen zu Programm, Budget und Terminen!

Gastspiel in der ZarenstadtBild Paul Van Nevel

Paul Van Nevel bringt die Ars Antiqua nach Russland: Acht Tage lang arbeitet der flämische Dirigent im März im prächtigen St. Petersburg als Gastdirigent mit einem russischen Vokalensemble an Repertoire von der Ars Antiqua bis zur frankoflämischen Spätrenaissance, bevor das Ergebnis dann in einem Konzert am 18. März im Tavrichesky Palast zur Aufführung kommt.

Die Einladung erfolgte, nachdem bei einem Konzert im September 2009 mit dem Huelgas Ensemble erstmals nach Jahrzehnten (oder Jahrhunderten?) wieder Renaissancemusik in der ehemaligen Zarenstadt erklungen war - was seinerzeit für die Besucher des St. Petersburg Early Music Festivals einen ganz neuen Eindruck bedeutete.

Neu bei Sonus: Eve KopliBild Eve Kopli

Ein erfreulicher Neuzugang aus Estland: Eve Kopli hat erst kürzlich ihre solistische Ausbildung an der Schola Cantorum in Basel abgeschlossen, aber schon während ihrer Studienzeit in vielen Ländern Europas und den USA konzertiert. Ihr hoher Sopran besticht durch enorme Klarheit und wunderbaren Glanz, und dabei verfügt die junge Sängerin auch über große musikalische Ausdruckskraft und einen außergewöhnlichen Sinn für Textgestaltung.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Hier geht es zu einem Hörbeispiel.

Februar 2011


Testament - zweiter TeilBild Profundis-CD

Als sein "musikalisches Testament" bezeichnet Oboist Marcel Ponseele eine Reihe von fünf CDs mit Bachkantaten, aber auch einigen Werken von Bach-Zeitgenossen, die er mit seinem Ensemble Il Gardellino zwischen 2010 und 2012 herausbringt. Wobei er keine finalen Gedanken mit dem Begriff Testament verbindet; nur meint er, man müsse ein Testament schließlich zu Lebzeiten abfassen.
Nun ist die zweite CD dieser Reihe erschienen: "De profundis" steht als Titel darüber, und sie versammelt die Bachkantaten BWV 131, "Aus der Tiefen", und BWV 177, "Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ", sowie die Kantate "Aus der Tiefen" von Christoph Graupner.

Diese Werke sind hier unglaublich leicht und licht, oft fast tänzerisch schwingend, und außerordentlich durchsichtig interpretiert, ohne dass es dem Musizieren aber an Tiefe der Empfindung oder Intensität fehlen würde. Dazu singen und spielen die Musiker von Il Gardellino wunderbar sanglich, nahe am Text, dabei voller Glanz und Süße.

Hier geht es zu einem Hörbeispiel

Service für EntdeckerBild Alex_Arlt

Die Alte Musik-Szene ist entdeckungsfreudig: Immer wieder tauchen in Bibliotheken und Sammlungen lange vergessene Werke auf, finden sich alte Handschriften und Drucke.

Für eine Aufführung benötigt man aber meist Notenmaterial im modernen Erscheinungsbild.
Da dieses Problem auch bei den Sonus-Musikern und vielen mit uns zusammenarbeitenden Veranstaltern immer wieder zur Debatte steht, bieten wir nun auch die Erstellung von Stimmen und Partituren in moderner Computergrafik in Kooperation mit dem frisch gegründeten Notensatzbüro unseres Mitarbeiters Alexander Arlt an. Der Musikwissenschaftler und Musikpädagoge, der sich auf eben solche Probleme spezialisiert hat, tüftelt für Sie mit großer Kompetenz und höchster Begeisterung an unlesbaren Handschriften und vergilbten Drucken!

Hier finden Sie weitere Informationen.

Januar 2011


Neu bei Sonus: Amphion BläseroktettBild Amphion

Ein zwiefach klassischer Grund zur Freude: Mit dem Amphion Bläseroktett begrüßen wir ein Ensemble in den Reihen der Sonus-Musiker, das nicht nur vom Repertoire her auf die Musik der Klassik spezialisiert ist, sondern auch schon selbst als Klassiker unter den Gruppen gilt, die sich auf die Harmoniemusik konzentrieren.

