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PHANTASM

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Das preisgekrönte Gamben-Ensemble PHANTASM wurde 1994 von Laurence Dreyfus gegründet und etablierte sich schnell als das aufregendste Gambenconsorts im weltweiten Konzertleben, indem es durch die Intensität und das technische Niveau seiner Interpretationen neue Maßstäbe im Bereich der Consort-Musik setzte.
PHANTASM gelangte bereits durch seine Debüt-CD mit Werken von Henry Purcell zu internationaler Bekanntheit, die nämlich mit einem Gramophone Award für die beste instrumentale Barockeinspielung des Jahres 1997 ausgezeichnet wurde.
Seitdem tourte das Ensemble durch die ganze Welt und konzertierte auf den jeweils bedeutendsten Kammermusikpodien in Städten wie London, Prag, Tokio, Istanbul, Helsinki, Berlin, New York und Washington DC. Kürzliche Engagements führten die Musiker zu Festivals wie den Tagen Alter Musik Regensburg, Festival Oude Muziek Utrecht, Barcelona Early Music Festival, Bergen International Festival, Masowia Barock Warschau, Stockholm Early Music Festival oder Laus Polyphoniae Antwerpen, und zu Konzertreihen im Palais des Beaux Arts Brüssel, Konzerthaus Wien, in der Wigmore Hall London und in De Bijloke Gent - Auftritte, von denen Kritiker nicht selten zu so enthusiastischen Äußerungen, wie »der eigentliche Höhepunkt des Festivals« oder »bestes Gambenensemble der Welt« hingerissen wurden.

Ein gewisser Schwerpunkt von PHANTASMs Repertoire liegt dabei auf der englischen Musik der Renaissance und des Barock - mit Namen, wie Purcell, Byrd, Gibbons, Locke oder Lawes, - doch auch italienische oder französische Gambenliteratur stehen auf den Programmen des Ensembles, ebenso wie beispielsweise Bachs Kunst der Fuge, und Mozarts Bearbeitungen der Bach’schen Fugen aus dem Wohltemperierten Klavier.

Die bislang 19 Aufnahmen des Ensembles wurden von Publikum und Kritikern einmütig begeistert aufgenommen und erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter im Jahr 2004 einen Gramophone Award für die Musik von Orlando Gibbons, die auch als CD des Jahres nominiert wurde. Die erste Aufnahme des Ensembles beim schottischen Linn Label (das zum Gramophone Plattenlabel des Jahres 2010 gewählt wurde) widmeten die Musiker den Werken des Komponisten John Ward aus dem 17. Jahrhundert; diese CD wurde zum Editors Choice im BBC Music Magazine gewählt und gehörte außerdem zu den Finalisten für den 2010 Gramophone Early Music Award. Die CD Complete Consort Music of William Byrd bei Linn wurde mit dem Diapason d'Or und als CD des Monats vom BBC Music Magazine ausgezeichnet und war ein Finalist für die Gramophone best Early Music recording des Jahres 2011.
Auch die Aufnahme von Lawes' Consorts to the Organ, die PHANTASM zusammen mit Daniel Hyde, Organist und Chorleiter am Magdalen College Oxford einspielten, wurde mehrfach ausgezeichnet und war für den jährlichen Chamber Music Award im BBC Music Magazine, September 2012 nominiert.
Ihre im Mai 2015 erschienene CD mit William Lawes‘ Royal Consort wurde nicht nur von mehreren Hörfunksendern und Musikmagazinen in Europa, den USA, Australien und Neuseeland zur CD der Woche, des Monats oder gar des Jahres gekürt, sondern stand auch monatelang auf den ersten Plätzen der UK Classical Charts, und auch die jüngste Veröffentlichung - John Dowlands Lachrimae - erhielt bereits diverse Auszeichnungen.

Von 2005 bis Sommer 2015 war PHANTASM der University of Oxford und insbesondere dem Magdalen College Oxford als Consort-in-Residence verbunden; daneben wurden die Musiker zum Ensemble-in-Residence für die Saison 2017/18 in der Wigmore Hall London erkoren, wo sie aber auch in den vergangenen Jahren regelmäßig auftraten.

Seit Anfang 2016 ist das Ensemble, dessen Mitglieder aus Finnland und Großbritannien stammen, offiziell in Berlin zu Hause.


SONUS über PHANTASM:

PHANTASM ist der (sehr!) lebendige Beweis dafür, dass man mit den Klängen eines Gambenconsorts auch Hörer begeistern kann, die, bevor sie den Konzertsaal betraten, noch nicht wussten, was eine Gambe ist.
Denn könnten diese Konzertbesucher vielleicht auch nicht präzise benennen, was genau sie an einer Interpretation von PHANTASM so fasziniert und fesselt, so werden sie doch von der absoluten Sauberkeit in der Intonation, der vollendeten Gestaltung von Phrasen und Melodielinien und der unglaublichen Spannung und Vitalität, die dieses Ensemble in jedem Stück aufzubauen in der Lage ist, unweigerlich mitgerissen - ebenso wie auch jeder erfahrene Musikkomsument oder Kritiker; die durch die Bank hervorragenden Rezensionen der Auftritte dieser Musiker belegen dies zur Genüge.

Dazu gesellt sich der sehr klare und gut fokussierte, aber weiche und ungemein vokale Klang dieser Gambisten, der den Hörer ganz unmittelbar anspricht und die gespielten Stücke im Verein mit der engagierten dynamischen Gestaltung der einzelnen Stimmen bei aller Homogenität des Ensembles doch auch sehr luzide und durchsichtig macht.
Ensembleleiter Laurence Dreyfus bürgt dabei als Professor für Musikwissenschaft an der Universität Oxford einerseits für die wissenschaftliche Fundiertheit und möglichste Authentizität der Interpretationen, andererseits aber mit seiner Energie als Musiker und Mensch auch für ihre Lebendigkeit und Originalität.


Hörproben


William Lawes: Galliard (aus: The Royal Consort, Sett 2) - live


John Dowland: Lacrimae Antiquae


John Ward: Fantasia No. 2 a6


William Lawes: Fantazy a6


William Byrd: Fantasia No. 1 a3 - live


John Ward: This is a joyful, happy holy day
Mit dem Choir of Magdalen College Oxford, Leitung: Daniel Hyde


Johann Sebastian Bach: Contrapunctus 9, aus: Kunst der Fuge, BWV 1080


William Byrd: Sermone Blando a3


William Byrd: Prelude and Goodnight Ground a5


Orlando Gibbons: Peascod time


Orlando Gibbons: Fantasia a6 (MB 33)



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Leitung: Andrea Braun
Tel.: +49 (0)931 71423
e-Mail: info@sonus-alte-musik.de