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Linda Nicholson

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Linda Nicholson gehört weltweit zur ersten Riege der Fortepianisten, die sich auf die Interpretation des barocken, klassischen und frühromantischen Repertoires auf den der jeweiligen Zeit entsprechenden, authentischen Instrumenten spezialisiert haben.

Nach ihrem Studium am Royal College of Music in London und an der dortigen Universität gewann sie die ersten beiden internationalen Wettbewerbe, die für Hammerklavier ausgerichtet wurden, nämlich den Concours International du Pianoforte in Paris und den Wettbewerb Musica Antiqua des Festival Van Vlaanderen im belgischen Brügge. Inzwischen genießt die Fortepianistin international großes Ansehen, tritt bei den bedeutendsten Festivals und Konzertreihen in Europa und Fernost auf. Ihr breitgefächertes Repertoire umfasst Solowerke ebenso, wie Kammermusik und Klavierkonzerte.
So spielte sie viele der Mozart-Klavierkonzerte mit renommierten Orchestern der Alten-Musik-Szene, wie etwa Les Arts Florissants, the Academy of Ancient Music, The Orchestra of the Age of Enlightenment, oder der Capella Coloniensis. Mit letzterer nahm sie auf drei CDs Klavierkonzerte von Mozart in einer Koproduktion von Westdeutschem Rundfunf und dem Label Capriccio auf.

Linda Nicholson ist Gründungsmitglied des London Fortepiano Trio und arbeitet in dieser Formation seit über 20 Jahren mit dem hervorragenden Barockgeiger Hiro Kurosaki zusammen. Gemeinsam spielten sie für den WDR/Erato auf vier CDs sämtliche Violinsonaten von Mozart ein und gewannen für diese Aufnahme den Japanese Academy Award. Daneben wurde diese 4CD-Box die meistverkaufte klassische Platte des Jahres.
Ebenfalls für den WDR, in Verbindung mit dem Label ACCENT, nahmen Linda und Hiro vier CDs mit sämtlichen Beethoven-Sonaten für Violine und Klavier auf, wovon die vierte im Sommer 2010 herausgekommen ist.
Unter Linda Nicholsons Solo-Einspielungen der letzten Jahre finden sich sowohl Scarlatti-Sonaten (WDR/Capriccio), als auch die Bagatellen und andere Klavierstücke von Beethoven (ACCENT), und eine CD mit Klaviersonaten von Mozart (ACCENT), die mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet wurde.

Neben diesen Konzertaktivitäten wird die Fortepianistin häufig zu Meisterklassen eingeladen; in der letzten Zeit etwa nach Warschau, wo sie im Rahmen des Early Music Festival in Wilanow unterrichtete, sowie an das Konservatorium in Wien. Während der letzten zehn Jahre gehörte Linda Nicholson auch regelmäßig der Jury des Fortepiano-Wettbewerbs des Festival Van Vlaanderen (inzwischen MAfestival) in Brügge an.

Zusammen mit Alan Rubin baute sie im Laufe der letzten beiden Jahrzehnte eine der bedeutendsten Sammlungen historischer Tasteninstrumente in Europa auf, die Exemplare vom späten 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert umfasst. Durch diesen ständigen direkten Kontakt mit originalen Instrumenten erlangte sie einen unitären Einblick in die besonderen Charakteristiken und technischen Ansprüche eines jeden: So rühmt man an ihren Interpretationen regelmäßig die Schönheit und Vielfarbigkeit des Klanges, den sie den Tasten zu entlocken vermag - seien es die eines Cembalos, eines Clavichords oder eines Hammerflügels.


SONUS über Linda Nicholson:

An Linda Nicholsons Spiel fasziniert vor allem die ungeheure Harmonie, die es in jeder Hinsicht ausstrahlt. Diese basiert sicherlich nicht zuletzt auf ihrem fundierten Wissen um ihr Instrumentarium - also um die Anforderungen, die ein Cembalo, ein Hammerflügel jeweils an Anschlag und Interpretation stellen. Dazu kommt ihre Kenntnis des Repertoires und der historischen Quellen, die darüber Auskunft geben, wie ein Werk, ein Komponist zu seiner Zeit gespielt und beurteilt wurde. Außerdem ist da noch Lindas - in der jahrzehntelangen Erfahrung - um nicht zu sagen: im Zusammenleben - mit den originalen Instrumenten verfeinerter, stets präzis bemessener Anschlag, der ihr eine außergewöhnlich subtile Differenzierung in Artikulation, Phrasierung und Dynamik ermöglicht.
Doch was den harmonischen Eindruck all ihres Spielens letztlich vollendet, ist, dass sie einen ungemein sensiblen Sinn für die feine Gestaltung noch so kleiner Details besitzt und diesen auch sehr reichlich einsetzt - dabei aber immer den großen Bogen, die Gesamtaussage eines Stückes im Blick behält. So läuft sie bei aller Feinsinnigkeit doch niemals Gefahr, sich in Detailverliebtheit zu verzetteln und man hört im Endeffekt immer ein großes Ganzes, eine harmonische Einheit, die doch bei aller Geschlossenheit unendlich viele kleine und spannende Facetten aufweist.



Hier finden Sie ein Interview mit Linda Nicholson, das in der deutschen Alte-Musik-Zeitschrift Toccata - Alte Musik Aktuell erschienen ist.


Hörproben

Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate in F-Dur, KV 332, 2. Satz: Adagio

Carl Philipp Emanuel Bach: Allegro moderato ma innocentemente, aus Sonata Wq 50/3

Domenico Scarlatti: Sonata K 159, C-Dur

Ludwig van Beethoven: Sonate A-Dur, op. 47, "Kreutzer", 3. Satz

Ludwig van Beethoven: Klavierstück in a-Moll (WoO 59) "Für Elise": Poco moto

Ludwig van Beethoven: Sonate c-Moll, op. 30, No. 2, 3.Satz: Scherzo

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