Dabei beschäftigen sich die neun Musiker jedoch nicht nur mit den großen Namen unter den Komponisten, die für Harmoniemusik geschrieben haben, sondern widmen sich mit viel Begeisterung und sicherem Geschmack auch immer wieder unbekannteren Autoren zu - was bislang noch jedes Mal höchst hörenswerte Ergebnisse zeitigte!

Willkommen bei Sonus!

Klicken Sie hier für einen ersten akustischen Eindruck des Ensembles.



Alex Potter mit neuer Solo-CDRosenmüller-CD

Solomotetten und Sonaten von Johann Rosenmüller sind auf dieser wunderschönen neuen Solo-CD von Countertenor Alex Potter zu hören, die beim Label Ramée herauskam. Eine CD, die sowohl musikalisch, als auch vom Repertoirewert her bemerkenswert ist: So kann man bei Alex' traumhaft schwebend-geradem Klang, seiner perfekt geführten und doch immer wandlungsfähigen Stimme, seiner optimalen Gestaltung von Text- und Melodielinien ohnehin schon in's Schwärmen geraten, doch außerdem findet sich auf dieser Aufnahme auch noch wunderschöne Musik - darunter mehrere Weltersteinspielungen von Motetten, die der junge Sänger wiederausgegraben hatte.

Begleitet wird der Countertenor dabei vom ungemein engagiert, lebendig und zugkräftig agierenden Ensemble Chelycus, das sich klanglich und musikalisch wunderbar an den Counterklang anpasst, textnah und sprechend gestaltet, und auch in den instrumentalen Werken absolut überzeugt.

Hören Sie hier einmal hinein!

Schwingt freudig Euch empor!Bild CD Vol.47

Mit Hana Blazikova, Sopran, Satoshi Mizukoshi, Tenor, und Peter Kooij, Bass, sind auf der zuletzt erschienenen CD, dem Volume 47 aus der Reihe der Gesamteinspielung sämtlicher Bach-Kantaten mit dem Bach-Collegium Japan unter Masaaki Suzuki gleich drei der von Sonus vertretenen Sänger sind auf zu hören. Und auch bei dieser Aufnahme mit den Kantaten BWV 36, 47 und 27 kann man sich natürlich wieder an der gewohnten Perfektion, dem wohlausgewogenen, aber doch nie sterilen Musizieren von Suzuki und seinem Ensemble erfreuen.

Lauschen Sie hier einer von Satoshi Mizukoshi musikalisch wunderschön gestalteten und klanglich traumhaft mühelos gesungenen Tenorarie aus BWV 36, 'Schwingt freudig euch empor'!


DEZEMBER 2010


Bach satt mit Bach EnsembleBild Bach Ensemble

Das belgische Barockensemble La petite bande lädt am 12. Dezember zu einem besonderen Ereignis ein: Einem Bach-Tag - einer Angelegenheit für echte Hardliner...

Denn dieser Bach-Tag beginnt bereits am Vormittag mit einer Podiumsrunde, bei der sich Joshua Rifkin, Andrew Parrott und Sigiswald Kuijken über die von ihnen praktizierte solistische Besetzung in Werken Bachs austauschen.
Am Nachmittag werden dann die klanglichen Belege für ihre gemeinschaftliche These geliefert: Taverner Consort and Players führen die Kantaten I-III von Bachs Weihnachtsoratorium auf, Joshua Rifkin und sein Bach Ensemble (mit Margot Oitzinger, Alt) die Kantaten IV-VI, und im abendlichen Abschlusskonzert sind diverse Weihnachtskantaten mit La petite Bande (und Gerlinde Sämann, Sopran) unter Sigiswald Kuijken zu hören.



Das fünfte TürchenBild Art du Bois

Gleich zwei Mal ist unser Ensemble L'Art du Bois im Dezember im Fernsehen zu erleben: Einmal als fünftes Türchen des musikalischen Adventskalenders im SWR Fernsehen am 5. Dezember um 16:00 Uhr.
Und auch Heiligabend kann man sich mit den jungen Musikern verschönen, denn an diesem Tag spielen sie im Weihnachtkonzert "Musikalische Weihnachtsreise", ebenfalls im SWR-Fernsehen.

