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Sonus

Agentur für Alte Musik


Bild Markus Eigentlich hatte der lyrische Tenor Markus Miesenberger ja Geiger werden wollen …
Jedenfalls studierte der Österreicher dieses Instrument schon mit 14 Jahren als Jungtalent am Mozarteum Salzburg, sang aber in der Schule auch täglich im Chor — und fand dabei solche Freude am Singen, dass er sein reguläres Studium an der Musikuniversität Wien schließlich in Gesang, (Barock-) Geige/Viola und Alter Musik parallel absolvierte. Ein ziemlicher organisatorischer Aufwand — aber für Markus Miesenberger bis heute ein großer Gewinn.

Denn nicht nur profitiert er stimmlich im Hinblick auf Aspekte wie Intonation und bewussten Einsatz von Vibrato, Phrasierung, Atemführung und Klangfarben von seinem Können als Instrumentalist, sondern auch hinsichtlich seiner Ensembleerfahrung und der Ausweitung seines ohnehin enormen Repertoires. Und nicht zuletzt ist es für Ensembles und Orchester recht praktisch, wenn der Tenor auch Bratsche spielt — denn auch das tut Markus Miesenberger nach wie vor auf professionellem Niveau.

Damit im Zusammenhang steht sicher auch seine enorme stilistische Wandlungsfähigkeit als Sänger: Zwar legt er durchaus einen Schwerpunkt auf Musik aus Barock und Klassik. Hier spielt auch seine Neugierde auf immer neues Repertoire, sein Interesse an Ausgrabungen lange vergessener Werke mit, sei es im Opern- oder im Konzertbereich, sowie sein — für die Alte Musik besonders wichtig! — sehr bewusster und rhetorischer Umgang mit Text.
Gerade dieser macht ihn aber auch zu einem hervorragenden Interpreten zeitgenössischer Musik und nicht zuletzt der Tenorpartien Richard Wagners, bei denen er auch seine Lust am Schauspiel ausleben kann.
Und gerade diese Vielfalt bezeichnet Markus Miesenberger als Segen für seine Stimme: Ein gesunder Mix aus Oper, Konzert, Lied und Ensemble halte Stimme und Seele gesund, meint er!

So tritt er als Konzert-, Lied- und Opernsänger in allen bedeutenden europäischen Musikzentren auf, aber auch etwa in Israel und Mexiko — vom Festival Oude Muziek Utrecht zum MAfestival Brügge, von der Settimana di musica sacra di Monreale über Styriarte, Carinthischen Sommer, Schubertiaden Schwarzenberg und Dürnstein, Salzburger Festspiele und Osterfestspiele, Brucknerfest Linz, Internationales Musikfest Hamburg, Händel-Festspiele Halle, Musica antiqua des Bayerischen Rundfunks bis zur Philharmonie Breslau und vielen anderen.
Als Liedsänger wird er dabei häufig etwa von David Lutz und Sir András Schiff begleitet, im Konzert- und Opernbereich singt er unter Dirigenten wie Christian Thielemann, Markus Poschner, Jeffrey Kahane, Ralf Weikert, Andrés Orozco-Estrada, Federico Maria Sardelli, Gunar Letzbor, Michi Gaigg und Rubén Dubrovsky mit Orchestern und Ensembles wie der Staatskapelle Dresden, den Wiener und den Hamburger Symphonikern, dem Bruckner Orchester Linz, Ars Antiqua Austria, dem L’Orfeo Barockorchester oder dem Bach Consort Wien.

Markus Miesenberger ist Preisträger des Franz Joseph Aumann Preises beim internationalen H.I.F. Biber Wettbewerb. Über 30 CDs und zahlreiche Radioauftritte dokumentieren seine Laufbahn, darunter die beiden Einspielungen von Wagners Die Meistersinger von Nürnberg mit Christian Thielemann und Haydns L’incontro improvviso mit Michi Gaigg. Weitere wichtige Aufnahmen sind seine Solo-CDs Arias for Silvio Garghetti mit der Neuen Wiener Hofkapelle, Cupido – Love Songs mit Liedern von Haydn, Giuliani und Komponisten der Wiener Liedschule, die Kriegsgeschichten und Liebesabenteuer mit Musik von G.D. Speer, oder das Passionsoratorium von Franz Joseph Aumann, aufgenommen mit Ars Antiqua Austria.


SONUS über Markus Miesenberger

Dieser Sänger verbindet in seiner Stimme einige Aspekte, die nicht so häufig in so wohlklingender Kombination zu finden sind: Feines Verständnis für Text und Rhetorik, umfassende Kenntnisse der Erfordernisse Historischer Aufführungspraxis und die Fähigkeit, seine Stimme sehr fokussiert zu führen - mit doch gleichzeitig enormem Volumen und intensiver Farbigkeit, wo es angebracht ist. Daraus resultiert dann auch sein sehr warmer und glanzvoller Klang bei gleichzeitig ausgezeichneter Textverständlichkeit.

Dazu beeindruckt Markus mit hervorragender Technik, bruchlosem Glanz in allen Registern, auch in virtuosestem Koloraturengeschehen, einer scheinbar mühelosen aber ungemein kraftvollen Höhe, nichtsdestotrotz kräftiger Tiefe und nicht zuletzt seiner Freude an der und seinem Talent für die Schauspielerei: Das macht ihn zum idealen Interpreten auch für sehr dramatische Partien - sei es in Passionen, Lied und Oratorien oder auch in Opern.


Hörproben

Rupert Ignaz Mayr: Alma redemptoris mater
mit Ars Antiqua Austria, Leitung: Gunar Letzbor




Johann Joseph Fux: Vola gia di lido in lido
von der CD: Arias for Silvio Garghetti, The Habsburg Star Tenor
mit Neue Wiener Hofkapelle, Leitung: Markus Miesenberger




Joseph Haydn: Canzonetta: L'amore é un gran briccone
mit L'Orfeo Barockorchester, Leitung: Michi Gaigg




Rupert Ignaz Mayr: Confitebor tibi Domine
mit Ars Antiqua Austria, Leitung: Gunar Letzbor




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