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Jakob Lindberg

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Jakob Lindberg wurde im schwedischen Djursholm geboren und entdeckte seine Leidenschaft für die Musik über die Beatles. So begann er Gitarre zu lernen und sich bald auch für das klassische Repertoire dieses Instrumentes zu interessieren. Mit 14 Jahren wurde er Schüler von Jörgen Rörby, bei dem er auch ersten Unterricht auf der Laute bekam.
Nach einem Musikstudium an der Universität Stockholm wechselte Jakob Lindberg an das Royal College of Music in London. Hier vertiefte er seine Kenntnisse des Lauten-Repertoires bei Diana Poulton und entschloss sich gegen Ende seines Studiums, sich auf den Bereich der Renaissance- und Barockmusik zu spezialisieren, in dem er inzwischen zu den renommiertesten Interpreten weltweit gehört.
Unter seinen zahlreichen CDs beim Label BIS, finden sich viele Weltersteinspielungen verschiedenster Stilrichtungen. So machte er die schottische Lautenmusik einem breiteren Publikum bekannt, eröffnete seinen Hörern die Schönheiten des italienischen Repertoires für die Chitarrone, widmete sich aber auch der Kammermusik von Vivald, Haydn oder Boccherini auf authentischem Instrumentarium. Er spielte als erster Lautenist die gesamte Musik für Solo-Laute von John Dowland ein und seine Aufnahme der Bach’schen Werke für Laute Solo wird als eine der bedeutendsten Interpretationen dieses Oeuvre gehandelt.

Auch als Continuo-Spieler auf Theorbe und Erzlaute ist Jakob Lindberg sehr gefragt und arbeitete als solcher mit vielen bekannten englischen Ensembles, wie The English Concert, Taverner Choir, The Purcell Quartett, Monteverdi Choir, Chiaroscuro, the Orchestra of the Age of Enlightenment und The Academy of Ancient Music. Daneben tritt er häufig zusammen mit Sängern auf, unter anderem mit Emma Kirkby, Ann Sofie von Otter, Nigel Rogers oder Ian Partridge. 1995 assistierte er Andrew Parrott bei der musikalischen Direktion von Purcells Dido and Aeneas in der Königlich Schwedischen Oper am Schlosstheater Drottningholm, und leitete dort 1997 von der Chitarrone aus die vielfach hochgelobten Aufführungen von Jacopo Peris Euridice.

Sein Ruf als einer der besten Lautenisten der Welt gründet sich jedoch vor allem auf seine Solo-Auftritte; er gab Rezitals in ganz Europa, Japan, Mexiko, Russland, Australien, Kanada und den USA. Jakob Lindberg unterrichtet seit 1979 am Royal College of Music in London, wo er Diana Poulton auf der Professur für Laute nachfolgte.

Er besitzt eine große Sammlung verschiedener Lauten- und Zupfinstrumente, darunter eine der ältesten erhaltenen und spielbaren Lauten der Welt; ein Instrument von Sixtus Rauwolf, das um 1590 in Augsburg gebaut wurde.


SONUS über Jakob Lindberg:

Was an Jakob Lindbergs Spiel als erstes auffällt, ist, dass er auf der Laute, der Theorbe oder der Barockgitarre wirklich zu singen versteht. Auch im polyphonsten Geflecht gestaltet er jede Linie, jede Partie individuell und mit Überlegung, so dass in einem Stück ständige Spannung garantiert ist, da die musikalischen Höhepunkte einer jeden Stimme subtil herausgehoben werden. Diese Fähigkeit zur feinsten musikalischen Differenzierung, zur wunderbar durchsichtigen Gestaltung basiert sicherlich nicht zuletzt auf seiner enormen Kenntnis des Repertoires für seine Instrumente, aber auch auf dem Wissen um diese Instrumente selbst, der ausgebreiteten Erfahrung, die er in allen Fragen rund um diese Aspekte besitzt - sei es als Solist, sei es im Continuo-Part.
Auch was die Tonqualität betrifft, gehört Jakob Lindberg sicherlich zu den Meistern seines Fachs; gelingt es ihm doch, seinen Instrumenten eine geradezu erstaunliche Bandbreite an verschiedenen Klangfarben - von rund-hellen, beinahe vokalen Tönen bis hin zu harten, perkussiven Schlägen - zu entlocken, die er nach Bedarf feinsinnig einzusetzen weiß.


Hörproben

Johann Sebastian Bach: Prelude in Es-Dur, BWV 998

Silvius Leopold Weiss: Presto aus Sonata No. 50 in B-Dur

Silvius Leopold Weiss: Sarabande aus Sonata in B-Dur

Robert Johnson: Almain

Giovanni Girolamo Kapsberger: La Capona

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