Friedensseufzer und Kriegsgeschrei zum ChristbaumschmückenBild Concerto Palatino

Für Christbaumfreunde und Weihnachtsmuffel gleichermaßen zu empfehlen: Am 23. Dezember um 20:05 Uhr wird auf auf WDR3 der Livemitschnitt des Konzertes des Ensembles Concerto Palatino unter Bruce Dickey und Charles Toet übertragen, der bei den Tagen Alter Musik in Herne im November entstand.
Zu hören sind Werke aus der Zeit des 30jährigen Krieges, sowie Kompositionen, die zur Feier des Westfälischen Friedens 1648 entstanden.

NOVEMBER 2010


SchwanengesängeBild CD Schwanengesang

Schuberts posthum zusammengestelltem Liedzyklus D 957, betitelt Schwanengesang haben Bassbariton Dominik Wörner und sein Begleiter Christoph Hammer (Hammerklavier) nun auf einer wunderbaren neuen CD herausgebracht. - Natürlich nicht nur in bewährt expressiver, dabei aber sehr natürlicher Manier, sondern auch in konsequent historisch-kritischer Herangehensweise.
So bediente der Sänger sich für diese Einspielung des Notenerstdrucks von Tobias Haslinger von 1829, ließ aber auch im Hinblick auf die Transponierung der Lieder, ihre Reihenfolge auf der CD, sowie das Instrument höchste Sorgfalt walten: Christoph Hammer spielt einen originalen Hammerflügel von Conrad Graf, Wien, aus Schuberts Todesjahr.

Ein weiterer Bonus der Aufnahme besteht darin, dass der posthum so betitelte Schwanengesang hier von den beiden von Schubert selbst so benannten - und erstaunlicherweise recht unbekannten - Liedern mit dem Titel Schwanengesang D 318 und D 744 umrahmt wird.
Daneben wurden dem Zyklus auf der CD noch die Taubenpost D 965A und Sehnsucht D 636 zur Seite gestellt.

Hier können Sie in die Neuerscheinung hineinhören.

Bach auf Laute komplett und liveBild Jakob

Das gesamte Werk für Laute von Johann Sebastian Bach spielt der Lautenist Jakob Lindberg in zwei Konzerten in Bremen.
Diese finden am 5. und 6. November, jeweils um 19:30 Uhr in der Kirche Unser Lieben Frauen statt.

Und auch, wenn Sie das Konzert nicht live erleben können, müssen Sie sich den kompletten Bach nicht vorenthalten: hat Jakob Lindberg doch Bachs sämtliche Werke auch auf CD eingespielt!

Concerto Palatino und der 30jährige KriegBild Concerto Palatino

Klangpracht live: Musik des 30jährigen Krieges spielte Concerto Palatino unter Bruce Dickey bei einem Konzert der Tage Alter Musik in Herne, dem renommierten Alte-Musik-Festival des Westdeutschen Rundfunks. Sopran singt Sabine Lutzenberger.
Auf dem Programm steht Musik von Komponisten, wie Schütz, Schein, Scheidt, Kindermann, Steuben, Albert und anderen.

Live zu erleben ist das Konzert am 12. November um 16:00 in der Kreuzkirche in Herne - und nachhörbar am 23. Dezember um 20:05 auf WDR3.



Stilvolle CD-PräsentationBild Notker-CD

Im April 2010 spielte das Mittelalter-Ensemble Ordo Virtutum unter Leitung von Stefan Johannes Morent ein Programm mit Sequenzen, Tropen und Gregorianischem Choral aus dem Kloster Sankt Gallen von Notker dem Dichter für das Label Christophorus ein.

Die daraus entstandene CD wird nun - ganz stilgerecht - am 28. November in Sankt Gallen im Rahmen der Vernissage zur Jahresausstellung der Stiftsbibliothek St. Gallen zum Thema "Musik in Kloster und Stadt St. Gallen" der Öffentlichkeit präsentiert.

Im Handel wird die CD dann ab 1. Januar 2011 erhältlich sein.




OKTOBER 2010


B'Rock wird FünfBild Torte

Der erste runde Geburtstag!

Zugegeben, noch kein wirklich beeindruckendes Jubiläum qua Anzahl der Jahre - aber in diesem besonderen Falle unbedingt qua Niveau des Erreichten: So war B'Rock in diesen vergangenen fünf Jahren bereits zu Gast auf vielen der renommiertesten Konzertbühnen und bei vielen der bekanntesten Alte-Musik-Festivals des musikalischen Europa (und darüber hinaus) - angefangen vom Palais des Beaux Arts in Brüssel, das dortige Klarafestival, Antwerpen (deSingel, Amuz), Brügge (Concertgebouw, MAfestival), Gent, über das Concertgebouw Amsterdam, das Festival Alte Musik Utrecht, De Doelen Rotterdam, die Tage Alter Musik Regensburg, die Innsbrucker Festwochen, bis hin zur Styriarte in Graz oder der Wigmore Hall in London.

Daneben bewies das junge Ensemble auch auf inzwischen drei wunderbaren CDs, dass sich an seiner Gründungsidee, mit jungen Musikern und wechselnden Leitern historisch informiert und stilbewusst zu spielen, dabei aber Ausdruck und musikalische Intensität ebenfalls immer im Blick zu behalten, nichts verändert hat.


Wir gratulieren!

Neue CD von Lorenzo Ghielmi Bild CD Triosonaten

Bachs Triosonaten BWV 525-530 für Orgel finden sich auf dieser neuesten Einspielung von Lorenzo Ghielmi - und zwar in gewohnter Qualität:
Der Organist, Fortepianist und Cembalist setzt hier einmal wieder Standards in der Bach-Interpretation - nicht nur hinsichtlich höchster Klarheit und Durchsichtigkeit, die sich einesteils aus seiner perfekten Phrasierung und Artikulation, anderenteils aus der wunderbaren Sanglichkeit seines Spiels ergibt, sondern auch hinsichtlich seiner höchst farbigen, dabei aber immer ganz natürlich wirkenden Registrierung

Eine wirklich perfekte Aufnahme, von der Sie hier einen kleinen Eindruck gewinnen können.



SEPTEMBER 2010


Neu bei Sonus: Passion des CuivresBild Passion des Cuivres

Haben Sie schon mal bewusst eine Ophicleide gehört? Nein? Wir können mit diesem erfreulichen Neuzugang Abhilfe schaffen: Das Ensemble Passion des Cuivres - fünf Blechbläser, die sich auf das Spiel historischer Instrumente vor allem des 19. Jahrhunderts spezialisiert haben, und damit sowohl Originalkompositionen dieser Zeit, als auch Arrangements von damals und heute aufführen.
Ein Ensemble, das nicht nur durch diese heute in Europa einmalige Besetzung und das ungewöhnliche, oft augesprochen stimmungsvolle Repertoire fasziniert, sondern auch durch seinen butterweichen, aber strahlenden Klang. Und - es ist nicht nur schön zu hören, sondern auch zu sehen!
Willkommen bei Sonus!

Die Empfehlung der Redaktion: Nehmen Sie doch gleich einen Band Dickens zur Hand, und dann hier eine Hörprobe!

Nachwuchs bei Sonus: L'Art du BoisBild L'Art du Bois

Wir freuen uns noch über einen weiteren Neuzugang: L'Art du Bois, das sind sechs junge Musiker, die sich 2004 zu einem Ensemble mit drei Flöten, einer Gambe und diversen Zupfinstrumenten von Theorbe bis Barockgitarre zusammenfanden, und in der kurzen Zeit seither schon vielfach von sich hören machten.
Das Ensemble spielt Musik vom Mittelalter bis zum Barock und überzeugt nicht nur durch absolut souveräne technische Leistungen und die frappierende Virtuosität all seiner Mitglieder, sondern auch durch seine außergewöhnlich lebendigen Interpretationen. Und - nicht zuletzt - durch fundierte, aber auch originelle Programmideen.
Willkommen bei Sonus!

Soeben erschien übrigens beim niederländischen Label Et'cetera die zweite CD von L'Art du Bois, mit dem Titel "Musical Humors & Lamentations"
Hören Sie hier hinein. Vorsicht - erhebliches Suchtpotential!

Auftrittsängste bekämpfenBild Peter Braun

Ein neues Angebot von Sonus ist die Betreuung bei der Bewältigung von Belastungssituationen (Stress, Ängste, Leistungsdruck). Denn ein bisschen Lampenfieber vor einem Konzert ist normal - und der Sache oft durchaus förderlich. Nimmt dieses Lampenfieber jedoch massivere Formen an, steigert es sich bis zu Leistungs- und Auftrittsängsten, sollte man aktiv etwas dagegen unternehmen. Reine Entspannungstechniken reichen dann meist nicht mehr aus.

Nicht wenige Musiker sind von diesen Problemen betroffen, und deshalb möchte Sonus nun mit diesem Coaching in Zusammenarbeit mit dem Psychologen Professor Dr. Peter Braun die Möglichkeit anbieten, Auftrittsängste, psychologisch verursachte Leistungsbeeinträchtigungen und Neigungen zu Stresssyndromen schnell und effektiv bewältigen zu lernen.

Testament - erster TeilBild Desire-CD

"Mein musikalisches Testament", so nennt Oboist Marcel Ponseele eine Reihe von fünf CDs mit Bachkantaten, aber auch einigen Werken von Bach-Zeitgenossen, die er mit seinem Ensemble Il Gardellino in den nächsten zwei Jahren herausbringen wird. Ohne, dass er seine musikalische Tätigkeit nach Abfassung dieses Testamentes allerdings zu beenden gedächte. Doch schließlich, meint er, solle man seine Testament ja wohl am besten zu Lebzeiten abfassen...
Die erste CD dieser Reihe, mit den Kantaten BWV 32, 49 und 154, dazu J. Chr. Bachs Cantate "Ach, dass ich Wassers gnug hätte", erschien nun beim belgischen Label Passacaille und trägt den Titel "Desire"/"Verlangen": Eine großartige Einspielung, welche die Bach'schen Werke sämtlich ganz natürlich und unpretentiös, dabei aber wunderbar schwingend und atmend präsentiert - und naturgemäß mit vielen herrlichen Oboensoli begeistert!

Hier geht es zu einem Hörbeispiel

AUGUST 2010

Linda Nicholson Jurymitglied in BrüggeBild Linda

Musica Antiqua Brügge ist einer der wichtigsten Wettbewerbe im Bereich der Alten Musik. Er wurde bereits 1964 gegründet und findet seither alljährlich im Juli/August im flämischen Brügge, im Rahmen des MAfestival Brügge statt.
Auch dieses Jahr war Fortepianistin und Cembalistin Linda Nicholson, die seinerzeit selbst zu den Laureaten dieses Wettbewerbs gehörte, wieder Mitglied der Jury für die Fortepianisten: "Wie immer war die Woche, die ich in Brügge beim Wettbewerb verbrachte, sehr interessant und anregend. Es waren weniger Teilnehmer, als sonst, was vermutlich mit dem Repertoire zusammenhing, das mehr auf frühklassische Komponisten, wie CPE Bach und Müthel ausgerichtet war. Das bedeutete aber auch, dass die Teilnehmer, die dann kamen, wirkliche Fortepianisten waren, so dass das Niveau sehr hoch war."

B'Rock XS: Auch klein ganz großBild B'RockXS CD

"Speelstukken" heißen die Werke von David Petersen (1651-1737), die das Barockorchester B'Rock auf seiner neuesten CD präsentiert. Allerdings nicht als Barockorchester, sondern in einer kammermusikalischen Besetzung von fünf Musikern, die unter dem Namen B'Rock XS bereits mit mehreren Projekten auftraten, und stets begeistert gefeiert wurden.
Petersens hochinteressante, vielfältige, und heute leider fast unbekannte Werke (Amsterdam 1683) sind ein wunderbares Beispiel des niederländischen Stylus phantasticus - dem B'Rock XS mit dieser Aufnahme perfekt gerecht wird: Technisch makellos, dabei teils ungeheuer frei und schwebend, dann wieder straff-rhythmisch akzentuiert spielen die Fünf hier in wirklich kammermusikalischer Manier, mit zwar großer Virtuosität, dabei aber steter Natürlichkeit.
Eine wirklich großartige Aufnahme - auch vom Repertoirewert her - die beim niederländischen Label Et'cetera erschienen ist.

Hören Sie hier gerne einmal hinein!

JULI 2010


Neue CD mit Jan De Winne und Lorenzo GhielmiBild Händel-CD

Eine höchst lohnende Koproduktion: Jan De Winne, Traversflöte, und Lorenzo Ghielmi, Cembalo, haben zusammen mit Marco Testori, Violoncello, eine neue CD mit Flötensonaten von Georg Friedrich Händel beim Label Evil Penguin Records Classic vorgelegt. Eine traumhafte Aufnahme, die einen unglaublich ausdrucksstarken Flötisten mit einem wunderbar sanglich spielenden Cembalisten und einem kongenial und expressiv begleitenden Cellisten vereint - und dem Charakter jedes einzelnen Satzes gerecht wird, Händels Musik unvergleichlich vielfältig, von feierlich bis jazzig, von freudig bis traurig, von enthusiastisch bis melancholisch klingen lässt.
Herrlich!

Überzeugen Sie sich selbst bei einer Hörprobe!

Aufnahmen mit Ordo VirtutumBild Ordo Virtutum

Das Ensemble Ordo Virtutum unter Leitung von Stephan Johannes Morent hat im Juni seine dritte Einspielung für das Christophorus-Label fertig gestellt. Als Start einer Reihe mit ausgewählten musikalischen Schätzen aus der Stiftsbibliothek Sankt Gallen widmet sich die Aufnahme dem Schaffen von Notker dem Stammler, der im 9./10. Jh. als Schöpfer von Sequenzen im Gallus-Kloster hervortrat.
Die CD "Notker der Dichter" - eine Co-Produktion der Stiftsbibiothek mit dem SWR - wird im November in Sankt Gallen vorgestellt werden.




JUNI 2010


Beethoven - vollständig einmaligBild Beethoven4

Nun ist die Sammlung vollständig: Die vierte und letzte CD dieser wunderbaren Gesamtaufnahme von Beethovens Sonaten für Violine und Klavier mit Linda Nicholson, Hammerflügel und Hiro Kurosaki, Barockvioline, ist beim Label Accent erschienen.
Alle vier CDs dieser Gesamteinspielung wurden auf originalen (!) Instrumenten der Beethoven-Zeit eingespielt: Insgesamt fünf verschiedene Hammerflügel aus der Sammlung Nicholson, zwei originale Violinen und drei unterschiedliche Bögen kamen dabei, entsprechend der jeweiligen Enstehungszeit und dem Charakter der einzelnen Werke zum Einsatz. Das ist authentische Aufführungspraxis vom Feinsten - die aber auch musikalisch nichts zu wünschen übrig lässt: Jede Phrase differenziert und überlegt gespielt, dabei ungemein mitreißend und lebhaft musiziert.
Ein auf dem Plattenmarkt bislang einzigartiges Zeugnis historischer Sorgfalt.

Hier können Sie ein Hörbeispiel genießen.



Die glückliche InselBild Insula Felix CD

Eine glückliche Insel - jetzt besonders. Denn das Ensemble Ordo Virtutum unter Leitung von Stephan Johannes Morent spielte auf seiner neuesten CD "Insula Felix" mittelalterliche Musik von der Insel Reichenau im Bodensee ein, und das in musikalisch angsprechendster Weise: Schwingend und leicht, innig und atmosphärisch ungemein dicht. Und was die Authentizität betrifft, spielt sogar die Akustik mit - entstand die Aufnahme doch in der St. Georgskirche auf der Reichenau selbst.
Die CD ist in Zusammenarbeit mit dem SWR beim Label Christophorus erschienen.

Lauschen Sie hier einem Klangbeispiel!



B'Rock goes ClassicBild B'Rock

Der Weg in die Zukunft ist beschritten - B'Rock spielte sein erstes reines Klassikprogramm: On the road to Mozart's harem, ein Konzert mit Musik von Franz Xaver Süßmayr, Gluck und Hasse war am 19. Juni zuerst bei den Musikfestspielen Postdam Sanssouci zu hören, und dann zum zweiten Mal am 15. August beim MAfestival im flämischen Brügge. Die Leitung hatte Frank Agsteribbe.


Hier ein Klangeindruck aus dem Konzert in Potsdam.




MAI 2010


Bachkantaten solistisch - Volume 11Bild BachCD

Frisch auf dem Markt: Die elfte Folge der Bachkantaten mit dem Ensemble La Petite Bande unter Sigiswald Kuijken ist soeben beim Label Challenge erschienen - in überlegter und mitreißender Interpretation und mit solistischer Sängerbesetzung.
Gerlinde Sämann singt in dieser Einspielung wieder einmal die Sopranpartie, und lässt dabei sowohl klanglich, als auch musikalisch nichts zu wünschen übrig.

Hier geht es zu einem Hörbeispiel




APRIL 2010


Rose und LiebeBild Roman de la Rose

Der "Roman de la Rose", dessen erster Teil um 1230 von Guillaume de Lorris verfasst wurde, war eines der meist gelesenen und am häufigsten kopierten Bücher des Mittelalters. Auf ihrer neuesten CD interpretieren Sabine Lutzenberger und ihr Ensemble PerSonat Liebeslieder zu diesem frühen Meisterwerk der Weltliteratur.
Diese großartige, sehr subtil und überlegt gestaltete, dabei aber immer lebendig und mitreißend wirkende Einspielung erschien am 1. April beim Label Christophorus.
Genießen Sie einen Höreindruck dieser wunderbaren Liebeslyrik und -musik aus dem Frankreich des 13. und 14. Jahrhunderts!



Vivaldi und die Vier JahreszeitenBild Vivaldibuch

"Le Quattro Stagioni" - kaum ein Werk des barocken Musikrepertoires ist so bekannt und beliebt, wird so häufig gespielt und auf Platte aufgenommen, wie diese 1725 entstandenen vier Concerti des venezianischen Komponisten Antonio Vivaldi.
Bernhard Moosbauer, der sich als Barockgeiger und Musikwissenschaftler schon seit Jahren immer wieder mit Vivaldis Werk befasst hat, stellt diese Jahreszeiten-Konzerte nun in einem hochinteressanten Buch vor, das soeben beim Bärenreiter-Verlag erschienen ist. Darin analysiert er die Komposition nicht nur musikalisch, sondern vermittelt auch Einblicke in ihren Entstehungsprozess, sowie in das kulturelle Umfeld Vivaldis im Venedig seiner Zeit.

Bernhard Moosbauer: Antonio Vivaldi. Die Vier Jahreszeiten. Bärenreiter Werkeinführungen. ISBN 978-3-7618-1583-0. Bärenreiter-Verlag 2010. 158 Seiten. € 14,95 / CHF 26.90.



Joshua Rifkin auf ungewohnten WegenBild Joshua

Nachdem Joshua Rifkin im August vergangenen Jahres in Antwerpen bereits ein Konzert mit dem hervorragenden niederländischen Vokalensemble Cappella Pratensis geleitet hatte, wird das damals aufgeführte Programm nun im April in Antwerpen auch auf CD eingespielt werden.
Dieses Programm "Der Medici-Codex" umfasst Musik aus eben diesem Kodex, einem Chorbuch mit vielen der besten und beliebtesten Werke vom Beginn des 16. Jahrhunderts in Rom, die Papst Leo X. seinerzeit kopieren ließ. Auf der CD der Cappella Pratensis werden Stücke von Komponisten wie Andreas De Silva, Adrian Willaert, Jean Mouton und Josquin Desprez zu hören sein.
Ein Höreindruck in Form eines kurzen Liveausschnittes des letztjährigen Konzertes erwartet sie hier.



MÄRZ 2010


Neueinspielung Bachscher GambenwerkeBild Lorenzo

Eine neue Aufnahme der drei Sonaten für Viola da Gamba von Johann Sebastian Bach spielten Lorenzo Ghielmi und sein Bruder Vittorio Ghielmi für das belgische Label Passacaille ein.
Für die CD, die im Herbst erscheinen wird, kamen ein deutsches Cembalo und Lorenzo Ghielmis Nachbau eines Hammerflügels von Gottfried Silbermann zum Einsatz.



Hana Blažíková mit Matthäuspassion auf Tournee und in 3satBild Hana

Sopranistin Hana Blažíková ist vom 23. März bis 3. April mit dem Collegium Vocale Gent unter Philippe Herreweghe mit Bachs Matthäus Passion auf Tournee durch zehn Städte in Österreich, Deutschland und Belgien.
Doch auch, wer nicht live dabei ist, kann sich einen Eindruck verschaffen: Am Karfreitag, 2. April ab 21 Uhr wird eine Aufzeichnung des Essener Konzertes im Programm 3sat ausgestrahlt.



Beethoven, die DritteBild Beethoven3

Endlich ist sie da: Die dritte CD der Gesamtaufnahme von Beethovens Sonaten für Violine und Klavier, welche die Fortepianistin Linda Nicholson und der Geiger Hiro Kurosaki im letzten Jahr gestartet hatten, ist beim Label Accent erschienen.
Auch diese Folge wurde selbstverständlich auf originalen (!) Instrumenten der Beethoven-Zeit eingespielt. Die vierte und letzte CD wird übrigens im Juni auf den Markt kommen.



FEBRUAR 2010


Neue CD: Johannespassion von Francesco FeoBild Feo-CD

Lorenzo Ghielmis Wiederentdeckung endlich auf CD: Der Neapolitaner Francesco Feo komponierte seine Passio secundum Joannem 1744 auf den lateinischen Passionstext. Jahrhundertelang lag das Werk in einer Bibliothek vergraben, bis Lorenzo Ghielmi es entdeckte, und nun in einer Weltersteinspielung beim belgischen Alte-Musik-Label Passacaille - pünktlich zur Fastenzeit - dem Publikum vorstellt.
Bei dieser CD beeindrucken nicht nur die wunderbare, in vielem an Feos engen Freund Pergolesi erinnernde Musik und die subtile, aber durchaus auch italienisch-sinnliche Interpretation durch Lorenzo Ghielmi und sein Ensemble La divina armonia, sondern auch das 80 Seiten starke Booklet mit den wunderbaren Abbildungen der Kreuzwegstationen am Sacro Monte di Varese.
Hören Sie hinein!



Matthäuspassion mit Gerlinde SämannBild MaPa-CD

In klangschöner, schlanker Interpretation, mit ausgezeichneten Solisten und einem bewährten Orchester erschien beim Label Challenge soeben eine neue CD aus der Bach-Reihe von Sigiswald Kuijken und seinem Ensemble La Petite Bande: Bachs Matthäuspassion, solistisch interpretiert mit acht ausgezeichneten Sängern und einem sehr runden Gesamkonzept.
Als Sopranistin können Sie sich bei dieser Neuerscheinung über Gerlinde Sämann freuen, die mit viel Glanz, geradezu instrumentaler Beweglichkeit, perfekter Textverständlichkeit und dabei traumhafter Natürlichkeit singt.



JANUAR 2010


Wir wünschen allen Freunden der Alten Musik, unseren Musikern, Kunden und Mitarbeitern ein gutes neues Jahr 2010 - mit vielen wunderbaren Konzerterlebnissen und musikalischen Sternstunden!




Jetzt auch mit Laute!Bild Jakob

Wir sind stolz und glücklich, nun endlich auch einen Lautenisten unter unseren Musikern zu vertreten: Jakob Lindberg, den großen Sänger unter den Lautenisten, der - unter zahlreichen anderen Instrumenten seiner Sammlung - die wohl älteste erhaltene Laute der Welt bespielt.
Genießen Sie ein Hörbeispiel!



London Fortepiano TrioBild London Fortepiano Trio

In kaum einer Besetzung kommen die klanglichen Vorzüge des historischen Instrumentariums so deutlich zum Tragen, wie im Klaviertrio. Deshalb war es uns ein ganz besonderes Anliegen, auch ein solches unter unseren Ensembles zu haben. Mit dem London Fortepiano Trio können wir Ihnen nun eine der großartigsten und bekanntesten Formationen dieser Art in der Szene anbieten.
Willkommen!



Brillanter BarockgeigerBild Hiro

Brillanter Solist, versierter Kammermusiker und vielgefragter Konzertmeister einiger der renommiertesten Barockorchester der Szene, Hochschullehrer und Coach für auf modernem Instrumentarium musizierende Orchester: Kaum ein Barockgeiger ist in so vielen Bereichen tätig und dabei so erfolgreich, wie der österreichisch-japanische Musiker Hiro Kurosaki, den wir uns sehr freuen, künftig ebenfalls vertreten zu dürfen.
Hören Sie ihn in einem Ausschnitt aus der neuen Gesamtaufnahme aller Beethoven-Violinsonaten zusammen mit Linda Nicholson.


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